Feiern ohne Frust

Alkoholische Getränke gehören in unsere Feierkultur. Aber wie durch Karneval, Fastnacht oder Fasching kommen ohne Kater danach? Und was passiert eigentlich bei einem Hangover? Hier finden Sie Tipps zur Vorbeugung gegen Brummschädel und Übelkeit – und die beste Erste Hilfe, wenn es dann doch zu viel des Guten war. Mein Tipp: Einmal alkoholfreie Varianten von Sekt oder Bier probieren! Sie schmecken mittlerweile richtig gut. Ebenso wie die neuen Fassbrausen und Bittergetränke. Da fällt der Verzicht nicht mehr so schwer. Viel Spaß beim Feiern!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm
Hilfe gegen den Kater

Alkohol, du böser Geist

Alkohol gefährdet unsere Gesundheit – das ist kein Geheimnis. Als Zellgift schädigt er bei übermäßigem Konsum nahezu jedes Organ, allen voran die Leber als größter „Alkoholabbauer“. Dabei entsteht auch das giftige Zwischenprodukt Acetaldehyd, welches für die Katerbeschwerden verantwortlich ist. Wie viel dürfen wir also trinken, ohne dieses gesundheitliche Risiko einzugehen? Laut offiziellen Empfehlungen liegen die Grenzwerte bei 12 g reinem Alkohol für Frauen und 24 g für Männer pro Tag. Neuerdings werden selbst diese Zahlen als zu hoch angesehen. Während eines langen Abends ist das nicht einfach einzuhalten. Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): zum Ausgleich mindestens zwei Tage pro Woche alkoholfrei trinken. In diesen Getränkemengen sind bereits 10–12 g reiner Alkohol enthalten:

Menge Alkoholisches Getränk Alkohol
0,25 l Bier 5 %
0,33 l Bier-Mix 2,4%-5 %
0,1 l Glas Sekt 11 %
0,1 l Glas Wein 11 %
0,2 l Longdrink* 38%

* mit 4 cl Wodka

Den Kater überlisten

Sie möchten die Faschingstage ohne Hangover überstehen, aber trotzdem nicht komplett auf Alkohol verzichten? Dann beherzigen Sie diese Tipps:

  • Schaffen Sie eine gute Grundlage und essen Sie vorher deftig und fettig. Dadurch steigt der Alkoholspiegel nicht so schnell an und die Magenschleimhaut wird geschützt. Nüsse und Oliven sind perfekt als Partysnack!
  • Trinken Sie Alkohol nicht zu schnell. Und trinken Sie parallel Wasser oder verdünnen Sie Ihren Drink mit Wasser. • Vermeiden Sie alkoholische Mischgetränke mit hohem Zuckergehalt, wie Fruchtsaft oder Limonaden: Zucker hemmt den Abbau von Acetaldehyd. Dieses giftige Abbauprodukt bleibt also länger im Körper und verschlimmert Ihren Kater.
  • Vorsicht vor Fuselalkohol! Sie sind z.B. in Whiskey, dunklem Rum, Cognac oder süßen Weinen enthalten und gelten als mitverantwortlich für den Kater am nächsten Morgen.
  • Verzichten Sie auf die „Party-Zigarette“: Rauchen während des Alkoholkonsums fördert und verstärkt Kopfschmerzen.
  • Alkohol entzieht dem Körper Wasser: Trinken Sie deshalb nach jedem Glas Alkohol mindestens genauso viel Wasser. Und stellen Sie sich einen Liter Mineralwasser ans Bett!

Zu tief ins Glas geschaut?

Unser Körper baut Alkohol mit gleichbleibender Geschwindigkeit ab. Da hilft nur abwarten. Allerdings lassen sich mit ein paar Tipps die Katerbeschwerden besser ertragen.

  • Weiterhin viel Wasser oder Fruchtschorlen trinken – mit einer Prise Salz.
  • Ein deftiges Katerfrühstück bringt den Elektrolythaushalt wieder in Ordnung. Pikantes tut jetzt gut: Sauerkraut- oder Hühnersüppchen, saure Gurken, Wienerle oder Weißwürste.
  • Wer mit Übelkeit zu kämpfen hat, sollte sich auf Tee beschränken mit etwas Zitronensaft und einer Prise Salz.
  • Frische Luft statt Couch-Potato: Ein Spaziergang bringt Ihren Kreislauf wieder in Schwung.
  • Bei Kopfschmerzen kann ein Espresso mit einem Spritzer Zitronensaft Linderung verschaffen.

Rezepte zum Ausprobieren