Fastenzeit: Alles neu macht der Frühling ...

Jedes Jahr, genau 40 Tage vor Ostern, beginnt das große Hungern. Der Verzicht, sei es auf Süßigkeiten, Alkohol oder tatsächlich feste Nahrung, lehrt uns, genau diese Lebensmittel wieder mehr zu schätzen. Und führt dazu, dass wir uns mehr mit unserem Körper und unserer Nahrung auseinandersetzen. Quasi ein „Reset“-Knopf drücken, um uns vom „Schlechten“ zu reinigen. Das Tolle: Am Ende starten Sie frisch, um ein paar Kilos leichter und „wie neu“ in den Frühling. Finden Sie heraus, welche Art des Fastens am besten zu Ihnen passt.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Rank und schlank durch Hungern?

Beim Fasten versprechen wir uns eine innere Reinigung, neue Kraft und vor allem sollen die Pfunde purzeln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) macht jedoch deutlich: Fasten eignet sich nicht als Dauer-Diät und führt nicht zu einer langfristigen Gewichtsabnahme. Das schließt zwar einen Gewichtsverlust nicht aus, allerdings sind die Kilos mit hoher Wahrscheinlichkeit nach einigen Wochen wieder drauf. Als Einstieg in eine bessere Ernährung ist Fasten dagegen ideal. Und der Gesundheit tut es in jedem Falle gut. Das bestätigt eine aktuelle Studie über die Wirkung des Buchinger Heilfastens. Ein 20-tägiges Fasten verbesserte neben gesundheitlichen Beschwerden wie Diabetes Typ 2 und Bluthochdruck auch das körperliche Wohlbefinden. Wichtig: Kinder und Jugendliche, Schwangere, Stillende und Senioren sollten auf Fastenkuren verzichten. Gleiches gilt für Menschen mit Essstörungen oder Leber- und Nierenkrankheiten.

Fasten: Wie funktioniert’s?

Am weitesten verbreitet sind das Heil-, Basen- und Intervallfasten. Eine Heilfastenkur dauert durchschnittlich 7 bis 10 Tage und sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Pro Fastentag werden etwa 500 kcal in Form von Wasser, Kräutertee, Brühe und Säften aufgenommen. Diese jahrtausendalte Form des Fastens soll vor allem Körper, Geist und Seele reinigen, wird aber auch zur Vorbeugung und Therapie bei bestimmten Krankheiten angewendet. Beim Basenfasten werden nur basische Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Nüsse und hochwertige Öle verzehrt. Fleisch, Fisch und Teigwaren werden vom Speiseplan gestrichen. Dadurch können wichtige Nährstoffe auf Dauer zu kurz kommen; die DGE rät von langfristigem Basenfasten ab. Das Intervallfasten gibt einen bestimmten Ess-Rhythmus vor: Zwischen Nahrungsaufnahme und Nahrungsverzicht werden gewisse Zeiten eingehalten. Diese Form funktioniert als Dauerkost und kann zu einer langfristigen Gewichtsabnahme führen.

Wegweiser durch den Fasten-Dschungel

Fasten bedeutet nicht einfach, auf alles zu verzichten. Ich erkläre Ihnen die gängigsten Methoden – und was zu beachten ist:

Buchinger Fasten ist die wohl häufigste Form des Heilfastens nach Dr. Otto Buchinger. Es handelt sich um eine zweiwöchige Trinkkur, die mit sogenannten Entlastungstagen eingeführt und mit einem Fastenbrechen beendet wird.

Saftfasten ist die kleine Schwester des Heilfastens. Neben Wasser und Tee werden auch frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte getrunken. Die Kaloriengrenze liegt bei 300 kcal pro Tag.

Intermittierendes Fasten ist eine andere Bezeichnung für Intervallfasten und kann in verschiedenen Rhythmen durchgeführt werden. Bei der 16:8-Diät ist die Nahrungsaufnahme auf zwei Mahlzeiten innerhalb von 8 Stunden eingeschränkt, die restlichen 16 Stunden wird gefastet. Während einer 5:2-Diät werden an 2 selbst gewählten Fastentagen pro Woche maximal 500 kcal zugeführt. Wer möchte, kann auch jeden zweiten Tag fasten.

F. X. Mayr-Kur wird als ganzheitliches Gesundheitsprogramm gesehen und besteht aus Tee-Fasten, Milch-Semmel-Kur und milder Ableitungsdiät. Dabei sollen der Darm gereinigt und der Organismus entsäuert werden.

Die Detox-Kur bezeichnet eine Körperreinigung von innen. Durch eine basenreiche Ernährung soll der Organismus langsam entgiftet werden. Mehr Infos zum Fasten finden Sie auf: www.real.de/besser-leben/ernaehrung-gesundheit/alles-rund-ums-gewicht/diaeten-im-ueberblick/fasten-was-bringt-es/