Nur noch kurz die Welt retten ...

Umwelt- und Klimaschutz ist zwar in aller Munde, erreicht jedoch noch zu selten Küche und Kochtopf. Dabei beeinflusst die Art und Weise, wie wir uns ernähren, nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die unseres Planeten. Retter in der Not ist die „Planetary Health Diet“. Der neu entwickelte Ernährungsplan steht für eine nachhaltige und gesunde Ernährung und beeinflusst Mensch und Umwelt auf positive Weise. Wie das funktioniert und was Sie dazu beitragen können, erfahren Sie im heutigen Newsletter.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Die „Planetary Health Diet“

Die „EAT-Lancet“-Kommission, eine internationale Forschergruppe, präsentierte Anfang des Jahres erstmals eine Ernährungsform, die nicht nur gesund für uns Menschen ist, sondern auch die Grenzen unseres Planeten berücksichtigt. Denn: Die Lebensmittelproduktion gilt als großer Klimakiller und ist verantwortlich für 30 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgas und 70 Prozent der Trinkwassernutzung. Darüber hinaus wird die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung immer schwieriger. Mehr Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion und die Umstellung zu einer flexitarischen Ernährung (hauptsächlich vegetarisch, ab und zu ausgewähltes Fleisch, Fisch, Milchprodukte) sind die Lösung, so die Kommission. Die kanadische Regierung befürwortet ebenso die Bewegung hin zur pflanzlichen Ernährung. Im neu veröffentlichten „Food Guide“ gibt es keine direkten Empfehlungen mehr zu Fleisch- und Milchprodukten. Stattdessen sollen mehr pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte und Nüsse gewählt und durch die tierischen Eiweißträger lediglich ergänzt werden. Und was sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dazu? In ihren offiziellen Empfehlungen wird zwar geraten, pflanzliche Lebensmittel zu bevorzugen, jedoch gibt es auch explizite Empfehlungen zum maßvollen Verzehr von Milch und Milchprodukten sowie von Fleisch und Fisch. Trotzdem liegen wir mit unserem aktuellen Konsum noch weit darüber!

Klimaschutz beginnt im Einkaufskorb

Wir als Verbraucher können mit kleinen Veränderungen im Einkaufs- und Essverhalten positiv zum Klimaschutz beitragen. Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel, denn sie liefern mehr komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Beim Griff zu ökologisch erzeugten Lebensmitteln sind die Belastungen mit Rückständen von Pestiziden geringer. Auch regional und saisonal einkaufen hilft: Es schmeckt besser, ist gesünder, kurze Transportwege verringern die Umweltbelastung und kleine Betriebe vor Ort werden gestärkt. Greifen Sie zu frischen und gering verarbeiteten Lebensmitteln: Frischware verbraucht weniger Energie bei Herstellung und Lagerung, enthält keine bzw. weniger unerwünschte Zusätze und die Produkte sind oft sogar günstiger. Achten Sie außerdem auf umweltverträglich verpackte Produkte und versuchen Sie Kleinst- und Einwegverpackungen zu vermeiden. Fair gehandelte Lebensmittel schließen Kinderarbeit und Ausbeutung der Produzenten in Entwicklungsländern aus und soziale Projekte werden gefördert. Bei all den Aspekten dürfen wir eins jedoch nicht aus den Augen verlieren: Genuss und Freude an der Ernährung sind das A und O für eine erfolgreiche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Mit unserem bunten Spargelblech gelingt der Einstieg in die nachhaltige Ernährung ganz leicht: Alle Zutaten sind pflanzlich, Spargel und Kartoffeln sind frische, regionale Produkte mit wenig Verpackung – oft auch als Bio-Produkt erhältlich –, schmecken lecker und machen satt.

So werden Sie zum Klimatarier

Eine klimafreundliche und nachhaltige Ernährung ist gar nicht schwer. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

  • Mehr pflanzliche statt tierische Eiweißquellen: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen und Linsen sowie Nüsse und Saaten sind ideal.
  • Weniger Fleisch essen: Was dabei an Geld gespart wird, kann in Bio-Fleisch investiert werden.
  • Sie wissen nicht, welches Obst und Gemüse gerade Saison hat? Saisonkalender sind hier hilfreich.
  • Lebensmittel wie Kaffee, Tee oder Schokolade gibt es nur selten aus regionalem Anbau: Produkte mit dem Fairtrade-Siegel garantieren gerechte Arbeitsbedingungen.
  • Keine Lebensmittel verschwenden: Ein Blick in den Vorratsschrank plus Einkaufszettel verhindern Fehlkäufe.
  • Reste vom Mittagessen? Besser einfrieren anstatt wegschmeißen. Oder einen Reste-Auflauf daraus zaubern.
  • Stofftasche oder Einkaufskorb statt Plastiktüte aus dem Supermarkt: Das schont die Umwelt und spart Geld.
  • Plastiktütchen in der Obst- & Gemüse-Abteilung vermeiden: Viele Lebensmittel lassen sich auch gut lose wiegen.
  • Das Auto stehen lassen und mit Bus und Bahn zum Einkaufen fahren. Noch besser: zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
  • Gemeinsam mit der Familie kochen: Das fördert die Wertschätzung für Lebensmittel – und macht Spaß!

Rezepte zum ausprobieren