Eier für das Osternest

Schon bald heißt es wieder: Auf die Eier, fertig, los! Denn ohne die bunt gefärbten Eier im Osternest wäre Ostern doch nur halb so schön. Kinder lieben es, die Eier mit den Eltern zu färben und zu verzieren: je mehr, desto besser. Doch was tun mit den bunten Eierbergen? Wie viele Eier pro Tag verträgt mein Kind? Und was, wenn es doch mal mehr werden? Von den aktuellen Empfehlungen bis zum gemeinsamen Eierfärben mit natürlichen Zutaten – in diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige rund ums Osterei.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Eier für das Osternest

Das steckt drin im Ei

Eier zählen zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln. So versorgen sie auch schon unsere Kleinsten mit hochwertigem Eiweiß, das besonders gut zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß genutzt werden kann. Es enthält viel Vitamin A, D, E und K im Dotter sowie die Vitamine B1 und B12. Das ganze Ei liefert Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor. Im Dotter ist das berüchtigte Cholesterin enthalten. Dieser lebenswichtige Stoff wird im Körper als Baustein für Zellen und zur Bildung von Hormonen und Vitamin D benötigt. Cholesterin war lange umstritten, doch inzwischen wurde durch Langzeitstudien bestätigt, dass cholesterinreiche Lebensmittel bei gesunden Menschen keine negativen Folgen haben. Unser Körper, der Cholesterin auch selbst herstellt, passt seine Produktion an die Menge des Nahrungscholesterins an. Nur Menschen mit einem gestörten Fettstoffwechsel sollten ihren Eierverzehr begrenzen.

Wie viele (Oster-)Eier sind gesund?

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt nach dem ersten Geburtstag 1–2 Eier pro Woche, für Kleinkinder ab 4 Jahren dann runde 2 Eier. Warum überhaupt die Begrenzung? Weil in unserer Ernährung der pflanzliche Anteil überwiegen und tierisches Eiweiß eine Nebenrolle spielen sollte. Vegetarier dürfen also ruhig etwas mehr Ei essen, weil ja Fleisch, Geflügel und Wurst wegfallen. Allerdings sind bei der empfohlenen Menge verarbeitete Eier z.B. in Nudeln, Pfannekuchen oder Gebäck bereits einberechnet. Der Alleskönner Ei ist nämlich oft in Fertigprodukten oder auch Selbstgekochtem versteckt. Doch wenn Ihr Kind ein großer Eierfan ist und zu Ostern viele Eier futtert, ist das kein Grund zur Sorge. Der Körper gleicht ja die größeren Mengen Cholesterin aus – vor allem, wenn zusätzlich viel Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Teller landen. Schließlich machen hart gekochte Eier richtig lange satt – da wird dann entsprechend weniger genascht!

Eier natürlich färben – so geht’s

Eierfärben gehört zu Ostern einfach dazu, je bunter desto besser. Vor allem der Nachwuchs hat besonders viel Freude am Färben und Verzieren. Und das Beste: Aus natürlichen Zutaten können Sie die Farben sogar ganz einfach selber herstellen. Aus Naturmaterialien wie Kurkumapulver (goldgelb), Zwiebelschalen (goldbraun), Karotten (orangegelb), Rote Bete (rot) und Spinat oder Brennnessel (grün) wird jeweils ein Farbsud gekocht: Dafür 10 Gramm Pulver bzw. 200–300 Gramm Gemüse in einem halben Liter Wasser etwa 30 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Ostereier 10 Minuten im jeweiligen Sud kochen. Tipp: Ein Esslöffel Essig ins Wasser geben, so nehmen die Eier die Farbe besser an. Zum Schluss das gefärbte Osterei mit ein paar Tröpfchen Öl einreiben und zum Glänzen bringen. Wem das zu viel Arbeit ist, kann auf natürliche Eierfarben aus dem Supermarkt zurückgreifen. Und wie lange halten die gefärbten Eier? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, sie bei gekühlter Lagerung innerhalb von vier Wochen zu verbrauchen. Die gefärbten Ostereier aus dem Supermarkt sind dagegen länger haltbar, laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sogar bei Raumtemperatur – vorausgesetzt die Schale bleibt intakt. Diese werden mit einem Schutzlack aus Schellack und Palmwachs überzogen, damit keine Keime eindringen können. Alles kein Problem mit unserem leckeren Weg-mit-den-Eiern-Dipp! Kinderleicht und im Handumdrehen zubereitet, schmeckt er super zu rohem oder gegartem Gemüse.

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