Das beste (Schul-) Essen für mein Kind!

Essen an Schulen soll Kindern nicht nur schmecken, sondern auch gesund und bezahlbar sein. Das klappt nur, wenn sich die Schulleitung dafür stark macht – und Sie als Eltern nicht nur mitgestalten, sondern Ihre Kinder zum Essen anmelden. Wenn alle in die Mensa gehen, stärkt das Essen die Gemeinschaft und sorgt für ein gutes Schulklima. In diesem Newsletter erfahren Sie, woran man gute Verpflegung erkennt, und bekommen praktische Tipps für gesunde Lunchboxen, die Ihr Kind lieben wird.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Wie gut ist unser Schulessen?

Mehr als 3 Millionen Schülerinnen und Schüler besuchen eine Ganztagesschule, die täglich ein warmes Mittagessen anbietet. Dass dieses Angebot von weniger als der Hälfte genutzt wird, hat aber nicht unbedingt mit dem Geschmack zu tun. Zu kurze Pausen, zu langes Anstehen oder eine ungemütliche Atmosphäre der Kantine sind Gründe, weshalb lieber der Pizzablitz bestellt wird. Die Qualität des Essens ist an den Schulen sehr unterschiedlich. Insgesamt gibt es oft zu viel Fleisch und als Zwischenverpflegung süße Backwaren und Fast Food. Aber es geht auch anders: Immer mehr Schulen bemühen sich um eine gesunde Verpflegung und beachten die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE, siehe unten). Mehr frisches Gemüse, Obst, Vollkorn und Fisch fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Konzentration beim Lernen.

Gesund und lecker muss nicht teuer sein

Das hat die noch laufende DGE-Studie zu Kosten- und Preisstrukturen in der Schulverpflegung (www.dge.de/fileadmin/public/doc/gv/BMEL-Schulverpflegung-KuPS-Studie-Erste-Ergebnisse.pdf) bewiesen. Demnach kostet ein gesundes Schulessen (nach den Qualitätsstandards der DGE) nur 4 Cent mehr als normal: 5,40 € statt 5,36 €. Da ein Teil der Schulessen bezuschusst wird, entstehen für Eltern durchschnittliche Kosten von 3,20 €. Je mehr Schülerinnen und Schüler das Angebot annehmen, desto günstiger wird auch das Essen. Daher ist es wichtig, nicht nur ein gesünderes Schulessen anzubieten, sondern auch, dass mehr Kinder zugreifen. Mit dieser Checkliste können Sie die Qualität des Schulspeiseplans überprüfen (nach DGE):

Soll Menükomponente Bedingung
generell beachten fettarme Zubereitung  
saisonorientiertes Angebot  
max. 3 Stunden warm halten  
täglich vegetarisches Gericht im Angebot  
Kartoffeln oder Getreide in 5 Tagen mind. 1-mal Vollkorn und max. 1-mal Kartoffelerzeugnisse als Halb- oder Fertigprodukt
Gemüse, Hülsenfrüchte, Salat in 5 Tagen mind. 2-mal Rohkost oder Salat
Wasser  
mind. 2-mal in 5 Tagen Milch und Milchprodukte als Beilage fett- oder zuckerreduziert
Obst  
mind. 2-mal in 10 Tagen Seefisch davon mind. 1-mal fettreich wie Hering oder Makrele
max. 2-mal in 5 Tagen Fleisch/Wurst davon mind. 1-mal mageres Muskelfleisch
max. 1-mal in 5 Tagen frittierte oder panierte Produkte

Bunte Lunchboxen zum Mitnehmen

Für gute Konzentration in der Schule ist nicht nur ein ausgewogenes Mittagessen wichtig, sondern auch ein zweites Frühstück. Bunte und abwechslungsreiche Kombinationen machen es für Kinder spannend. Boxen mit mehreren Fächern helfen beim Sortieren – Kinder mögen kein Chaos auf dem Teller! Um zusätzlich Zeit zu sparen, lässt sich vieles am Vorabend zubereiten. Das kommt bei Kindern gut an:

  • Gemüsesticks, Kirschtomaten und Radieschen sind toll zum Knabbern. Als Dip können Sie Kräuterquark in einem kleinen Schraubglas mitgeben.
  • Obst in Stücke und Schnitze schneiden, das macht es für kleine Hände einfacher. Eventuell mit Zitronensaft beträufeln gegen braune Verfärbung.
  • Auf Spieße gesteckt sehen frische Zutaten nicht nur schöner aus, sondern das Knabbern macht auch mehr Spaß.
  • Selbst gemachte Müsliriegel sind perfekt für schnelle Energie zwischendurch.
  • Bei Pausenbroten immer Vollkorn bevorzugen. Zu kleinen Häppchen geschnitten sehen sie gleich viel appetitlicher aus. Ein Salatblatt zwischen Belag und Brot macht es saftiger.
  • Käsewürfel oder Mozzarella-Kugeln schmecken immer gut.
  • Reste vom Vortag sind eine tolle Abwechslung: Frikadellen, Gemüse-Puffer, Pfannkuchen oder herzhafte Waffeln dienen dann als Fingerfood.
  • Getrocknetes Obst und ungesalzene Nüsse sind natürliches Gehirnfutter.
  • Naturjoghurt in einem kleinen Schraubglas schmeckt toll mit separat verpacktem Müsli. Den Löffel aber nicht vergessen!

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