Das beste Gemüse für mein Kind

Endlich geht es los: Sie und Ihr Baby starten in die Beikost. In der Regel ist das der Gemüsebrei mittags. Aber die Gemüseauswahl ist groß und vielseitig, viele Ballaststoffe können den kleinen Darm noch überfordern – und für Bauchweh sorgen. Mit milden Gemüsesorten gelingt der Start deshalb am besten. Das Babybäuchlein wird mit einem einfachen Gemüsemus an eine festere Mahlzeit gewöhnt – und Ihr Kind an den Löffel. Wenn das gut klappt – und Ihr Baby stets mehr verlangt –, geht’s an den Start-Brei mit Gemüse, Kartoffeln, Öl und Fleisch, Fisch oder Getreideflocken. Welches Gemüse wann am besten schmeckt, das erkläre ich Ihnen in diesem Newsletter.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Ab 5. Monat:

Sanfter Start ins Gemüseglück Tasten Sie sich langsam an die neue Geschmackswelt heran: Die Süßkartoffel ist gut verträglich und erinnert an den süßlichen Geschmack der Muttermilch; Pastinaken enthalten das verdauungsfördernde Inulin und sorgen dafür, dass der Stuhl weiterhin weich bleibt. Fenchel ist besonders mild und wirkt beruhigend aufs empfindliche Bäuchlein. Möhren machen den Stuhl fester. In Kombination mit Kartoffeln wird der Brei cremiger und sättigender. Das bekommt dem Baby jetzt: Pastinaken, Topinambur, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis, Fenchel, Spinat, Tomaten (evtl. gehäutet), Brokkoli, Möhren und Kartoffeln.

Ab 8. Monat:

Gesunde Abwechslung Langsam gewöhnt sich der Darm an mehr „Arbeit“: Jetzt schmecken auch zarte Hülsenfrüchte und unterschiedliche Kohlsorten im Brei. Nutzen Sie die Vielfalt: Paprika enthält viel Vitamin C, Rote Bete liefert Zink, Blumenkohl ist reich an Pantothensäure – eine bunte Auswahl gleicht Vor- und Nachteile einzelner Sorten aus. Zähe Schalen, wie die von Paprika, eventuell noch abschälen. Hülsenfrüchte und Kohl werden mit milden Gewürzen wie Kreuzkümmel, Fenchelsamen oder Anis besser verträglich. Und lieber weich kochen, nicht al dente. Das bekommt dem Baby jetzt: Blumenkohl, Spitzkohl, Zuckererbsen, Chinakohl, Lauch, Paprika, Rote Linsen

Ab 10. Monat:

Kulinarische Entdeckungen Jetzt schmeckt schon bald die ganze Bandbreite – zumindest verträgt Ihr Baby nun alle schonend zubereiteten Gemüsesorten. Nur mit Salz und zusätzlichen Milchprodukten sollten Sie noch sparsam umgehen. Der Brei wird nicht mehr so fein püriert, gegarte und auch rohe Gemüse-Stückchen mag Ihr Kind jetzt auch als Fingerfood. Aber lassen Sie es damit nicht allein: Es könnte sich verschlucken!

Das bekommt dem Baby jetzt: Erbsen, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Champignons, Wirsing, Grünkohl, grüne Bohnen, Rohkost: Blattsalat, Tomaten, Gurken, Möhren, Paprika, Radieschen

Löffeln will gelernt sein

Neben dem neuen Geschmackserlebnis ist auch die Konsistenz völlig fremd für Ihr Kleines: Noch nie hat es so etwas im Mund gefühlt. Geben Sie ihm Zeit und seien Sie selber geduldig. Probieren Sie unterschiedliche Konsistenzen aus: Ist der Brei zu dick, verdünnen Sie ihn mit Wasser. Wenn es gar nicht klappen will, mischen Sie etwas bekannte (Mutter-)Milch in den Brei. Notfalls ergänzen Sie mit etwas Traubensaft oder wenig süßlichem, mildem Obst wie Birne, Melone oder Banane. Für eine volle Mahlzeit geben Sie dem Gemüse-Kartoffelmix eiweißreiches Fleisch, Fisch oder Vollkornflocken und pro Portion 1 EL Rapsöl hinzu. Und nicht vergessen: Je mehr feste Beikost Ihr Baby bekommt, desto mehr Flüssigkeit braucht es. Am besten nach dem Brei etwas Wasser zu trinken geben.

Rezepte zum Ausprobieren