Es lebe das Osterei!

Traditionelle, kirchlich geprägte Feste wie Ostern sind mit vielen Ritualen verbunden. Genau das macht sie zu einem wichtigen Teil des Familienlebens. Ihre Kinder lieben ein Osternest, Ostereier und die geschmückte Ostertafel. Die Vorbereitungen dazu, wie das Auspusten und Bemalen der Ostereier, erhöhen die Vorfreude auf die Feiertage. Unterstützen Sie Ihre Kinder dabei – und genießen Sie diese gemeinsam verbrachte Zeit. Frohe Ostern!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm
Auspusten und Bemalen der Ostereier

Darf man Eier mit dem Mund ausblasen?

Nur wenn man ein paar Vorsichtsmaßnahmen dabei beachtet. Denn rohe Eier sind eine der Hauptquellen für Salmonellen. Die Keime befinden sich vorwiegend auf der Schale, manchmal aber auch im Eigelb. Deshalb rät das Bundesinstitut für Risikobewertung zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen beim Ausblasen von Ostereiern:

  • Ganz frische Eier verwenden – Salmonellen vermehren sich bei Zimmertemperatur schnell.
  • Die Eier sanft mit Spülmittel und warmem Wasser abwaschen. Positiver Nebeneffekt: Die Farben haften besser!
  • Holzspießchen oder Nadeln, mit denen die Löcher gebohrt werden, sollten sauber sein – und danach in Seifenlauge gereinigt werden. Das gilt für alles, was mit dem rohen Ei in Verbindung gekommen ist: Arbeitsfläche und Hände. Statt Spültuch am besten Haushaltspapier benutzen.
  • Die ausgepusteten Eier innen und außen nochmals behutsam mit heißer Seifenlauge reinigen und völlig trocknen lassen.
  • Wer ganz sicher sein will, nimmt Strohhalme, große Einwegspritzen oder kleine Pusteröhrchen (Drogeriemarkt) zu Hilfe.

Übrigens: Leichter lässt sich das Ei auspusten, wenn es mit einem langen Holzspieß von unten her durchstochen wird – das macht das Innere flüssiger.

Kunstwerk für Osterstrauch und Osternest

Wenn alle Eier sauber und trocken sind, kann es losgehen. Der Klassiker sind Wasserfarben und dünne Pinsel. Dafür braucht man eine ruhige Hand und etwas Geduld. Am besten Sie bereiten schon eine Halterung fürs Trocknen vor: lange Holzspieße oder Strohhalme in einen leeren Eierkarton oder ein Stück Styropor stecken. Auf die kann man die fertig bemalten Ostereier aufspießen. Einfacher aufzubringen und sehr dekorativ sind Aquarellkreiden: Man trägt sie auf und verreibt sie sanft. Für richtige Muster sind sie nicht so gut geeignet. Wenn Sie die Farben fixieren möchten, am Ende mit Klarlack überziehen: Dann haben Sie viele Jahre Freude daran. Zum Aufhängen ein Stückchen Streichholz oder Zahnstocher abbrechen, in der Mitte einen Faden festknoten und das Hölzchen ins Pusteloch versenken. Es stellt sich quer und hält den Faden im Ei. Oder Sie nehmen buntes Garn, legen es doppelt, ziehen es mit der Lasche durchs ganze Ei und fixieren es unten mit einer kleinen Perle. Oder Sie legen die kleinen Kunstwerke als Deko ins Osternest!

Was tun mit dem „Puste-Ei“?

Nicht jedes Ei gelingt: Es gibt also jede Menge Flüssigei, das Sie unbedingt verwerten sollten. Entweder als Rührei, in einer Quiche, einem Kuchen oder in unserem Eierkuchen. In der Zwischenzeit gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Wenn die Menge für die schnelle Verwertung zu viel ist, in kleinen Portionen, zum Beispiel in einem Eiswürfelbereiter einfrieren. Ein Ei hat ein Gewicht von etwa 50 Gramm. Sie können also durch Abwiegen auch im Nachhinein die Eierzahl feststellen. Am besten die TK-Box mit der entsprechenden Menge beschriften. Dann können Sie das Flüssigei flexibel einsetzen, wenn Sie es brauchen. Dazu einfach im Kühlschrank auftauen lassen und zügig weiterverwerten. Oder sogar für Rührei aus dem Gefrierfach direkt in die Pfanne. Aber bitte nicht roh essen wie in Tiramisu oder Tatar!

Der Eier-Code

Wollen Sie wissen, wie glücklich die Eier legenden Hühner leben? Die erste Zahl gibt Auskunft über die Haltungsform.

0 - ökologische Erzeugung

1 - Freilandhaltung

2 - Bodenhaltung

3 - Kleingruppenhaltung

DE steht für Deutschland, dann kommt eine Zahlenkombination für Bundesland, Erzeugerbetrieb und Stallnummer. Die Gewichtsklasse – ob S, M, L oder XL – steht nicht auf dem Ei selbst, sondern auf dem Karton. Und ob das Ei weiß, beige oder braun ist, spielt für den Inhalt keine Rolle.