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Cola in der Schwangerschaft – eine flüssige Gefahr für das Baby?

Das Baby isst und trinkt mit. Auch deshalb ist eine bewusste Ernährung in der Schwangerschaft so wichtig. Aber was tun, wenn man an seine tägliche Cola gewöhnt ist? Oder wenn man von der typischen bleiernen Müdigkeit in den ersten Monaten geplagt wird? Dass Cola nicht zu den Top 10 der gesündesten Lebensmittel zählt, ist mittlerweile bei allen angekommen. Aber ab und an ein Gläschen, was soll daran schlimm sein? Cola enthält wie Kaffee Koffein und kann sich bei zu großen Mengen negativ auf das Baby auswirken. Wie viel Cola in der Schwangerschaft erlaubt ist, was die Wissenschaft dazu sagt und ob Cola bei Schwangerschaftsübelkeit eine gute Idee ist, erfahren Sie in diesem Artikel. Außerdem gibt’s hierfür eine gesunde Alternative. Kommen Sie gesund durch die neun Monate!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Wie viel Cola ist in der Schwangerschaft in Ordnung?

Um es vorwegzunehmen: Cola in der Schwangerschaft ist okay! Worauf es ankommt, ist der Koffeingehalt. Cola ist wie Kaffee ein koffeinhaltiges Getränk. Die originale Version hat einen Koffeingehalt von etwa 10 Milligramm (mg) pro 100 Milliliter (ml). Auf ein Glas gerechnet (250 ml) wären das 25 mg Koffein. Der Koffeingehalt variiert von Marke zu Marke und reicht von 10 mg bis 25 mg pro 100 ml. Aber was sagen diese Zahlen aus? 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist auf die Empfehlungen der European Food Safety Authority (EFSA) hin. Diese rät Schwangeren, die tägliche Dosis von 200 mg Koffein nicht zu überschreiten. Was im Alltag häufig vergessen wird, ist, dass auch andere Lebensmittel Koffein enthalten. Die Tabelle liefert eine Übersicht der Koffeingehalte in Lebensmitteln:

GetränkKoffeingehalt in mg ca.
eine Tasse Filterkaffee (200 ml)90
ein Espresso (60 ml)80
Energydrink (250 ml)80
eine Tasse schwarzer Tee (200 ml)45
eine Tasse grüner Tee (200 ml)30
ein Glas Cola (250 ml)25
ein Stück Zartbitterschokolade (50 g)25
ein Stück Vollmilchschokolade (50 g)10

Hält man an dem Grenzwert von 200 mg Koffein fest, dann dürften Sie am Tag zwei Liter Cola trinken. Berücksichtigen Sie jedoch, dass dies für die originale Cola gilt; verschiedene Sorten haben unterschiedliche Koffeingehälter und auch andere Lebensmittel haben von Natur aus Koffein (s. Tabelle). 

Mit einem Blick auf die Zutatenliste wird jedoch schnell klar, dass literweise Cola am Tag keine gute Idee ist. Gerade die in der Cola enthaltene Phosphorsäure ist sehr umstritten. Neueren Studien zufolge schädigt ein erhöhter Phosphatwert im Blut die Innenwände der Blutgefäße und erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die enthaltene Zitronensäure wird zunehmend kritisch gesehen, da sie Mineralstoffe aus dem Zahnschmelz löst, ihn aufweicht und zum Verlust von Zahnsubstanz führt.

Wenn Sie über den Tag gerne Kaffee oder Grün- bzw. Schwarztee trinken, sollten Sie nicht unbedingt noch Cola auf die Getränkeliste setzen. Wer gelegentlich ein Glas Cola trinkt, darf dies aber auch weiterhin in vollen Zügen genießen. Wenn Sie nur auf den Süßekick aus sind, lohnt es sich, eine zucker- und koffeinfreie Variante zu trinken.

Hier ist eine spritzige koffeinarme Alternative: Milder grüner Tee sorgt für ein wenig Koffein und ist gleichzeitig sehr gut verträglich. Viel Vitamin C in Johannisbeernektar macht zusätzlich fit. Ingwer regt an und hilft gegen Übelkeit.

Und so wird’s gemacht: 0,5 l Wasser mit Ingwer etwa 5 Min. kochen. Dann vom Herd nehmen. 2 TL Grüntee zugeben und 10 Min. ziehen lassen. Absieben und kalt stellen. Dann mit ¼ l schwarzem Johannisbeernektar mischen, kalt stellen und portionsweise mit ein wenig Sprudel mischen.

Was sagt die Wissenschaft zu Cola in der Schwangerschaft?

Koffein ist ein natürlicher Wachmacher und kommt in Kaffee- und Kakaobohnen sowie in Teeblättern vor. Wir machen täglich von der aufputschenden Wirkung Gebrauch: Kaffee am Morgen und während des Mittagstiefs und Cola als alkoholfreie Variante am Abend und zum Feiern bei Familie und Freunden. Aber was passiert mit Koffein im Körper einer Schwangeren? 

In der Schwangerschaft gelangt das Koffein ungehindert über die Nabelschnur und die Plazenta in die Blutbahn des Babys. In kürzester Zeit hat das Kind die gleiche Menge Koffein im Blut wie die Mutter. Auch die Wirkung ist dieselbe: Der Herzschlag ist schneller und das Nervensystem wird stimuliert. Der Unterschied? Dem Baby fehlen die Enzyme, um Koffein abzubauen; so kann der Organismus die Substanz nur langsam loswerden. Daher bleibt der Koffeinspiegel beim Baby viel länger erhöht als bei der Mutter. 

Wichtig: Koffein wirkt beim Ungeborenen ähnlich wie bei der Mutter.

Die Datenlage reicht derzeit nicht aus, um eine klare Zahl zu nennen, ab welcher Menge Koffein in der Schwangerschaft ein Risiko für das ungeborene Baby darstellt. Laut der DGE sollten Schwangere „koffeinhaltige Getränke nur in moderaten Mengen trinken“ . In Studien wurde eine dosisabhängige Verbindung zwischen der Zufuhr von Koffein in der Schwangerschaft und verschiedenen Auswirkungen auf den Fötus gefunden. Dazu zählten:

  • Wachstumsverzögerungen
  • niedrigeres Geburtsgewicht
  • erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt ab 300 mg Koffein pro Tag

Eine norwegische Studie, die 2018 veröffentlicht wurde, kam zu folgenden Erkenntnissen:

Wenn die Schwangeren mehr als 200 mg Koffein am Tag zu sich nahmen, war dies für das Baby ab den ersten Lebensmonaten mit einer schnelleren Gewichtszunahme und einem höheren Gewicht während der gesamten Kindheit verbunden. 

Am Ende weisen die Autoren der Studie darauf hin, dass ihre Ergebnisse die Empfehlungen stützen, die Koffeinaufnahme während der Schwangerschaft zu begrenzen und zwar auf weniger als 200 mg Koffein pro Tag.

Cola in der Schwangerschaft bei Übelkeit 

Cola hilft uns nicht nur wach zu bleiben, sondern ist für manche auch das Anti-Übelkeits-Mittel erster Wahl. Gerade im ersten Trimester werden viele Schwangere von Übelkeit heimgesucht. Vielleicht haben Sie selbst schon im Internet nach geeigneten Hausmitteln gesucht und sind öfter über den Cola-Tipp gestolpert. Das Getränk kann durchaus gegen Übelkeit helfen, jedoch ist vielen Frauen nicht bewusst, dass Cola gleich zwei Nachteile hat: Koffein und einen hohen Zuckergehalt. 

Cola hat einen Zuckergehalt von 10,6 g Zucker auf 100 ml. Bei einem Glas (250 ml) sind das 26,5 g Zucker. Um es bildlich auszudrücken: In diesem Glas stecken 9 Stücke Würfelzucker. So übersteigt schon der Genuss von einem Glas Cola die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Tageshöchstdosis von sechs Teelöffeln oder 25 Gramm Zucker.

Ein Zuviel an Cola führt am Ende des Tages nicht nur zu einer hohen Zuckeraufnahme, sondern meistens auch zu einer erhöhten Energieaufnahme. Dies wiederum sorgt über einen längeren Zeitraum für die ungeliebte Gewichtszunahme. Gerade in der Schwangerschaft sollten Sie jedoch nicht für zwei essen, sondern besonders vitamin- und mineralstoffreich, also vollwertig. Wer vor der Schwangerschaft schon etwas zu viel wiegt, sollte darauf achten, dass die Gewichtszunahme eher mäßig ausfällt.

Durch den intensiven Stoffwechsel und die Hormonumstellung in der Schwangerschaft kann es zu einem Schwangerschaftsdiabetes kommen. Dann reagiert die Zelle nicht mehr so gut auf das Hormon Insulin, das dafür sorgt, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt. So bleibt der Blutzuckerspiegel erhöht. Der Zucker in Cola sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt. Daraufhin wird Insulin ausgeschüttet und der Blutzuckerspiegel fällt wieder. Heißhunger entsteht und auf Dauer erhöht sich das Risiko eines Schwangerschaftsdiabetes. Hier heißt es also, den Blutzuckerspiegel im Lot zu halten. 

Wer nach einem geeigneten Hausmittel gegen Schwangerschaftsübelkeit sucht, sollte Ingwer ausprobieren.

Fazit 

Cola in der Schwangerschaft schadet Ihrem Baby nicht, wenn sie in geringen Mengen getrunken wird. Sie müssen also bei dem Genuss von einem Glas Cola kein schlechtes Gewissen haben. Wer an Schwangerschaftsübelkeit leidet, sollte Ingwer als Hausmittel bevorzugen, da Cola einen hohen Zuckergehalt hat. Auch Frauen, die unter Schwangerschaftsdiabetes leiden oder ein erhöhtes Risiko haben, einen zu entwickeln, sollten die Finger davonlassen.

Die maximale Dosis von 200 mg Koffein am Tag sollten Sie einhalten. Und denken Sie daran: Cola ist kein Durstlöscher! Hierfür stehen (Mineral-)Wasser und ungesüßte Kräutertees an erster Stelle. Wer hin und wieder eine Cola trinken möchte, kauft am besten eine zucker- und koffeinfreie Variante. Genießen Sie die weitere Kugelzeit!

Quellen:
www.efsa.europa.eu/sites/default/files/corporate_publications/files/efsaexplainscaffeine150527de.pdf (zuletzt abgerufen am 02.06.2020)
www.gesund-ins-leben.de/inhalt/koffeinhaltige-getraenke-in-der-schwangerschaft-29555.html (zuletzt abgerufen am 02.06.2020)
www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/schwangere-stillende/handlungsempfehlungen-zur-ernaehrung-in-der-schwangerschaft/ (zuletzt abgerufen am 02.06.2020)
www.ernaehrungs-umschau.de/fileadmin/Ernaehrungs-Umschau/pdfs/pdf_2013/08_13/EU08_2013_M466_M474.qxd.pdf (zuletzt abgerufen am 02.06.2020)
www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/a-0713-1058 (zuletzt abgerufen am 02.06.2020)

Dagmar von Cramm

Unsere Ernährungs-Expertin
hat bereits zahlreiche Bücher
und Zeitschriften über gesunde
Ernährung und Kochen veröffentlicht.
Ihr Spezialgebiet? Essen mit Kindern – schließlich ist sie nicht nur Food-Journalistin und Ernährungs-Wissenschaftlerin, sondern auch dreifache Mutter!

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