Baby wird mobil

Bewegung tut gut. Aber auch dem Baby? Wie viel ‚Sport’ darf es sein? Und wie bringe ich mein Kind in Bewegung, wenn es noch nicht einmal sitzen oder stehen kann? Wichtig ist vor allem, es nicht zu lange im Babysitz oder Hochstuhl zu lassen – das macht die Muskeln träge. Geben Sie ihm Gelegenheit, sich auszutoben. Sie werden staunen, was es schon alles kann!

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Bewegung fördert die geistige Entwicklung

Babys lieben es, ihre Umgebung mit allen Sinnen zu erkunden. Das schult ihre motorischen Fähigkeiten. Strampeln, krabbeln und mit den Armen rudern dient aber nicht nur dem Erlernen von Sitzen, Stehen und Gehen, sondern fördert auch die geistige Entwicklung und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus. Daher ist es wichtig, Ihr Baby an Bewegung zu gewöhnen. Babysafe und Stuhl sind wirklich nur für Autofahrten oder zum Essen sinnvoll. Geben Sie Ihrem Kind Bewegungsraum, lassen Sie wildes Strampeln und Strecken gerne zu – das mobilisiert die kleinen Gelenke. Und wer sich tagsüber ‚austobt’, der kann auch in der Nacht besser schlafen.

Babysport – ja oder nein?

Kurse wie Babyturnen oder -schwimmen sind eine tolle Möglichkeit, Ihr Kind an Bewegung heranzuführen. Ganz nebenbei tut das auch Ihrer Fitness gut. Vergessen Sie aber nicht, dass immer der Spaß im Vordergrund steht. Sie sollten Ihr Kind nicht überfordern oder in Positionen bringen, die es noch nicht selber beherrscht. Ein großer Pluspunkt von Kursen ist der Austausch mit anderen Eltern. Und auch die Kleinen lernen bei Spiel und Spaß Gemeinschaft kennen. Probieren Sie aus, was Ihnen beiden bekommt.

Lernhilfen und Laufstall – sinnvoll oder schädlich?

Ein Laufstall ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie Ihr Kind für kurze Zeit sicher unterbringen möchten. Solange es noch nicht alleine sitzen oder stehen kann, hat es darin mehr Möglichkeiten, sich zu bewegen, zu drehen, sich hochzuziehen und zu spielen. Am besten ganz in Ihrer Nähe. Später, wenn es krabbeln kann, sollte es nur für kurze Zeit dort „aufgehoben“ werden. Mit Lauflernhilfen durch die Wohnung sausen macht natürlich großen Spaß, kann aber gefährlich sein und zu Unfällen führen. Achten Sie darauf, dass das Tempo verstellbar ist. Außerdem ist die Art der Bewegung nicht natürlich und stört die motorische Entwicklung Ihres Babys. Das eigentliche Laufenlernen klappt aber immer noch am besten ganz klassisch mit Mama und Papa.

Checkliste für einen guten Laufstall

  • ... keine scharfen Kanten oder spitzen Ecken, die Ihr Baby verletzen können
  • ... keine Kleinteile, die verschluckt werden können
  • ... stabile und eng gebaute Stäbe, damit der Kopf nicht dazwischenpasst
  • ... schadstofffreie Materialien (z.B. Holzlasur an den Stäben)
  • ... feststellbare Rollen, sofern vorhanden
  • ... eine angegebene maximale Traglast
  • ... eine weiche Matte am Boden
  • ... höhenverstellbare Gitter
  • ... eine Mindestgröße von 120 x 120 cm