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Alles rund um den Abendbrei: Grundrezept und Tipps

Ende des 5., spätestens aber im 7. Monat bekommt Ihr Baby abends einen Milch-Getreidebrei mit etwas Obst. Das ist wichtig, um den erhöhten Nährstoffbedarf in diesem Wachstumsstadium zu decken. Vor allem Eisen und Zink sind jetzt wichtig für ein gesundes Wachstum. In diesem Artikel verrate ich Ihnen die besten Zutaten, die richtige Zubereitung und die passenden Mengen für den Abendbrei und versuche, alle Fragen zu beantworten.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

1. Ab wann gibt es den Abendbrei?

Nachdem der Gemüsebrei – mit Fleisch, Fisch, Ei oder Vollkorn – mittags ab Beginn des 5. Monats eingeführt wurde und Ihr Baby sich an ihn gewöhnt hat, wird es nun Zeit für den Abendbrei. Optimal ist eine Einführung zwischen dem 5. und 7. Monat, weil die Einführung von glutenhaltigen Getreideflocken in dieser Zeit das Risiko vermindert, eine Unverträglichkeit gegen Gluten bzw. eine Zöliakie zu entwickeln.

Getreidevollkorn versorgt außerdem gut mit Eisen und Zink. Und genau diese Mineralstoffe werden im 2. Lebenshalbjahr knapp: Die Speicher, die Ihr Baby bei der Geburt mitgebracht hat, sind leer und Muttermilch enthält wenig Eisen und Zink. Außerdem verträgt Ihr Baby im 2. Lebenshalbjahr Kuhmilch in begrenzter Menge. Die sorgt für reichlich Kalzium.

2. Was kommt in den Abendbrei?

Der Abendbrei besteht aus Vollkorn-Getreideflocken ohne Zusätze, Vollmilch und einer ungesüßten Fruchtkomponente. Das sind entweder 2 EL weiches Obst oder Direktsaft. Verwenden Sie rohes Obst, sollten Sie es einmal gemeinsam mit den Getreideflocken aufkochen.

Instant-Abend- oder -Milchbrei enthält oft zusätzlich Aromen, süßende Zutaten und Milchpulver. Das sollte man auf keinen Fall mit Frischmilch kombinieren: Das wäre zu viel Eiweiß. Also am besten auf die Zutatenliste achten.

Alternativ gibt es den Getreide-Milchbrei auch im Gläschen. Auch hier sollten Sie auf die Zutatenliste schauen. Aber weil er so einfach herzustellen ist, hat das wenig Bedeutung. Im Folgenden finden Sie ein Rezept, mit dem Sie den Abendbrei ganz leicht selber machen können.

3. Grundrezept: So können Sie Abendbrei selber machen

Für den Abendbrei benötigen Sie:

  • 200 ml Vollmilch
  • 20–25 g Getreideflocken
  • 2 EL (Apfel-)Direktsaft oder 2 EL weiches Obst oder 2 EL Fruchtpüree

Zubereitung:

  1. In einem kleinen Topf 100 ml Milch mit den Getreideflocken verrühren.
  2. Die Mischung unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zum Kochen bringen. Wer frisches Obst verwendet, gibt dieses nun zum Brei. Je nach Flocken bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten kochen lassen.
  3. Den Topf vom Herd ziehen. Die restliche Milch unter den Brei rühren – und Obstmus oder -saft, wenn nicht rohes Obst verwendet wurde.

Im Folgenden erfahren Sie noch mehr über die ideale Auswahl an Zutaten und verschiedene Variationen.

4. Vorteile von Brei mit Milch

Vollmilch, ob Frischmilch aus dem Kühlregal oder H-Milch, ist in größeren Mengen für Säuglinge unter einem Jahr nicht geeignet. Ausnahme ist eine maximale Menge von 200 ml im Abendbrei. Milch versorgt Ihr Kind auch später optimal mit Kalzium und hält die Laktase-Aktivität im Darm aufrecht. Die Laktase ist ein Enzym, das die Laktose (Milchzucker) in der Milch abbaut. Muttermilch enthält 7 g Milchzucker, Kuhmilch 4,8 g. Ein gestillter Säugling hat also eine sehr aktive Laktase. Wenn Ihr Kind weiterhin Milch trinkt, wird es später Kuhmilch wahrscheinlich besser vertragen. Ausnahme ist eine genetisch bedingte Laktose-Unverträglichkeit, die in Mittel- und Nordeuropa selten vorkommt.

Milch ist ein natürliches Lebensmittel, die Bioverfügbarkeit der in ihr enthaltenen Nährstoffe ist sehr hoch. Das heißt, dass der Körper Ihres Babys Vitamine, Mineralstoffe und Proteine besonders gut verwerten kann. Milchfett scheint außerdem das Risiko für Unverträglichkeiten zu senken. Besonders viel wertvolle Fette enthält Heu- oder Weidemilch.

Achtung: Fettarme Milch ist ungeeignet und alternative Pflanzenmilch ist kein Ersatz: Sie enthalten zu wenig Kalzium, Fett und Eiweiß und zu viel süße Kohlenhydrate. Der Brei für Babys mit Allergierisiko sollte statt mit Kuhmilch lieber mit HA-Säuglingsmilchnahrung zubereitet werden.

5. Welche Getreideflocken sollte ich für den Abendbrei verwenden?

Um späteren Allergien vorzubeugen, sollten Sie zwischen verschiedenen Getreideflocken variieren. Sie beginnen beispielsweise mit zarten Haferflocken und nach einigen Tagen, wenn Ihr Kind sie gerne isst und gut verträgt, benutzen Sie feine Hirseflocken. Dann verwenden Sie feine Mehrkornflocken (zum Beispiel aus Dinkel und Hafer) und dann wieder Hafer.

Wichtig: Verwenden Sie unbedingt auch glutenhaltige Getreidesorten wie Hafer, Weizen, Dinkel und Gerste. Das senkt das Risiko für eine Gluten-Unverträglichkeit.

Hirse, Mais, Reis, Amaranth und Quinoa sind glutenfrei. Auch diese Sorten darf es natürlich zwischendurch geben. Dabei sind Reis und Mais nicht ganz so mineralstoffreich wie die anderen Körner. Getreideflocken speziell für Säuglingsnahrung sind besonders streng kontrolliert und in der Regel instant – also schnell löslich. Aber Sie können auch zu einfachen Bio-Getreideflocken greifen. Die müssen manchmal etwas länger quellen.

6. Dieses Obst eignet sich für den Abendbrei

Das Obst bzw. der Saft sind wichtig, weil das enthaltene Vitamin C die Aufnahme von Eisen und Zink fördert. Studien zeigen, dass eine frühe Vielfalt in der Ernährung dazu führt, dass Kinder neue Lebensmittel leichter annehmen. Deshalb sollte auch beim Fruchtzusatz zum Brei variiert werden.

Hier können Sie je nach Saison verschiedene Zutaten verwenden, wie zum Beispiel:

  • Himbeeren
  • Erdbeeren
  • Pfirsiche
  • Orangen
  • frisch gepresster Orangensaft
  • Apfel- oder Birnendirektsaft
  • geraspeltes Obst

Direktsaft bedeutet: Der Saft ist nicht aus Konzentrat hergestellt, sondern direkt vor dem Abfüllen aus frischen Früchten gepresst worden. Anfangs sollten Sie rohes Obst einmal im Brei aufkochen – nach dem 6. Monat ist das nicht mehr nötig. Fruchtpüree aus dem Glas ist bereits erhitzt, Saft auch. Später sind frisch gepresster Saft und rohes Obst vorzuziehen, weil darin noch alle Nährstoffe enthalten sind.

Tipp: Saft erleichtert die Gewöhnung an den Brei, weil das Baby noch keine stückige Konsistenz gewöhnt ist.

7. Weitere Antworten auf die häufigsten Fragen

Wie viel Abendbrei braucht mein Baby?
Zu Beginn isst Ihr Baby vielleicht nur ein paar Löffel Brei und will danach lieber an der Brust trinken. Nach und nach akzeptiert es den Brei. Sie können also mit der halben Portion beginnen und dann langsam steigern. Füttern Sie immer so viel, wie Ihr Baby möchte. Aber nach der ganzen Portion sollte es satt sein. Wärmen Sie den Milchbrei nicht mehr auf – er ist dann nicht ungesund, sondern schmeckt einfach nicht mehr frisch.

Gibt es einen Ersatz für Abendbrei?
Sind in Ihrer Familie Allergien verbreitet, rät Ihr Arzt zu HA-Milch. In dieser sind die Proteine so gespalten, dass das Immunsystem sich nicht gegen sie wehrt. Sie können auch Muttermilch abpumpen und mit dieser den Brei herstellen. Dafür Instant-Getreideflocken für Säuglinge verwenden: Die müssen nicht mehr kochen, sondern quellen auch bei Temperaturen von etwa 37 Grad – höher sollte man Muttermilch nicht erhitzen.

Eine weitere Möglichkeit: erst abends einen Getreide-Obstbrei geben. Dazu ebenfalls

  • 20 g Flocken mit 100 ml Wasser aufkochen
  • und dann mit 100 g Obst und 1 TL Öl pürieren.

Dieser Brei wird in der Regel nachmittags als 3. Brei gegeben. Aber Sie können die Reihenfolge umdrehen. Dann gibt es den Milch-Getreidebrei eben etwas später.

Kann ich den Abendbrei auch mit der Flasche füttern?
Wenn Ihr Baby Säuglingsmilchnahrung mit der Flasche bekommt, dann ist der Schritt zum Trinkbrei nahe. Dazu wird dann statt Obstmus Saft zugegeben – der geht durch den Breisauger. Das war vor 20 Jahren auch die Regel, denn es ist bequemer für Mutter und Kind. Doch die Gefahr, dass die abendliche Nuckelflasche zur Gewohnheit wird, ist groß. Deshalb raten Kinderärzte und Ernährungsexperten eher zum Löffelbrei. Das ist für Stillbabys ohnehin besser: Sie kommen im Prinzip ganz ohne Flasche aus.

Muss mein Kind zum Abendbrei etwas trinken?
Wenn die Kost fester wird, steigt tatsächlich der Flüssigkeitsbedarf. Deshalb sollte Ihr Kind am besten ein paar Schlückchen Wasser trinken. Nicht immer klappt das. Am besten, Sie versuchen es vor dem Essen. Sie können es auch mit handwarmem Wasser versuchen, das Sie vorher aufgekocht haben. Denn wenn Ihr Baby zu wenig Flüssigkeit bekommt, kann es zu Verstopfung kommen.

Schläft mein Kind besser durch mit dem Abendbrei?
Darauf lässt sich keine pauschale Antwort geben. Im Volksmund wird gesagt, dass eine sättigendere Mahlzeit am Abend dazu führt, dass das Kind besser durchschläft. Denn der Milchbrei enthält mehr Kalorien und hält länger vor als eine Stillmahlzeit oder eine Flasche Säuglingsmilchnahrung. In Studien konnte dieser Zusammenhang jedoch nicht gezeigt werden. Wacht das Kind auf, weil es das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung und noch keinen richtigen Tag-Nacht-Rhythmus gefunden hat, hilft auch kein Brei. Deshalb sollten Sie nicht früher den Brei geben und weniger stillen, in der Hoffnung, das Baby schliefe dann durch, sondern erst, wenn das Kind bereit dazu ist.

Dagmar von Cramm

Unsere Ernährungs-Expertin
hat bereits zahlreiche Bücher
und Zeitschriften über gesunde
Ernährung und Kochen veröffentlicht.
Ihr Spezialgebiet? Essen mit Kindern – schließlich ist sie nicht nur Food-Journalistin und Ernährungs-Wissenschaftlerin, sondern auch dreifache Mutter!

Fragen und Antworten zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

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