Auto-Kindersitze: So fährt der Nachwuchs sicher mit

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Die Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema. Nicht nur beim Spazierengehen, sondern auch im Auto müssen Kinder geschützt sein. Daher ist der optimale Kindersitz von großer Bedeutung. Ein Autounfall mit einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern kann für ein Kind lebensbedrohlich sein. Grund dafür ist, dass die Kleinen der Wucht eines Aufpralls nicht standhalten können. Deshalb sollten Eltern die Sitzmöglichkeit für ihren Nachwuchs sorgfältig auswählen. Der perfekte Kindersitz mit dem optimalen Sicherungssystem schützt Ihr Kind.

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Auto-Kindersitze passen sich an die Körpergröße an. Der Nachwuchs befindet sich in einer leicht erhöhten Sitzposition. Der Kopf ist durch besondere seitliche Stützen zusätzlich abgestützt. Sie bieten den Kleinen einen umfassenden Schutz während der Fahrt. Diese Babyschalen sind nicht fest im Fahrzeug montiert. Eltern können die Sitze einfach in den Pkw hineinbringen und wieder herausnehmen.

Diese Sitze sind für Kleinkinder bis zu einer Körpergröße von 13 Kilogramm vorgesehen. Die meisten Modelle werden auf der Rückbank entgegen der Fahrtrichtung befestigt, da nur so ein wirksamer Schutz für die Kleinen besteht. Die Positionierung der Babyschale auf dem Beifahrersitz ist generell nicht gestattet.

Sitze für größere Kinder werden in der Regel durch den Sitzgurt der Rückbank oder des Beifahrersitzes fixiert. Eine weitere Möglichkeit ist die Befestigung des Kindersitzes mittels eines sogenannten ISO-Fixes. Dabei handelt es sich um ein besonderes Haltesystem für einen abgewandelten Kindersitz. Er garantiert die sichere Fixierung von Kinder- und Autositz. Kommt es zum Unfall, so wird die Bremsverzögerung des Pkw direkt auf den Kindersitz übertragen.

Augen auf beim Kindersitz-Kauf

Wen sich Nachwuchs ankündigt, suchen die die werdenden Eltern Geschäfte für Kinderausstattung auf. Ganz oben auf der Anschaffungsliste stehen Babyschalen und Kindersitze. Hier sehen sich die baldigen Eltern einem enormen Angebot von Kindersitzen gegenüber. Bei der großen Auswahl an Pkw-Sitzmöglichkeiten existieren zahlreiche Unterschiede in Sachen Ausstattung, Qualität und Preis.

In erster Linie sollten Mütter und Väter auf die Prüfzeichen an den Sitzen achten. In Deutschland ist es Vorschrift, dass der Nachwuchs bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr beziehungsweise einer körperlichen Größe bis zu 1,50 Metern bei Fahrten in einem Fahrzeug durch einen Kindersitz gesichert werden muss. Insbesondere sogenannte Babyschalen müssen über ein gültiges Prüfsiegel verfügen. Nach Angaben des ADAC dürfen ausschließlich Babysitze genutzt werden, die der Norm ECE 44/03 oder 44/04 entsprechen. Modelle mit einem Siegel der Norm 44/01 oder 44/02 sind nicht mehr zugelassen.

Welche Kindersitz-Modelle gibt es?

Autositze gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Sie unterscheiden sich in Funktionsweise und Form. Neben Babyschalen und den sogenannten „Reboard“-Sicherheitssystemen gibt es auch vorwärtsgerichtete Sitzgelegenheiten und Sitzerhöhungen für Kinder. Einige Fahrzeuge der neuen Generation verfügen bereits über spezielle Sitzvorrichtungen für den Nachwuchs. Dennoch empfiehlt sich die Anschaffung eines gesonderten Kindersitzes. Nur er lässt sich individuell an das Wachstum des Kindes anpassen.

Bei einem Reboard-System sitzt das Kind mit dem Rücken zum Fahrer auf der Rücksitzbank. Hierbei kann das Kind liegen oder sitzen. Daher raten Verkehrsexperten zum Transport der Kleinen in diesem System bis zum dritten Lebensjahr.

Der nach vorne gerichtete Kindersitz ist der Klassiker. Er eignet sich insbesondere für ältere und damit auch größere Kinder. Wächst der Nachwuchs aus dem Auto-Kindersitz heraus, sollten Eltern eine Sitzerhöhung anschaffen. Sie kann unkompliziert mit dem Sicherheitsgurt gesichert werden. Sie bieten so optimalen Schutz, vorausgesetzt der Kopf des Kindes ragt nicht über die Rücklehne des Fahrzeuges. Ist das der Fall, sollte die Kopfstütze des Wagens der Größe des Nachwuchses angepasst werden. Besitzt das Fahrzeug keine Kopfstütze, ist eine Nachrüstung unbedingt notwendig.

Gute Kindersitze sind nicht nur sicher, sondern für die Kleinen auch sehr komfortabel. Ein Nickerchen, Schmökern in einem Bilderbuch oder kleinere Basteleien während der Fahrt sind so kein Problem.

Achtung! Vorsicht beim Kauf gebrauchter Auto-Kindersitze

Qualität hat ihren Preis. Das gilt insbesondere beim Kauf eines hochwertigen Kindersitzes. Nach den Ausgaben für Erstausstattung und Kinderzimmer neigen daher viele Eltern dazu, sich im Internet nach gebrauchten Pkw-Sitzmöglichkeiten für den Nachwuchs umzusehen. Doch hierbei ist Vorsicht geboten. Wer mit der Nutzung eines gebrauchten Modells liebäugelt, sollte nur einen Kindersitz aus dem Verwandten- oder Freundeskreis nutzen. Nur so können die Eltern sicher sein, dass die Auto-Kindersitze nicht bereits einem Aufprall standhalten mussten.

Außerdem sollten Mütter und Väter die Finger von Kindersitzen lassen, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren in einer Abstellkammer oder dem Dachboden lagerten. Das Material kann im Laufe der Zeit spröde werden und kaum sichtbare Risse aufweisen. Bei einem Unfall ist so kein zuverlässiger Schutz gegeben. Zusätzlich ist auf die Funktionstüchtigkeit der Verschlusssysteme zu achten.

Abschließend empfiehlt sich ein Blick auf die Prüfzertifikate der gebrauchten Kindersitze. In der Mehrzahl der Fälle entsprechen diese Normen nicht mehr den heutigen gesetzlichen Bestimmungen.