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Qualität

Schroffe Felsen, Regen und feinster Lachs

An der von Sturm und Regen zerzausten Küste der Insel Lettermore öffnet sich nach Westen der Horizont des Atlantik, dessen Wellen erst in Amerika wieder Land finden. Die Wasserqualität ist die beste in der Europäischen Union, der mehrere Meter hohe Tidenhub der Gezeiten zwischen Ebbe und Flut erzeugt permanente Strömung und stetigen Wellengang, es gibt weder starken Frost noch zu heiße Temperaturen im Sommer. Hier lässt Seán Gavin seine Lachse aufwachsen. Unter kontrolliert biologischen Bedingungen schwimmen sie mit viel Platz in glasklarem Wasser. Der Mittfünfziger ist Geschäftsführer von Irish Sea Spray, dem größten Produzenten von Biolachs in Irland, der sogar vom Demeter-Verband Naturland zertifiziert ist. 1988 wurde Irish Sea Spray von Michael Muhr gegründet, einem Deutschen, der aus dem Sauerland stammt. Die Lachszucht nach Bio-Richtlinien spielte damals noch keine Rolle. Heute exportiert Irish Sea Spray  achtundneunzig Prozent seiner Jahresproduktion vor allem nach Italien, Frankreich und – nach Deutschland. Auch real führt die edlen Biolachsfilets sowie der hoch aromatische Räucherlachs aus Lettermore im Sortiment. Sie zeichnen sich aus durch einen besonders geringen Fettanteil, ein sehr kräftiges Fleisch mit ausgeprägter Muskelstruktur, reichlich Omega-3-Fettsäure sowie durch einen intensiven, eigenständigen Geschmack. Zudem ist jede einzelne Packung online lückenlos rückverfolgbar.

1996 begannen Muhr und Gavin mit der Umstellung auf Bioproduktion, denn das Bewusstsein für nachhaltige Lebensmittel begann sich vor allem in Deutschland zu ändern – und auch andernorts wurde Lachs zu einem globalen Milliardengeschäft. Immer größere Lachsfarmen in Norwegen, Osteuropa und Thailand machten den irischen Züchtern das Leben schwer. Die Preise fielen und fielen. Und so besann sich Muhr gemeinsam mit seinem Geschäftsführer auf die Stärke der westirischen Region am Atlantik. Sie ist das Gegenmodell zur globalen, arbeitsteiligen Industrieproduktion. Im Westen Irlands gibt es entlang der gesamten Küste keine Industrie und nirgends Fabriken. Dazu sind die Wege sehr kurz – und das ist für die Qualität ebenso wichtig wie für die Umwelt: „Die Lachse wachsen zwischen zwanzig und dreißig Kilometer vor der Küste im tiefen Wasser auf, und der LKW braucht vom Hafen, an dem die Kutter anlegen, bis in die Verarbeitung zum verpackten Produkt nur zehn Minuten“, erzählt Seán Gavin. „Wir sind ein kleiner, spezialisierter Betrieb mit Abnehmern, die zu uns passen müssen. Wir können keine Discounter bedienen, und wir wollen das auch gar nicht. Wir wollen höchste Qualität nach ethisch höchsten Standards produzieren. Das ist gut für die Kunden, gut für die Fische, die Umwelt und gut für uns. Wenn wir wachsen, dann langsam und organisch.“ Diese Haltung passt ideal zur nachhaltigen real Vision „Das Gute leben.“.

Fotograf: Johannes Grau