Gin

Gin ist ein Schnaps, der aus Getreidebrand produziert und mit den sogenannten Botanicals wie Wacholder versetzt wird. Er stammt ursprünglich aus den Niederlanden. Weltweit bekannt wurde er durch die Mischung von Gin und Tonic, welche bei den britischen Soldaten während des kolonialen Zeitalters in Indien sehr beliebt war. Die Spirituose kann sowohl pur als auch als Mischgetränk konsumiert werden.

    Herstellung

    Es gibt drei Methoden der Gin-Herstellung. Die Basis für alle drei Varianten ist die Gewinnung von Alkohol aus Getreide (oder in wenigen Fällen aus der Melasse des Zuckerrohrs). Anschließend wird dem Alkohol sein Aroma durch die Zugabe der sogenannten Botanicals verliehen.

    Die drei möglichen Verfahren sind:

    • Perkulation (Mehrfacharomatisierung): Alkohol wird zu Dampf erhitzt und in diesem Zustand durch die Botanicals geleitet. Dieses Verfahren ist das einzig anerkannte Destillierverfahren von Gin in der EU.
    • Mazeration (Kaltauszug): Botanicals werden direkt in flüssigen Alkohol gegeben und darin gelagert. Anschließend wird der Alkohol gefiltert und verdünnt.
    • Digestion (Heißauszug): Der flüssige Alkohol wird zusammen mit den Botanicals gekocht. Bei 70 Grad Celsius entfalten sich die Aromen.

    Die verschiedenen Gin-Sorten

    Innerhalb der EU ist seit 2008 in der Spirituosenverordnung festgelegt, welche Gin-Sorten einer Art Reinheitsgebot entsprechen. In Europa zulässige Gin-Kategorien sind:

    • London Dry Gin: Diese Sorte stammt nicht etwa aus London, sondern bezeichnet einen mehrfach destillierten Gin ohne Zugabe von Farbstoffen und Zucker. London Dry Gin ist die älteste existierende Gin-Kategorie. Alkoholgehalt: 37,5 bis 70 Volumenprozent Bekannte Marken: Bombay Sapphire, Tanqueray, Gordon’s
    • Dry Gin (Destilliert): Dry Gin wird oft mit dem ähnlich klingenden London Dry Gin verwechselt. Der Unterschied liegt hier bei der Herstellung: Die Botanicals dürfen auch vor oder nach der Destillation des Alkohols hinzugegeben werden. Des Weiteren ist die Zugabe von naturähnlichen Farb- und Aromastoffen sowie Zucker erlaubt. Alkoholgehalt: mindestens 37,5 Volumenprozent Bekannte Marken: Monkey 47, Gin Mare, Granit Bavarian Gin, The Duke, Hendrick’s
    • Sloe Gin: Diese Gin-Sorte wird nach der EU-Verordnung zu den Likören gezählt, da sie einen niedrigeren Alkoholgehalt aufweist. Grund dafür ist, dass diese Sorte nicht erneut destilliert wird. Der bereits fertige neutrale Gin wird hier mit Schlehen- oder Schwarzdorn-Beeren sowie Zucker abgesetzt, welche darin reifen und ihm seine typische rote Farbe verleihen. Sloe Gin wird gerne für das Mischen von Cocktails eingesetzt. Alkoholgehalt: 28 Volumenprozent Bekannte Marken: Hendrick’s Sloe Gin, Hayman’s Sloe Gin, Elephant Sloe Gin

    Weitere, nicht von der EU anerkannte, Gin-Sorten sind:

    • New Western Dry Gin
    • Old Tom Gin
    • Plymouth Gin
    • Cream Gin
    • Reserve Gin
    • Bathtub Gin
    • Genever

    Die Gin Botanicals

    Während Wacholderbeeren als Klassiker gelten, existieren über 100 weitere Botanicals, die zum Teil auch zusammen für eine Gin-Sorte verwendet werden.

    Die bekanntesten Gin Botanicals sind:

    • Kräuter wie Thymian, Basilikum oder Rosmarin
    • Teeblätter
    • Samen von Anis, Kümmel, Fenchel oder Koriander
    • Hülsen wie Vanille, Tonkabohnen oder Kakao
    • Wurzeln und Rinden wie Ingwer oder Süßholz
    • Beeren wie Wacholder, Cranberry, Aronia
    • Früchte wie Feigen oder Pampelmusen

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