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 Ratgeber

Ratgeber Kameras

Mit einer Kamera halten Sie die wichtigsten und schönsten Momente für die Ewigkeit fest. Wir zeigen Ihnen, für welche Gelegenheit sich die verschiedenen Kamera-Ausführungen eignen.

1. Grundbegriffe und technische Informationen

Um die Leistungsfähigkeit und Eigenschaften der verschiedenen Kameramodelle besser einschätzen und verstehen zu können, sollten Ihnen einige Grundbegriffe vertraut sein. Bevor eine ausführliche Besprechung der verschiedenen Ausführungen folgt, werden in diesem Kapitel daher zunächst die technischen Informationen erläutert und erklärt.

1.1 ISO-Wert

Der ISO-Wert (kurz für International Organization for Standardization) gibt die Lichtempfindlichkeit an. Bei analogen Geräten bezieht sich die Lichtempfindlichkeit auf den verwendeten Film, bei Digitalkameras auf die des Bildsensors. Der besondere Vorteil einer Digitalkamera liegt darin, dass Sie den ISO-Wert problemlos an die Lichtverhältnisse Ihres Fotomotivs anpassen können. Bei einem analogen Gerät wäre dafür ein Wechsel des Films nötig.

Das Anpassen des ISO-Werts wird dann notwendig, wenn Sie Motive bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen fotografieren möchten, oder sich in einem Bildausschnitt verschiedene Lichtverhältnisse ergeben. Während für Aufnahmen bei Sonne ein relativ niedriger ISO-Wert meist die richtige Wahl ist, sollten Sie bei schlechten Lichtverhältnissen einen höheren ISO-Wert nutzen, um gute Bilder schießen zu können.

Ein zu hoher ISO-Wert erhöht das Rauschen. Das heißt, das Bild wirkt unschärfer und weniger kontrastreich. Versuchen Sie bei Ihren Fotoaufnahmen daher stets einen ausgewogenen ISO-Wert zu finden, der Ihnen ein gutes Bild liefert.

1.2 Bildsensor

Spiegelreflexkamera
Bei der Spiegelreflexkamera kommt im Innern ein Spiegel zum Einsatz, welcher dem Fotoapparat seinen Namen gibt.

Der Bildsensor oder auch Fotosensor einer Digitalkamera wandelt Licht in elektrische Signale um. Er ermöglicht somit überhaupt erst das Fotografieren beziehungsweise das Speichern des Bildmotivs in digitaler Form. In Digitalkameras kommen sowohl CMOS-Sensoren (complementary metal-oxide-semiconductor) als auch CCD-Sensoren (charged-coupled device) zum Einsatz. Während die meisten CMOS-Sensoren preiswerter sind und noch dazu weniger Energie verbrauchen als die CCD-Modelle, bieten letztere einen größeren Dynamikumfang.

Da die beiden Ausführungen auf unterschiedlichen technischen Prinzipien beruhen, sind sie auch anfällig für verschiedene Arten von Bildstörungen. Während CMOS-Sensoren aufgrund ihrer Bauweise prinzipiell eher anfällig für Rauschen sind, kann es bei der CCD-Ausführung zu Blooming oder Smearing kommen, was sich in Form weißer Streifen oder Flecken im Bild äußern kann. Da die technische Entwicklung der Lichtsensoren große Schritte macht, ist die Leistungsfähigkeit eines Chips im Einzelfall stets im Zusammenhang mit den anderen verwendeten Komponenten zu sehen. Verallgemeinernde Aussagen über Für und Wider der verschiedenen Sensoren lassen sich also nur schwer treffen.

Wer seine Kamera nur für gelegentliche Fotos verwenden möchte, für den spielt die Entscheidung zwischen den beiden Lichtsensor-Ausführungen eine eher untergeordnete Rolle. Wer jedoch professionell Fotografieren möchte, sollte sich intensiv mit den technischen Details der jeweiligen Kameras auseinandersetzen.

Des Weiteren spielt auch die Größe des Bildsensors eine Rolle. Vollformatsensoren, welche die größten eingesetzten Sensoren sind, verfügen über mehr Bildpunkte als kleinere Sensoren und können somit auch eine höhere Auflösung liefern. Dies spielt in erster Linie für Profis eine Rolle, die großformatige Abzüge ihrer Fotos machen wollen.

Mittlerweile hat die technische Entwicklung sogar die menschliche Wahrnehmung überholt und bietet Aufnahmen mit 24 Millionen und mehr Bildpunkten, welche die vom Menschen in einem Bild unterscheidbaren 4 Millionen Bildpunkte bei weitem übersteigen. Daher gilt auch in diesem Fall, seine Bedürfnisse gut zu kennen: Greifen Sie nicht zu einer Kamera mit einem teuren, hochauflösenden Sensor, der eine unnötig hohe Fotoqualität ermöglicht.

1.3 Sucher

Spiegelreflexkamera mit Display
Diese Spiegelreflexkamera von Nikon verfügt sowohl über einen Sucher als auch über ein Display.

Der Sucher bezeichnet die Vorrichtung an einer Kamera, durch welche sich das Motiv sowie der gewählte Bildausschnitt begutachten lassen. Während analoge Kameras immer über einen Sucher verfügen, ist er nicht mehr bei allen Digitalkameras zu finden. Bei kompakteren Modellen findet häufig nur noch ein Display Verwendung. Spiegelreflexkameras verfügen meist sowohl über ein Display als auch über einen Sucher.

Bei einer Kamera ohne Spiegelreflex-Technologie kommt es zum Parallaxenfehler. Da das Bild, welches der Fotograf durch den Sucher begutachtet, nicht dasselbe ist, welches von der Kamera durch das Objektiv aufgenommen wird, ist auf dem späteren Foto ein anderer Bildausschnitt zu sehen, als ursprünglich durch den Sucher sichtbar war. Diese Problematik, die vor allen Dingen bei Fotos im Nahbereich auftritt, ist für Spiegelreflexkameras nicht relevant.

1.4 Dateiformat

Wenn Sie mit Ihrer Kamera aufwendige Bilder aufnehmen möchten, die Sie später am PC bearbeiten, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Gerät die Bilder in einem hochauflösenden Format wie zum Beispiel dem Rohdatenformat RAW speichert. Bilder dieses Formats brauchen wesentlich mehr Platz auf Ihrer Speicherkarte, komprimieren aber auch weniger Bildinformationen. Andere Formate wie das JPEG-File Interchange Format (häufig einfach JPEG oder JPG abgekürzt) speichern die Bilder als kleinere Dateien ab und erhöhen so grundsätzlich die Anzahl an Bildern, die man mit einer Kamera schießen kann, erschweren aber auch die digitale Nachbearbeitung der Aufnahmen am PC. In welchem Format Sie Ihre Fotos speichern hängt also in erster Linie davon ab, ob Sie möglichst viele Schnappschüsse unterbringen wollen, oder einige wenige Aufnahmen kunstvoll optimieren möchten. Mit einer entsprechend großen Speicherkarte können Sie einen Kompromiss eingehen und eine große Anzahl an Bildern in guter Qualität schießen. Mehr dazu erfahren Sie in Kapitel 4.

2. Modelle und Ausstattung

Abhängig vom Zweck, für den Sie Ihre Kamera nutzen möchten, finden Sie eine Auswahl an verschiedenen Modellen, die mit unterschiedlicher Ausstattung aufwarten. Wer zum Beispiel gerne im Tauchurlaub Fotos unter Wasser aufnehmen möchte, benötigt dafür ein wasserdichtes Gerät. Welcher Fotoapparat Ihren Anforderungen gerecht wird und welche besonderen Eigenschaften die einzelnen Geräte haben, erfahren Sie in diesem Kapitel.

2.1 Kompaktkameras

Kompaktkamera mit Display
Kompaktkameras sind handlich aber eignen sich nur bedingt für professionelle Fotoaufnahmen.

Kompaktkameras sind die Allrounder unter den Fotoapparaten. Sie sind in der Regel relativ kleine, handliche Geräte mit fest verbautem Objektiv. Meist sind Sie mit einer Automatik ausgestattet und Aufnahmeoptionen lassen sich anders als bei hochwertigeren Systemkameras oder DSLR-Geräten nicht detailliert einstellen.

Kompaktkameras in der unteren Preisklasse eignen sich in erster Linie für Urlaubsfotos, kurze Videos oder andere Aufnahmen, bei denen weniger der künstlerische Wert einer Aufnahme als die Erinnerung im Vordergrund steht. Da die aktuellen Smartphones mittlerweile ebenfalls recht gute Fotos schießen und somit oben genannten Gebrauchszweck abdecken, ist eine Kompaktkamera in Standardausführung für Handybesitzer weniger sinnvoll.

Wer den Fotoapparat auf längere Ausflüge mitnehmen möchte, sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten.

Wenn Sie hingegen einen kompakten Fotoapparat suchen, um das Gewicht Ihrer Fotoausrüstung auf ein Minimum zu reduzieren, stehen mittlerweile auch Geräte in der gehobenen Preisklasse mit relativ großen Bildsensoren und entsprechender Brennweite zur Verfügung. Während der Bildsensor Aufnahmen mit hoher Auflösung ermöglicht, ist der Zoomfaktor des Geräts von der Brennweite abhängig und bestimmt zugleich, auf welche Entfernung gute Fotos gemacht werden können. Kompaktkameras mit dieser Ausstattung machen bessere Fotos als ein Handy, sind aber nicht so unhandlich wie zum Beispiel eine Spiegelreflexkamera.

Viele Kompaktkameras bieten darüber hinaus weitere Features. Eine integrierte WLAN-Funktion ermöglicht es Ihnen zum Beispiel, Ihre Fotos direkt in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram hochzuladen.

2.2 Bridgekameras

Bridgekamera
Bridgekameras verfügen über ein eingebautes Objektiv mit größerer Brennweite als Kompaktkameras.

Bridgekameras sollen eine Brücke zwischen den teureren Spiegelreflex- oder Systemkameras und den Kompaktmodellen schlagen. Wie Kompaktkameras verfügen sie über ein fest eingebautes Objektiv, das allerdings über eine relativ große Brennweite verfügt und so die Möglichkeit bietet, auch weit entfernte Motive heranzuzoomen.

Häufig verfügen Bridgekameras allerdings über kleine Bildsensoren, die mit abnehmendem Tageslicht zunehmend schlechtere Bilder liefern. Sollten Sie sich für eine Bridgekamera entscheiden, sollten Sie daher darauf achten, ein Modell mit gutem Bildsensor zu erwerben.

Da die Geräte einen guten Kompromiss zwischen Einstellungsmöglichkeiten und Bedienung darstellen, eignen sie sich vor allen Dingen für Einsteiger, die sich nicht mit einer Kompaktkamera begnügen möchten. Mehr Anpassungsmöglichkeiten bieten Systemkameras, deren Objektive sich auch austauschen und somit auf die verschiedenen Einsatzszenarien anpassen lassen.

2.3 Systemkameras

Eine Alternative für Fotografen, die hohe Ansprüche an ihre Bilder haben aber gleichzeitig ein handliches Gerät suchen, sind Systemkameras. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich beliebig ergänzen und nachrüsten lassen.

  • Anders als bei der Kompaktkamera lässt sich das Objektiv austauschen und an die entsprechenden fotografischen Anforderungen anpassen.
  • Auch Blitzgeräte lassen sich nachrüsten und müssen nicht direkt mit dem Kauf des Geräts erworben werden.
Systemkamera
Systemkameras sind kompakt und lassen sich durch Zubehör aufrüsten.

Die Unterscheidung zwischen Systemkameras und Spiegelreflexgeräten ist nicht immer sehr trennscharf. Auch DSLRs oder DSLMs lassen sich beliebig mit Objektiven oder Blitzgeräten ausstatten, sie sind aber nicht zwangsläufig so kompakt wie Systemkameras. Um Platz zu sparen, verzichten viele Systemkameras daher auch auf einen Spiegel. Teilweise gibt es auch Ausführungen ohne Sucher. Bei diesen Geräten kann der Nutzer das Motiv dann lediglich über einen Bildschirm begutachten und scharfstellen. Diese Funktion nennt sich Live-View. So gut wie alle Kompaktkameras nutzen lediglich ein Display und verfügen nicht über einen Sucher.

Aufgrund der Möglichkeit, die Geräte nach und nach aufzurüsten und besseres Equipment zu kaufen, eignen sie sich besonders dann, wenn Sie sich intensiver mit dem Fotografieren auseinandersetzen und mehr als nur Urlaubsfotos schießen möchten. Auch Profis greifen gerne zur Systemkamera, insbesondere, da sie kompakter als eine Spiegelreflexkamera ist, aber dennoch Bilder in höchster Qualität liefert.

2.4 Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkameras bieten Ihnen die idealen Voraussetzungen, um Ihre fotografischen Ideen zu verwirklichen und sind bei Profi- und Hobby-Fotografen gleichermaßen beliebt. Namensgebend für die Apparate ist ein Spiegel, der im Innern zum Einsatz kommt: Das durch die Linse eintretende Licht fällt auf den Spiegel und wird von dort so umgelenkt, dass es durch den Sucher auf das Auge des Fotografen trifft. Sobald der Auslöser betätigt wird, klappt der Spiegel nach oben und das Licht fällt durch das Objektiv auf einen Bildsensor, beziehungsweise – im Fall einer analogen Kamera – auf einen Film.

Die Vor- und Nachteile dieser Technologie haben wir in der folgenden Übersicht für Sie zusammengestellt:

Spiegelreflexkameras

Spiegelreflexkamera

Vorteile

  • Der Nutzer hat die Möglichkeit exakt den Bildausschnitt zu sehen, welcher später vom Bildsensor festgehalten wird.
  • Etwaige Einstellungsänderungen am Objektiv werden sofort sichtbar.

Nachteile

  • Die Geräte sind meist schwerer und größer als Kameras ohne Spiegelreflex-Technologie.
  • Live-View und Filmaufnahmen sind mit einigen Spiegelreflex-Modellen nicht möglich.
Da das Licht erst auf den Bildsensor fällt, nachdem der Auslöser gedrückt wurde, ist eine Live-View Bildvorschau auf einem Display bei einigen Modellen nicht möglich. Nur bereits geschossene Bilder lassen sich auf dem Bildschirm betrachten. Aus demselben Grund lassen sich mit einigen DSLR-Kameras auch keine Filmaufnahmen machen. Achten Sie daher beim Kauf darauf, ob die gewählte Spiegelreflexkamera auch Videoaufnahmen ermöglicht, wenn Sie Wert auf diese Funktion legen.

Diese Nachteile werden von manchen Herstellern angegangen, indem ein zweiter Bildsensor in der Kamera verbaut wird, welcher nicht vom Spiegel verdeckt wird. Mit der Lösung, den Spiegel im Betrieb des Live-View Modus‘ durchgängig weggeklappt zu lassen, bietet sich ein weiterer Weg, die Aufnahme von Bewegtbildern zu ermöglichen.

Die digitalen Spiegelreflexkameras werden auch DSLRs (digital single lense reflex) genannt. Sie grenzen sich diesbezüglich zu spiegellosen System-Digitalkameras ab, die auch als DSLMs (digital single lens mirrorless) bezeichnet werden.

Um die nahezu unbegrenzten Einstellungsmöglichkeiten der Spiegelreflexkamera vollständig zu nutzen, ist neben einiger Übung auch das richtige Equipment notwendig. Mit einem entsprechenden Objektiv können Sie eine exakte Justierung der Belichtungszeit oder Blende vornehmen.

Grundsätzlich lässt sich zwischen Objektiven mit fester Brennweite, sogenannter Festbrennweite, und Zoomobjektiven unterscheiden. Während Zoomobjektive mehrere Brennweitenbereiche abdecken und so ein Wechsel des Objektivs seltener notwendig ist, sind Objektive mit fester Brennweite oft sehr lichtstark. Das heißt, sie lassen mehr Licht auf den Sensor fallen, und bieten zu einem geringeren Preis meist ein besseres Auflösungsvermögen. Eine detaillierte Auflistung der Vor- und Nachteile bestimmter Objektive finden Sie in unserem Ratgeber zu Kameraobjektiven. Neben Objektiven sind aber auch Blitzgeräte oder Stative ein wichtiges Zubehör für den Einsatz einer Spiegelreflexkamera, deren Einsatz wir in Kapitel 4 erläutern .

3. Weitere Modelle

Neben den oben genannten Modellen bieten viele Hersteller auch Kameras für besondere Zwecke und Zielgruppen an. Neben Kinderkameras stellen wir Ihnen in diesem Kapitel Unterwasser- beziehungsweise Outdoorkameras, analoge Sofortbildkameras sowie Einwegkameras vor und erläutern das Einsatzgebiet der verschiedenen Geräte.

Kinderkameras

Kinderkamera
Kinderkameras verfügen häufig über zusätzliche Funktionen, um zum Beispiel Musik abzuspielen.

Um den Bedürfnissen und Ansprüchen von Kindern gerecht zu werden, bietet sich der Kauf speziell auf sie zugeschnittener Kinderkameras an. Diese Geräte sind meist wesentlich preiswerter als herkömmliche Digitalkameras und bieten darüber hinaus zusätzliche Funktionen. Neben einem kindgerechten Design des Gehäuses ist auch die Software auf die Bedürfnisse der jungen Nutzer zugeschnitten und ermöglicht einfache Grafikbearbeitung, ohne mit allzu vielen Detaileinstellungen zu verwirren.

Manche Geräte verfügen auch über integrierte Spiele oder Musikplayer inklusive Kopfhörereingang. Abstriche werden bei Kinderkameras allerdings häufig bezüglich der Bildqualität gemacht. So verfügen die Geräte oft über minderwertige Bildsensoren und eine geringe Auflösung. Allerdings sind sie nicht als Profi-Kameras gedacht, sondern sollen Kindern vielmehr die Möglichkeit geben, sich auszuprobieren.

Analoge Sofortbildkameras

Analoge Sofortbildkamera
Analoge Sofortbildkameras sind auch im digitalen Zeitalter noch beliebt.

Analoge Kompaktkameras werden kaum noch produziert und in der Regel als gebrauchte Ware angeboten. Eine Ausnahme bilden hier analoge Sofortbildkameras, die das Motiv auf Film festhalten. In Zeiten in denen Bilder häufig gar nicht mehr ausgedruckt werden, sondern den Freunden auf PC, Handy oder Tablet gezeigt werden, besetzen analoge Sofortbildkameras eine Nische. Dabei können die Kameras ihre Schwächen bezüglich der Bildqualität dadurch wettmachen, dass der Fotograf sofort nach der Aufnahme ein fertiges Bild in der Hand halten kann.

Die technische Limitierung der Kamera verleiht den Fotos außerdem eine ganz eigene Ästhetik. Wenn Sie sich als Profi mit einer einzigartigen Bildsprache mit hohem Wiedererkennungswert ausdrücken wollen, kann es sich lohnen, zu einer analogen Sofortbildkamera zu greifen – auch wenn diese modernen Digitalkameras sonst in jeder Hinsicht unterlegen ist. Die analoge Sofortbildkamera ist des Weiteren Interessant, wenn Sie zum Beispiel auf Partys oder Ausflügen schnell ein Ergebnis in der Hand haben wollen, ohne allzu großen Wert auf Qualität und Funktionsumfang zu legen.

  • Die Geräte verfügen meist über einen Blitz, der im Nahbereich künstliches Licht erzeugt und so für besser ausgeleuchtete Fotos sorgt.
  • Viele Analoge Sofortbildkameras haben einen Sucher, der hilft, das Motiv zu fokussieren.
  • Da die Fotoapparate mit Sofortbildfunktion selten über die Spiegelreflextechnologie verfügen, tritt hier der Parallaxenfehler in Erscheinung und sollte beim Fotografieren beachtet werden.

Unterwasserkameras und Outdoormodelle

Wasserdichte Einwegkamera
Wasserdichte Einwegkameras eignen sich vor allen Dingen für den Einsatz im Schwimmbad oder beim Strandurlaub.

Unterwasserkameras erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dank sinkender Preise und fortschreitender technologischer Entwicklung haben immer mehr Menschen die Möglichkeit, ihre freizeitlichen Aktivitäten festzuhalten. Auch wenn Sie kein Interesse an ausgiebigen Tauchgängen haben, sondern lieber mit dem Mountainbike durch den Wald fahren, können sich bestimmte Modelle für Sie eignen. Viele Kameras sind nämlich nicht nur wasserdicht, sondern auch so stabil konstruiert, dass sie auch den Aufprall aus größerer Höhe unbeschadet überstehen. Welches Modell für Sie konkret in Frage kommt, hängt auch hier von Ihren Bedürfnissen sowie Ihren Ansprüchen ab.

  • Einige Hersteller bieten günstige Einwegkameras an, die bis zu zehn Meter wasserdicht sind. Diese eignen sich in erster Linie dazu, den Familienurlaub am Strand festzuhalten.
  • Wenn Sie hingegen qualitativ hochwertige Aufnahmen von Tauchausflügen erstellen möchten, bieten verschiedene Hersteller Unterwasserkameras an, die durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.
  • Für einige Kompaktkameras gibt es speziell angefertigte Unterwassergehäuse, die in bis zu 40 Metern Tiefe einsetzbar sind.
Wasserdichte Einwegkamera
Wasserdichte Einwegkameras eignen sich vor allen Dingen für den Einsatz im Schwimmbad oder beim Strandurlaub.

Die Unterwasserfotografie stellt besondere Anforderungen an eine Kamera. Das Gerät muss nicht nur wasserdicht sein, sondern auch mit den Lichtverhältnissen unter Wasser zurechtkommen. Außerdem ergibt sich bei Fotos unter Wasser ein Blaustich. Daher sollte die Kamera das Bild in einem hochauflösenden Format, wie zum Beispiel dem RAW-Format, speichern können, welches die Nachbearbeitung mittels bestimmter Software am PC ermöglicht.

Des Weiteren wird das Licht unter Wasser anders gebrochen als in der Luft und Objekte erscheinen auf den Bildern näher, als sie es tatsächlich sind. Diese Eigenheiten der Unterwasserfotografie müssen Sie im Kopf behalten, wenn Sie sich für ein Gerät für den nächsten Tauchurlaub entscheiden.

Einwegkameras

Einwegkameras eignen sich besonders dann, wenn Sie ein günstiges Gerät suchen, um ein paar Schnappschüsse festzuhalten. Sie sind weniger für Profi- oder ambitionierter Hobbyfotografen geeignet als vielmehr, um Urlaubserinnerungen schnell und unkompliziert abzulichten. Da Einwegkameras analoge Geräte sind, die für die einmalige Nutzung konzipiert wurden, lässt sich der Film auch nicht austauschen. Wegen des niedrigen Preises eignen sich die Kameras auch für Kinder oder Senioren, die sich nicht umständlich in die digitale Technologie einarbeiten wollen, sondern im Urlaub ein paar Fotos schießen möchten.

4. Zubehör

Um herausragende Bilder mit Ihrer Kamera zu knipsen, benötigen Sie das passende Equipment. Während die richtige Wahl des Objektivs in erster Linie für Besitzer von System- oder Spiegelreflexkameras entscheidend ist, kann ein Stativ auch für Verwender einer Kompaktkamera nützlich sein.

Objektiv

Kameraobjektiv
Die Wahl des richtigen Objektivs ist entscheidend für ein gutes Foto.

Wenn Sie sich für eine Kamera mit austauschbarem Objektiv entschieden haben, besteht die Möglichkeit, dieses situationsbedingt zu wechseln. Je nachdem, ob Sie ein Panoramabild mit Weitwinkel oder ein Porträtfoto in Nahaufnahme machen möchten, ist die Wahl des richtigen Objektivs entscheidend. Grundsätzlich stehen Ihnen zwei Arten an Objektiven zur Verfügung: Zoomobjektive oder Festbrennweite. Wenn Sie sich dafür entscheiden, letztere zu verwenden, müssen Sie für verschiedene Aufnahmesituationen auch unterschiedliche Objektive zur Hand haben. Zoomobjektive hingegen sind multifunktional einsetzbar. Sie kosten aber meist mehr, bieten eine geringere Auflösung und sind weniger lichtdurchlässig als solche mit fester Brennweite.

Nicht jedes Objektiv lässt sich auf jeder Kamera verwenden. Um die Kompatibilität von Fotoapparat und Zubehör übersichtlich zu gestalten, haben einige Hersteller, wie zum Beispiel Canon, ein Kodierungssystem erfunden, welches Ihnen hilft, Objektive mittels farblicher Markierung den passenden Kameras zuzuordnen. Einen ausführlichen Ratgeber zu Kameraobjektiven sowie einen Überblick über die Objektive, die wir im Sortiment führen, finden Sie im untenstehenden Link.

Blitzgerät

Kamerablitz
Ein Blitzgerät gibt Ihnen vielfältige Belichtungsmöglichkeiten.

Auch wenn viele Kameras über einen internen Blitz verfügen, lohnt sich in vielen Fällen die Anschaffung eines externen Blitzgeräts. Diese sind nicht nur leistungsfähiger und bieten so eine stärkere Ausleuchtung des Motivs, sondern lassen sich auch drehen. Der Vorteil: Wenn Sie das Gerät zur Seite bewegen, können Sie Ihr Motiv auch indirekt, zum Beispiel durch Reflexion von der Zimmerdecke, beleuchten. Das Licht ist nun weicher und Schlagschatten, die ein frontaler Blitz mit sich bringen kann, werden vermieden. Des Weiteren verringern Sie so auch die Gefahr eines überbelichteten Vordergrunds und unterbelichteten Hintergrunds.

Die Reichweite eines Blitzgeräts können Sie mit Hilfe der sogenannten Leitzahl festlegen. Professionelle Fotografen können die Leitzahl berechnen und manuell einstellen, während es sich für Laien empfiehlt, ein modernes Kamerasystem mit automatischem Entfernungsmesser einzusetzen.

Das Blitzgerät lässt sich über den sogenannten Blitzschuh am Fotoapparat befestigen. Darüber hinaus können Sie das Gerät aber auch unabhängig von der Kamera im Raum platzieren, um zum Beispiel mit der Belichtung zu experimentieren. Dies funktioniert nur bei einer kabellosen Signalübertragung. Andernfalls müssen Sie die Geräte per Kabel verbinden, um das Blitzlicht auszulösen.

Stativ

Dreibeinstativ
Hochwertige Stative aus Carbon sind besonders leicht.

Ein Stativ zu kaufen, ist für ambitionierte Hobby-Fotografen und Profis Pflicht. Nicht nur bei Nachtaufnahmen mit schlechtem Licht sind längere Belichtungszeiten wichtig. Auch Architektur- und Landschaftsfotos bedürfen längerer Belichtung. Damit die Aufnahmen nicht verwackeln, sollte die Kamera auf einen festen Untergrund gestellt werden. Ein Stativ schafft hier Abhilfe und hat gegenüber einer Mauer oder einem Ast den Vorteil, dass Sie den Bildausschnitt selber bestimmten können, indem Sie das Stativ versetzen.

Stative bestehen unter anderem aus Holz, Aluminium oder Carbon. Letztere sind besonders leicht und stabil, aber entsprechend hochpreisig. Holz ist schwerer als Aluminium, aber auch stabiler. Je nachdem, ob Sie das Stativ auf Reisen nutzen möchten und somit häufig auf- und abbauen, oder es nur gelegentlich für besondere Anlässe gebrauchen, sollten Sie Ihre Kaufentscheidung treffen.

Gorillastativ
Sogenannte Gorillapods verfügen über flexible Beine.

Auch das Gewicht Ihrer Kamera ist ausschlaggebend dafür, welches Stativ Sie sich zulegen sollten. Beachten Sie dabei, dass auch hinzugekauftes Equipment wie ein neues Objektiv die Kamera schwerer macht und zum Kippen bringen kann. Deshalb sollten Sie stets einen kleinen Puffer bei der Schätzung des Gewichts Ihrer Kamera einplanen.

Des Weiteren sollte auch die Größe des Stativs ein Kriterium für Ihre Kaufentscheidung sein. Wenn Sie von Ihrer Körpergröße circa 15 Zentimeter abziehen, erhalten Sie ungefähr die Höhe, auf der Sie durch den Sucher der Kamera blicken können, ohne auf Dauer Rückenschmerzen zu bekommen.

Neben den klassischen Dreibeinstativen gibt es auch kompaktere und flexiblere Modelle, wie zum Beispiel sogenannte Tischstative oder das Gorillastativ. Letzteres verfügt über flexible Beine und lässt sich zum Beispiel an Bäumen befestigen und ermöglicht somit ungewöhnliche Perspektiven.

Speicherkarten

SD-Speicherkarte
Mit 128 GB Speicher bietet diese SD-Karte ausreichend Platz für Fotos.

Neben dem größeren Equipment, welches Sie während einer Fotosession an die Kamera anschließen, um Ihr Motiv in perfektem Licht und idealem Winkel zu fotografieren, ist die eher kleine Speicherkarte von ebenso wichtiger Bedeutung wie das richtige Stativ, Blitzgerät oder Objektiv. Von der Größe beziehungsweise Kapazität der Karte hängt unter anderem ab, wie viele Bilder Sie unterwegs schießen können, ohne die Kamera an einen PC anzuschließen, um die Daten zu sichern. Darüber hinaus sollte die Karte auch deshalb über viel Speicherplatz verfügen, damit Sie Bilder im Rohdatenformat speichern können und keine Bildinformationen verloren gehen, die bei der späteren Bearbeitung am PC wichtig für das Gesamtergebnis sein könnten.

Diese Eigenschaften haben in erster Linie Relevanz, wenn Sie ein ambitionierter Hobbyfotograf oder Profi sind. Urlaubsfotos lassen sich auch in platzsparenden Datenformaten speichern und es reichen kleinere Speicherkarten aus. Wenn Sie allerdings vorhaben, mit Ihrer Digitalkamera hochauflösende Videos zu machen, sollten Sie Wert auf einen schnellen Speicher legen. Auch bei Serienfotos und großen Bilddateien ist die Geschwindigkeit wichtig, damit die Karte Ihre Kamera nicht ausbremst.

FAQ

  • Wann wurde die Kamera erfunden?

    Die Geschichte der Fotografie reicht bis ins vierte Jahrhundert vor Christus auf Aristoteles zurück. Das erste erfolgreich aufgezeichnete Foto entstand allerdings erst um 1826 und wurde von Joseph Nicéphore Niépce aufgenommen. Es waren jedoch noch diverse Schritte nötig, bis die Fotografie massentauglich war und Fotoapparate serienmäßig hergestellt wurden.

  • Seit wann gibt es Polaroid-Kameras?

    Das Unternehmen Polaroid wurde 1937 gegründet. Die erste Sofortbildkamera, die unter dem Namen vertrieben wurde, entwickelte zehn Jahre später der Physiker Edwin Herbert Land.

  • Was bedeutet der Zusatz HDR bei Kameras?

    Die Abkürzung HDR steht für High Dynamic Range. Die sogenannten HDR-Bilder unterscheiden sich durch hohe Kontraste von herkömmlichen Fotos. Um diese zu erreichen, macht eine Kamera mehrere Aufnahmen in unterschiedlichen Belichtungsstufen. Die so entstandenen Einzelbilder werden anschließend softwaretechnisch zu einem einzigen HDR-Bild zusammengesetzt.

Redakteur Andreas Meurer
Redaktionshinweise
Redaktion: Andreas Meurer

Bevor Andreas Meurer im Oktober 2016 bei real.de als Volontär anfing, hat er an verschiedenen Stationen Erfahrung mit dem Schreiben gesammelt und in Bochum studiert. Seit April 2017 unterstützt er die Redaktion als Werkstudent unter anderem mit informativen Ratgebern für die Online Plattform.

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