Mokka Kaffee: Zubereitung und Geschichte

Mokka, auch als Türkischer Kaffee bekannt, stellt die ursprüngliche Form des Kaffees dar. Ehe der Filterkaffee erfunden wurde, erfolgte die Zubereitung ausschließlich an einer Feuerstelle oder auf einer Kochplatte in einem bauchigen Gefäß aus Kupfer oder Messing. Erfahren Sie im Folgenden unter anderem, was bei der Zubereitung zu beachten ist und welches Zubehör benötigt wird.

1. Die Zubereitung eines traditionellen Mokka Kaffees

Mokka Kaffee
Zu den Grundzutaten des Mokka Kaffees gehören Kaffeepulver, Wasser, Zucker und gegebenenfalls Gewürze.

Wie genau ein Mokka zubereitet wird, hängt maßgeblich vom entsprechenden Land ab: Während unter einem Mokka in der Türkei und in Griechenland ein nahezu identisches Getränk mit Süßungsmitteln und gegebenenfalls Gewürzen zu verstehen ist, wird in Österreich unter dem Begriff ein rein schwarzer Kaffee verstanden. Die Ursprünge des Mokkas liegen in Arabien, wenngleich die Mokka-Bohne wild in Äthiopien wuchs, ehe sie in Jemen kultiviert wurde. Von dort aus gelangte der Kaffee über Konstantinopel nach Europa und ist heute kaum mehr aus dem Angebot an Kaffeesorten wegzudenken. Die türkische Zubereitungsart ist dabei die älteste und stellt somit die traditionelle Form des Mokka Kaffees dar.

Wir zeigen Ihnen, was bei der Zubereitung eines traditionellen, türkischen Mokkas zu beachten ist:

  1. In einem ersten Schritt muss die Mokka-Bohne staubfein gemahlen werden. Das Pulver sollte in etwa die Konsistenz von Mehl aufweisen.
  2. In einem langstieligen Gefäß, auch als Cezve oder Ibrik bekannt, werden im Anschluss das Pulver, ein wenig Zucker und Wasser gemischt.
    Zur Orientierung: Pro Tasse wird etwa ein gehäufter Kaffeelöffel des Pulvers benötigt. Wie viel Zucker hinzugegeben wird, hängt ganz vom individuellen Geschmack ab. Die Wassermenge richtet sich nach dem Fassungsvermögen der Mokkatasse, die gewählt wird. In der Regel ist mit etwa 50 Millilitern zu rechnen.
  3. Das Gefäß muss daraufhin auf eine heiße Kochplatte gestellt werden. Wichtig ist, dass der Mokka Kaffee nur kurz aufkocht. Dann wird er von der Herdplatte genommen und ein zweites Mal aufgekocht. Er sollte jedoch nicht über längere Zeit hinweg kochen, andernfalls wird der Geschmack beeinträchtigt.
  4. Abschließend kann dem Mokka Kaffee Kardamom, Zimt, Rosenwasser oder Piment hinzugefügt werden, was dem Getränk einen noch intensiveren und besonderen Geschmack verleiht.
  5. Beim Einfüllen in die Mokkatassen sollte der entstandene Schaum zuerst hineingegeben werden. Im Anschluss wird der Rest der Flüssigkeit eingegossen.
Mokka Kaffee
Der Mokka Kaffee besticht durch seinen intensiven, würzigen Geschmack.


Wo bekomme ich Mokka-Bohnen?

Da es sich bei Mokkabohnen um reine Arabica Hochlandbohnen aus Äthiopien handelt, lassen sie sich in nahezu jedem Supermarkt sowie online finden.

Wie serviere ich einen Mokka?

Damit der Mokka Kaffee nicht zu schnell auskühlt, empfiehlt es sich, ihn in Tassen zu servieren, die vorab mit heißem Wasser ausgespült wurden. Zum Mokka wird in der Regel ein Keks oder eine andere Süßigkeit mit einem Glas Wasser gereicht.

2. Welches Zubehör benötige ich für einen Mokka Kaffee?

Um einen Mokka Kaffee zuzubereiten und ansprechend servieren zu können, bedarf es an entsprechendem Zubehör. Traditionell wird er in einer Cezve beziehungsweise Ibrik aufgekocht: Darunter ist eine kleine, bauchige Kanne (in der Regel aus Kupfer) zu verstehen, die einen Holzgriff aufweist. Moderne Mokkakannen sind hingegen für gewöhnlich aus Edelstahl gefertigt. Wer das Getränk stilecht servieren möchte, sollte zudem auf Mokkatassen zurückgreifen.

Wir empfehlen folgendes Equipment für einen Kaffee Mokka:

Welche Mokkakanne ist empfehlenswert?

Wer großen Wert auf eine traditionelle Zubereitung legt, sollte sich eine Cezve zulegen. Die kleinen bauchigen Kännchen aus Kupfer oder Messing garantieren einen einwandfreien Geschmack und machen auch als Dekoration in der Küche eine Menge her. Alternativ kann auf Mokkakännchen aus Edelstahl, beispielsweise von WMF, zurückgegriffen werden.

3. Was ist der Unterschied zwischen Espresso und Mokka Kaffee?

Gelegentlich werden die Begriffe Espresso und Mokka fälschlicherweise synonym verwendet. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede hinsichtlich der Röstung der Kaffeebohnen sowie der Zusammensetzung des Getränks.

Die Unterschiede zwischen Espresso und Mokka sind im Folgenden anschaulich zusammengetragen:

Mokka Kaffee

  • Stammt ausschließlich aus Jemen und Äthiopien
  • Sehr kräftige Röstung der Kaffeebohnen
  • Staubfein gemahlene Mokkabohnen
  • Zubereitung erfolgt bevorzugt in traditionellen Kupferkännchen
  • Sehr hoher Koffeingehalt

Espresso

  • Besteht aus mehreren Arabica-Sorten und wenigen Robusta-Bohnen
  • Kräftige Röstung der Bohnen
  • Fein gemahlene Bohnen
  • Zubereitung erfolgt im Espressokocher
  • Geringer Koffeingehalt

4. Leckere Süßspeisen mit Mokka Kaffee

Auch wenn der Mokka Kaffee keine Schokolade enthält, erinnert er geschmacklich daran. Gerade deshalb gilt auch die Kombination von Mokka Kaffee und Schokolade als besonders köstlich. Neben Schokoladentafeln gibt es auch eine Vielzahl weiterer Süßspeisen, die den Kaffee enthalten:

  • Mokka-Creme bzw. -Pudding
  • Mokkatorte
  • Mokka-Tiramisu
  • Mokka-Parfait
  • Mokka-Milchreis

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Redakteurin Sybille Schäftner
Redaktionshinweise
Redaktion: Sybille Schäftner

Sybille Schäftner lebt und arbeitet in Köln. Bereits während ihres Studiums der Medienkulturwissenschaft und Musikvermittlung unterstützte sie das real.de-Team bei der inhaltlichen Gestaltung der Website sowie der Pflege der Social-Media-Auftritte und des firmeneigenen Blogs. Seit ihrem Abschluss als Bachelor of Arts ist sie in Vollzeit in der Online-Redaktion tätig.