Perfekten Espresso zubereiten

Um den perfekten Espresso zu erhalten, kommt es nicht nur auf die Zubereitung, sondern auch auf die Zutaten und die Hilfsmittel an. Wir zeigen Ihnen im folgenden Text, wie Sie hierbei vorgehen sollten.

1. Zutaten für einen Espresso

Bei der Zubereitung von Espresso kommt es neben den Bohnen auch auf die Qualität des Wassers an. Achten Sie darauf, dass Sie sich für spezielle Espressobohnen entscheiden, wenn Sie Kaffeebohnen kaufen.

1.1 Espressobohnen

Die wichtigste Zutat für einen Espresso sind die Kaffeebohnen. Für Espresso kommen in der Regel Kaffeebohnen zum Einsatz, die anders als andere Bohnen in vergleichsweise langwierigeren Verfahren geröstet werden. Außerdem sind Espressobohnen in der Regel als sogenannte Blends (Bohnenmischungen) erhältlich: Normalerweise werden Robusta- und Arabica-Bohnen gemischt, wobei der Anteil von Robusta-Bohnen höher ausfällt, da diese ein besonders herbes Aroma aufweisen und dem Espresso den charakteristischen Geschmack verleihen.

Röstung

Bei der Röstung werden die Bohnen bei bis zu 200 Grad Celsius erhitzt, wodurch ihre Oberfläche dunkler ausfällt als bei Bohnen für Filterkaffee. Die lange Röstung sorgt dafür, dass sehr viel Säure in den Bohnen abgebaut wird und sich Röstaromen im Espresso entfalten können.

Aufgrund der langen und intensiven Röstung ist ein Espresso in der Regel magenschonender als andere Kaffeesorten. Achten Sie beim Bohnenkauf vor allem auf die Angaben zum Röstdatum: Je weniger Zeit zwischen der Röstung und der Zubereitung eines Espressos liegt, desto intensiver fällt das Aroma aus.
Siebträgermaschine
Vor allem mit einer sogenannten Siebträgermaschine lässt sich hervorragender Espresso zubereiten.

Mahlgrad

Bedingt durch die Verarbeitung in den verschiedenen Espressomaschinen ist der Mahlgrad von Espressobohnen besonders wichtig. Damit Wasser mit dem richtigen Druck und innerhalb der perfekten Extraktionszeit durch den Siebträger gepumpt werden kann, muss das Pulver sehr fein sein. Aus diesem Grund wird es auch häufig als Kaffeemehl bezeichnet.

1.2 Wasser

Bei der Zubereitung von Kaffee wird die Qualität des Wassers und dessen Einfluss auf den Geschmack in der Regel vernachlässigt. Zu hartes Wasser mindert jedoch nicht nur den Geschmack, sondern kann auch der verwendeten Maschine schaden. Abhilfe schaffen kann hier beispielsweise ein Wasserfilter.

2. Die Espresso-Zubereitung in drei Schritten

Da Siebträgermaschinen den besten Geschmack versprechen, zeigen wir Ihnen in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie perfekten Espresso mit einer solchen Maschine zubereiten können.

  1. Geben Sie genügend Wasser vor der Zubereitung in einen Wasserfilter und füllen Sie es anschließend in den Tank der Maschine. Wärmen Sie die Espressotasse vor. Hierzu können Sie heißes Wasser aus der Maschine in die Tasse füllen. Achten Sie jedoch darauf, vor der Zubereitung des Espressos das Wasser restlos daraus zu entfernen.
  2. Mahlen Sie etwa sieben bis neun Gramm Kaffeemehl. Verteilen Sie das Mehl gleichmäßig im Sieb und pressen Sie es mit einem Tamper fest.
  3. Lassen Sie etwa 25 bis 35 Sekunden lang heißes Wasser aus der Maschine durch den Siebträger laufen und stoppen Sie anschließend den Bezug.

Beachten Sie, dass die optimale Wassertemperatur für die Zubereitung eines Espressos etwa 85 bis 95 Grad Celsius betragen sollte.

3. Espressomaschinen

Für die Zubereitung können Sie unterschiedliche Hilfsmittel verwenden. Die folgenden sind die beliebtesten Utensilien für das Kochen von Espresso:

Zudem werden auch die sogenannten Caffettieras und Espressokannen zu den Espressomaschinen gezählt, was jedoch nicht korrekt ist, da diese Maschinen den nötigen Druck von etwa neun bar für die Zubereitung eines echten Espressos nicht aufbringen können.

Beachten Sie, dass es auch Espressosorten für Pad- und Kapselmaschinen gibt. Im direkten Vergleich mit einer Espressokanne oder einer Siebträgermaschine sind hier jedoch geschmackliche Abstriche zu erwarten.

3.1 Siebträgermaschine

Siebträgermaschinen sind die leistungsfähigsten Maschinen für die Zubereitung von Espresso und vor allem in der Gastronomie zu finden. Die wichtigsten Bestandteile und ihre Funktionen haben wir in der folgenden Übersicht zusammengestellt.

Siebträgermaschine
Siebträgermaschine des Herstellers Graef.

Siebträger: Im Siebträger befinden sich der Filter und das Kaffeemehl. Bei halbautomatischen Siebträgermaschinen wird er mittels eines Bajonettverschlusses mit dem Korpus der Maschine verbunden.

Brühgruppe: In der Brühgruppe wird das Wasser für die Zubereitung erhitzt und anschließend mit hohem Druck (etwa neun bar) durch den Siebträger gepresst. Hierdurch entsteht die charakteristische Crema auf der Oberfläche des Getränks. Die Zeit, in der das Wasser durch den Filter des Siebträgers läuft, wird als Extraktionszeit bezeichnet, und ist variabel einstellbar.

Mahlwerk: Das Mahlwerk übernimmt den Mahlvorgang der Bohnen und ist je nach gewünschtem Feinheitsgrad des Kaffeemehls einstellbar.

Dampflanze /Dampfdüse: Die Dampflanze dient dazu, Milch für Getränke wie Cappuccino aufzuschäumen.

Hebeltamper: Der Tamper ist eine Art Stempel, mit dem das Kaffeemehl in den Siebträger gepresst wird. Bei manchen Maschinen ist der Tamper fest mit der Maschine verbaut und wird über einen Hebelmechanismus betätigt.

Siebträgermaschinen gibt es als voll- und halbautomatische Varianten, wobei letztere häufiger in der Gastronomie zu finden sind.

3.2 Kaffeevollautomat

Bei Kaffeevollautomaten haben Sie den Vorteil, dass die Maschine nach dem einmaligen Einstellen den Espresso Ihren Vorlieben entsprechend ohne Ihr weiteres Zutun zubereitet. Bei vielen Modellen können Sie diese Konfigurationen speichern und jederzeit erneut abrufen. Beachten Sie jedoch, dass Sie vor der Zubereitung eines Espressos auch die entsprechenden Bohnen in das Mahlwerk geben müssen.

Zum Kaffeevollautomaten Sortiment

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Redakteur Henk Syring
Redaktionshinweise
Redaktion: Henk Syring

Henk Syring lebt und arbeitet in Köln. Er ist nach Abschluss seines Magister-Studiums und eines Verlagsvolontariats dem Team beigetreten und verfasst informative Ratgeber und weiteren Content für die Online-Plattform. Seit 2015 ist er als Redaktionsleiter für die Koordinierung der Prozesse zuständig.