Eine heiß-kalte Versuchung: Espresso mit Eis

Espresso mit Eis ist eine besondere Spezialität der italienischen Küche: Dabei wird eine Kugel Speiseeis mit heißem Espresso übergossen und als Dessert verzehrt.

1. Espresso mit Eis – Die vollmundige Erfrischung

Mit einem Affogato al caffè, wie Espresso mit Speiseeis auch genannt wird, erwartet Sie doppelter Genuss. Die Kombination von heißem Espresso und kühlem Eis ist herrlich erfrischend und verbindet das Beste aus zwei Welten – kräftiges Kaffeegetränk und süßen Nachtisch.

Was bedeutet die Bezeichnung Affogato al caffè?

Die Idee, Espresso mit Eis zu verfeinern, stammt aus Italien. Das italienische Wort „affogato“ bedeutet „ertrunken“ und bezieht sich auf die Kugel Vanilleeis, die vom Espresso übergossen wird und dabei in der Flüssigkeit versinkt. In der Regel wird Affogato al caffè nicht als Kaffeespezialität, sondern als Süßspeise verstanden. Das schmelzende Eis sollten Sie löffeln, während der zuletzt noch übrige Espresso aus der Tasse getrunken werden kann.

Beliebte Speiseeis-Sorten für Affogato al caffè

Affogato al caffè: Espresso mit Vanilleeis und Cantuccini
Ein Feuerwerk für die Geschmacksnerven: Espresso mit Vanilleeis und Cantuccini

Nach dem Originalrezept wird für Affogata al caffè Vanilleeis verwendet, der Geschmacksvielfalt sind jedoch keine Grenzen gesetzt. So harmonieren beispielsweise Haselnuss- und Pistazieneis hervorragend mit vollmundigem Espresso. Weitere beliebte Variationen werden mit Speiseeis der folgenden Geschmacksrichtungen zubereitet:

  • Stracciatella
  • Karamell
  • Walnuss
  • (Dunkle) Schokolade
  • Minze

Sie können die italienische Spezialität mit Sahne, Kakaopulver oder Schokoladensoße verfeinern. Karamellisierte Mandelstückchen und geröstete Pistazien passen ebenfalls hervorragend zu der Süßspeise.
Wird das Dessert mit Gebäck wie Cantuccini oder einer Waffel serviert, spricht man von der „Wiener Art“ des Affogato al caffè.

Worin unterscheidet sich Affogato al caffè von Eiskaffee und Iced Espresso?

Auch bei konventionellem Eiskaffee wird Speiseeis als Zutat verwendet – übergossen wird es jedoch mit bereits abgekühltem Kaffee, wodurch das Getränk länger kalt bleibt und der Geschmack nicht verwässert. Meist wird hierfür Filterkaffee benutzt, doch die Zubereitung mit Espresso ist ebenso möglich. Zudem kann Eiskaffee mit Eiswürfeln, Sirup und Likör verfeinert werden.
Die Besonderheit des Affogato al caffè liegt in der Verbindung aus heißen und kalten Zutaten: Da der Espresso direkt nach dem Aufbrühen über das Eis fließt und es zum Schmelzen bringt, ergibt sich hieraus eine einzigartige Köstlichkeit. Sie sollte daher verzehrt werden, solange die Temperaturunterschiede noch wahrnehmbar sind.
Sogenannter Iced Espresso wird dagegen mit Eiswürfeln vermischt, wodurch der Geschmack zwar etwas milder, jedoch nicht süßer ausfällt als beim konventionellen Espresso.

Sehen Sie sich hier alle unsere Kaffees an.

2. Anleitung: Affogato al caffè zubereiten

Für einen selbst gemachten Espresso mit Eis brauchen Sie kein ausgefallenes Zubehör, sondern lediglich eine Zubereitungsmöglichkeit für Espresso, zum Beispiel:

Alles Wissenswerte zum Thema Espresso können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Neben dem klassischen italienischen Affogata al caffè mit Vanilleeis und Varianten mit anderen Eissorten gibt es auch zahlreiche Ideen für abwechslungsreiche Toppings. Unabhängig davon, wie genau Sie die Spezialität zubereiten, gilt immer: Das Dessert sollte direkt nach der Zubereitung verspeist beziehungsweise getrunken werden, da die köstliche Verbindung aus erfrischendem, süßem Eis und heißem, kräftigem Espresso so am besten zur Geltung kommt. Wenn Sie Ihren Affogata al caffè mehreren Personen anbieten möchten, empfiehlt es sich daher, lediglich die vorgekühlten Tassen oder Gläser mit dem Eis zu servieren, während der Espresso separat auf den Tisch gestellt wird.

2.1 Grundrezept für Espresso mit Eis

Für das Grundrezept benötigen Sie eine Tasse, eine Kugel Vanilleeis und einen frisch aufgebrühten Espresso. Ob Sie das Eis kaufen oder lieber selbst herstellen, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks – und der vorhandenen Zeit. Dagegen sollten Sie in jedem Fall einen Eisportionierer benutzen, damit sie gleichmäßige Kugeln formen können.

  1. Bereiten Sie einen Espresso zu und süßen Sie ihn, sofern gewünscht.
  2. Geben Sie eine Kugel Vanilleeis in eine Tasse oder ein hitzebeständiges Glas.
  3. Gießen Sie den Espresso über das Speiseeis.

Verzichten Sie darauf, das so entstandene Dessert umzurühren. Dabei wird nicht nur die schöne Optik zerstört, sondern auch das besondere Geschmackserlebnis, das sich durch das langsame Verschmelzen der unterschiedlichen Aromen ergibt.

Zwei Gläser mit der italienischen Spezialität Affogato al caffè
Affogato al caffè wird mit einem Teelöffel verzehrt, der flüssige Rest am Ende getrunken.

2.2 Variationen des ursprünglichen Rezepts

Wenn Sie Lust darauf haben, neue Geschmacksnuancen auszuprobieren, sollten Sie sich die folgenden Varianten nicht entgehen lassen:

Mit Marshmallows

  • Wie beim Grundrezept wird zunächst der Espresso aufgebrüht und eine Kugel Speiseeis in ein entsprechendes Behältnis gesetzt.
  • Verteilen Sie danach einige (wahlweise geröstete) Marshmallows auf dem Eis. Traditionell werden Marshmallows über einem offenen Feuer angebraten, sie lassen sich aber auch einige Minuten in einer Auflaufform backen. Am besten gelingt das bei etwa 160 Grad Celsius (Ober-/Unterhitze).
  • Übergießen Sie Speiseeis und Topping mit dem Espresso.

Mit Pistazien und Zimt

  • Bei dieser Art des Affogato al caffè beginnen Sie ebenfalls mit dem Aufbrühen des Espressos.
  • Zerhacken und rösten Sie nun die Pistazien in einer Pfanne – für eine Tasse Espresso reicht ein gehäufter Teelöffel völlig aus.
  • Platzieren Sie eine Kugel Eis, zum Beispiel Vanille oder Zitrone, in einer bauchigen Tasse und geben Sie den Espresso darüber.
  • Zuletzt werden die Pistazien mit einer Messerspitze Zimt vermischt und auf dem Dessert verteilt.

Wussten Sie, dass Sie Kaffee-Eis relativ einfach selbst herstellen können? In unserem Artikel finden Sie leckere Rezepte und detaillierte Anleitungen.

Verwandte Artikel

Redakteurin Julia Goetzl
Redaktionshinweise
Redaktion: Julia Götzl

Julia Götzl arbeitete während ihres Master-Studiums der Germanistik als freie Texterin für eine Tageszeitung. Danach wagte sie – noch in Düsseldorf – einen kurzen Ausblick in die Literaturvermittlung. Seit dem Ende ihres Volontariats ist sie fester Teil der Online-Redaktion.