Bulletproof Coffee für eine ketogene Ernährung

Seit einigen Jahren ist der sogenannte Bulletproof Coffee vor allem in den USA ein stehender Begriff in der Kaffeewelt; dieser wird in Deutschland auch oft als Butterkaffee bezeichnet. Was es damit auf sich hat, zeigen wir Ihnen im folgenden Text.

1. Herkunft und Schöpfer

Der Amerikaner Dave Asprey ist der Gründer und Geschäftsführer von Bulletproof 360, einem Unternehmen, das sich dem sogenannten Bio-Hacking verschrieben hat. Beim Bio-Hacking geht es im Wesentlichen darum, das Verständnis für den eigenen Körper und die stattfindenden chemischen Zusammenhänge zu steigern, um auf dieser Grundlage die eigene körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu optimieren.

Bulletproof Coffee
Bulletproof Coffee wird unter anderem mit Butter zubereitet.

Bei Wanderungen in Tibet entdeckte Asprey durch Einheimische eine Teevariation. Das Heißgetränk, das mit Yak-Butter versetzt wird, soll durch den hohen Fettgehalt einen Energieschub und ein anhaltendes Sättigungsgefühl bewirken. In den USA beschäftigte sich der Unternehmer daraufhin mit der Weiterentwicklung der Rezeptur, um diese für sein Bio-Hacking- und Diät-Programm nutzbar zu machen.

Was ist Bulletproof Coffee?

Bulletproof Coffee besteht aus Filterkaffee, einem Anteil Weidelandbutter sowie etwas MCT-Öl (Öl mit mittelkettigen gesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Kokosöl). Die Zutaten werden in einem Mixer miteinander vermischt und anschließend getrunken. Aufgrund der Komponenten ist der Kaffee auch als Butterkaffee bekannt.

2. Bulletproof Coffee Zubereitung

Beim Originalrezept von Dave Asprey kommt spezieller Kaffee zum Einsatz, den der Amerikaner selbst entwickelt hat. Varianten davon werden mit handelsüblichem Filterkaffee zubereitet.

  1. Kochen Sie eine Tasse Filterkaffee. Diesen können Sie beispielsweise in einer Filterkaffeemaschine oder auch in einer French Press zubereiten.
  2. Geben Sie den fertigen und noch heißen Filterkaffee in einen Mixer.
  3. Fügen Sie jeweils einen Esslöffel Weidenbutter und MCT-Öl hinzu und mixen Sie das Getränk.
Beachten Sie: Aufgrund des hohen Fettgehalts und dem Mangel an anderen wichtigen Nährstoffen raten Ernährungsexperten davon ab, den Butterkaffee als regelmäßigen Frühstücksersatz einzunehmen.

3. Bulletproof Coffee Wirkung

Bulletproof Coffee ist fester Bestandteil der sogenannten Bulletproof Diät, die Dave Asprey unter anderem in Podcasts und zahlreichen Büchern beschreibt. Bei dieser Diät wird:

  • Möglichst auf Kohlenhydrate verzichtet und
  • Eiweiß in moderaten Mengen eingenommen,
  • während Fette den den Hauptanteil der täglichen Ernährung darstellen.

Der hohe Fett- und Kalorien-Anteil beim Bulletproof Kaffee soll angeblich zu einem überdurchschnittlich langen Sättigungsgefühl führen. Dass der Butterkaffee beim Abnehmen helfen soll, ist hingegen nicht nachgewiesen. Ziel der Diät ist es, den Zustand der sogenannten Ketose zu erreichen.

Was ist Ketose?

Bei der Ketose handelt es sich um einen Stoffwechsel-Zustand, bei dem Energie anstatt aus Glukose (Kohlehydraten) aus Ketonkörpern (Fettsäuren) gewonnen wird. Ketose soll für bestimmte körperliche Vorzüge sorgen und die mentale Leistung entscheidend steigern. Aus diesem Grund setzt die Bulletproof Diät bei der täglichen Ernährung auf viel Fett und wenig Kohlenhydrate.

Um den Bedarf an Fett zu decken, wird Bulletproof Coffee mit Weidenbutter und MCT-Öl versetzt. MCT steht dabei für sogenannte Triglyceride, die mittelkettige gesättigte Fettsäuren enthalten; Kokosöl weist beispielsweise Capryl- und Caprinsäuren auf, die besonders schnell in den Stoffwechsel übergehen.

Wer die Bulletproof Diät nicht gewöhnt ist und dennoch nicht auf Bulletproof Coffee verzichten möchte, sollte die Menge von Butter und Öl im Kaffee zunächst sehr sparsam dosieren und den Anteil gegebenenfalls langsam steigern.

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Redakteur Henk Syring
Redaktionshinweise
Redaktion: Henk Syring

Henk Syring lebt und arbeitet in Köln. Er ist nach Abschluss seines Magister-Studiums und eines Verlagsvolontariats dem Team beigetreten, unterstützt die firmeneigenen Social-Media-Auftritte und verfasst informative Ratgeber für die Online-Plattform. Seit 2015 ist er als Redaktionsleiter für die Koordinierung der Prozesse zuständig.