4 Tipps wie Sie Lebensmittelabfälle vermeiden können

Lebensmittel sind eigentlich zu schade, um sie wegzuwerfen, und dennoch landen sie oft genug im Müll. Ursachen gibt es dafür viele: unsachgerechte Lagerung, schlecht geplante oder zu umfangreiche Einkäufe sowie Unsicherheit, ob man abgelaufene Lebensmittel noch essen kann. Das Wegwerfen schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel. Jeder Deutsche wirft  im Jahr durchschnittlich 300 Euro weg. Dabei landet fast ein Drittel der entsorgten Produkte originalverpackt im Müll. Durch bessere Planung und Aufbewahrung könnte rund die Hälfte aller Abfälle vermieden werden. Lesen Sie hier, wie Sie unnötiges Wegwerfen von Lebensmitteln im Haushalt vermeiden und wie real sich für eine bessere Verwertung der Ressourcen einsetzt.

Richtige Lagerung schützt vor Verderb

Wer gekaufte Lebensmittel vor dem vorzeitigen Verderb bewahren möchte, sollte darauf achten, sie richtig zu lagern. Bei kühlpflichtigen Lebensmitteln, die leicht verderben, muss die Kühlkette eingehalten werden. Für den Transport sind Kühltaschen ideal. Auch zuhause gehören verderbliche Lebensmittel immer in den Kühlschrank.

Einkauf planen – Geld sparen

Um Fehlkäufe zu vermeiden, ist es sinnvoll, zunächst die Vorräte zu prüfen und dann eine Einkaufsliste zu erstellen. Überlegen Sie dabei, ob Sie Besuch bekommen oder ob Sie in der Woche kaum zuhause sind. So können Sie zielgerichtet durch den Supermarkt steuern. Vor allem Single-Haushalte können Abfälle vermeiden, indem sie kleinere Portionen kaufen oder größere Portionen aufteilen und portionsweise einfrieren.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Einen Anhaltspunkt, wie lange ein Lebensmittel aufbewahrt werden kann, liefert das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Bis zum MHD garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei sachgerechter Lagerung seine spezifischen Eigenschaften, wie Geschmack, Geruch, Konsistenz und Farbe optimal erhält. Es besagt jedoch nicht, dass das Lebensmittel an diesem Tag verdirbt. Auch nach Ablauf des MHD kann ein Lebensmittel noch einwandfrei sein.

Haltbarkeit beurteilen statt wegwerfen

Ist das MHD abgelaufen, sollten Sie das Lebensmittel sorgfältig begutachten. Wenn es noch gut riecht, normal aussieht und schmeckt, können Sie es durchaus noch essen. Sollte Ihnen jedoch das Aussehen merkwürdig vorkommen oder sollte das Lebensmittel unangenehm riechen oder schmecken, dann entsorgen sie es am besten. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn empfindliche Personen wie Kinder, Kranke oder ältere Menschen mitessen, deren Immunsystem nicht so stabil ist.

Optimale Resteverwertung

Nicht alles, was zu viel gekocht wurde, muss im Abfall landen. Viele Reste können Sie am nächsten Tag als Mittagessen mit ins Büro nehmen oder einfrieren und später wieder auftischen oder weiter verwerten. Braten Sie Nudeln, Reis oder Kartoffeln einfach am nächsten Tag in der Pfanne zusammen mit ein paar Kräutern, Eiern und kleingeschnittenem Gemüse oder Fleisch. Brot, das nicht mehr ganz frisch ist, lässt sich zu Paniermehl, Armer Ritter oder Bruschetta verarbeiten. Tomatensoße vom Vortag kann zu Pizzasauce werden. Seien Sie kreativ!

Verbrauchsdatum

Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch haben statt des Mindesthaltbarkeitsdatums ein Verbrauchsdatum. Solche Lebensmittel sind mit der Angabe „verbrauchen bis ...“ versehen. Dieses Datum gibt den Zeitpunkt an, bis wann das Produkt spätestens verbraucht werden sollte. Danach dürfen die Lebensmittel nicht mehr verkauft und gegessen werden, da sie möglicherweise gesundheitliche Probleme hervorrufen können. Auch Einfrieren sollte man solche Lebensmittel nicht mehr. 

Wie real,- dazu beiträgt, unsere Ressourcen zu schonen

Damit keine Waren unnötig im Müll landen, arbeitet real ständig an einer Verbesserung der Abläufe. So wurden beispielsweise die Einkaufsrhythmen verkürzt, zugleich wurden kleinere Bestelleinheiten eingeführt, um die Bestellmengen besser an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Durch zahlreiche regionale Lieferanten, insbesondere bei Fleisch und Wurst sowie Obst und Gemüse, konnten auch die Lieferwege verkürzt werden. Zudem helfen regelmäßige Kontrollen der Mindesthaltbarkeitsdaten und der Produktqualität dabei, Waren rechtzeitig zu verkaufen.

real strebt stets danach, Obst und Gemüse saisongerecht von regionalen Anbietern zu beziehen. So schmeckt es besonders aromatisch und braucht keine langen Transportwege.

Die Tafel – gegen Lebensmittelverschwendung

Die Tafel ist eine seit 1993 bestehende, bundesweite Initiative, bei der sich mehr als 25.000 ehrenamtliche Helfer dafür engagieren, die jährlich 100.000 t anfallenden Lebensmittel an ca. 500.000 bedürftige Menschen zu verteilen. Seit vielen Jahren spendet auch real Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse, haltbare Molkereiprodukte, Backwaren und notwendige Artikel des täglichen Bedarfs an rund 600 lokale Tafeln in Deutschland.
Fast alle Märkte arbeiten mittlerweile zudem mit der Tafel zusammen, um noch verzehrsfähige Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, sinnvoll zu verwerten.