Foodsharing – Lebensmittel teilen statt wegwerfen

Der Urlaub steht vor der Tür und der Kühlschrank ist noch voller Lebensmittel, weil wir mal wieder zu viel eingekauft haben. Wer kennt diese Situation nicht? Statt Lebensmittel wegzuwerfen, bietet das Konzept von Foodsharing die Möglichkeit, Lebensmittel, die wir selbst nicht benötigen, abzugeben und so anderen zur Verfügung zu stellen. Auf der Website www.foodsharing.de können Privatpersonen, Händler und Produzenten Lebensmittel entweder kostenlos anbieten oder sie kostenlos abholen. Ziel ist es, einen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung zu leisten.

Ziel des Foodsharing: weniger Verschwendung

Weltweit landen rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll. Etwa 60% dieser Lebensmittelabfälle entstehen in privaten Haushalten. Während wir so achtlos mit Lebensmitteln umgehen, leiden auf der anderen Seite weltweit knapp eine Milliarde Menschen an Hunger.

Auch in Deutschland wirft jeder Bürger jährlich im Schnitt 80 kg Lebensmittel weg – allen voran Obst und Gemüse. In den meisten Fällen ist dies total unnötig, da die weggeworfenen Produkte durchaus noch genießbar wären.

Um der unnötigen Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken, wurde im Dezember 2012 der Verein Foodsharing e.V. gegründet. Bereits seit über fünf Jahren kämpft die  Online-Plattform www.foodsharing.de gegen Lebensmittelverschwendung.

Lebensmittel teilen: so funktioniert Foodsharing

Auf der Website kann jeder Lebensmittel, die er selbst nicht mehr braucht, anbieten oder nach Lebensmitteln für den eigenen Bedarf suchen. Um Lebensmittel anbieten oder abholen zu können, muss man sich zunächst registrieren. Dafür werden Emailadresse und Name hinterlegt. Dann kann es schon losgehen. Die gesamte Nutzung der Plattform ist kostenlos. Wer die Idee unterstützen möchte, kann freiwillig etwas Geld spenden.

Lebensmittel suchen: Unter der Rubrik Essenskörbe kann jeder nach Lebensmitteln suchen, die derzeit angeboten werden. Dabei lassen sich die Ergebnisse nach Stadt, Abholdatum oder Lebensmittel filtern. Ist ein passender Essenskorb gefunden, kann man dem Anbieter einfach eine Nachricht schicken und einen Treffpunkt zur Übergabe ausmachen.

Lebensmittel anbieten: Wer dagegen einen Essenskorb oder ein einzelnes Lebensmittel anbieten möchte, kann unter der Rubrik Essenskörbe einen neuen Essenskorb einstellen. Darüber hinaus kann man sich auch mit anderen Menschen zum gemeinsamen Kochen verabreden.

Der Verein Foodsharing e.V. wächst immer weiter. Neben der privaten Weitergabe von Lebensmitteln helfen inzwischen über 34.000 ehrenamtliche „Foodsaver“ mit, gewerbliche Lebensmittel, die übrig geblieben sind, zu „retten“.
Dadurch konnten schon über 13.000.000  kg Lebensmittel vor der Tonne bewahrt werden.

Fair-Teiler: Sammelpunkte für Lebensmittel

Neben der Möglichkeit, Lebensmittel über die Homepage von Foodsharing anzubieten oder abzuholen, gibt es auch noch sogenannte Fair-Teiler. Dies sind Sammelpunkte, an denen Essen, zumeist in Regalen oder Kühlschränken, gesammelt wird und zum Abholen durch Interessenten bereit steht. Informationen über Fairteiler in der Nähe erhalten Interessenten ebenfalls auf der Homepage von Foodsharing.

 

Foodsharing-Regeln: frisch und fair

Damit sich jeder an der Idee des Foodsharing erfreuen kann, müssen die Teilnehmer bestimmte Regeln beachten. So dürfen z.B. keine verderblichen Lebensmittel wie Fisch, Geflügel, Fleisch und rohe Eierspeisen angeboten werden. Auch Medikamente und Kosmetika, ebenso wie alle anderen Non-Food-Produkte sind tabu bei Foodsharing.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Teilnehmer fair miteinander umgehen, indem sie sich an Vereinbarungen halten und pünktlich an vereinbarten Treffpunkten erscheinen. Wer sich an diese Regeln hält, kann mit Foodsharing einen sinnvollen Beitrag zu weniger Lebensmittelverschwendung leisten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website von Foodsharing: www.foodsharing.de