Sport im Sommer: Darauf sollten Sie achten

Im Sommer ist es abends lange hell, die Sonne und angenehme Temperaturen locken zur Bewegung im Freien. Der Sommer bietet unzählige Möglichkeiten, sportlich aktiv zu werden: ob Joggen, Rad fahren, Skaten, Schwimmen oder Surfen. Auch am Strand gibt es viele Sportmöglichkeiten und man kann bei einer Runde Beach-Volleyball oder Frisbee leicht auch Kontakt zu anderen Urlaubern knüpfen. Bei aller Freude am Training an der frischen Luft ist aber auch Vorsicht geboten. Der Kreislauf kommt bei Hitze schneller an seine Grenzen und hohe Ozonwerte machen der Lunge zu schaffen. Mit Hitzschlag oder Sonnenstich ist nicht zu spaßen. Auch die Haut will vor Strahlung gut geschützt sein. Hier erfahren Sie, wie Sie gesund und unbeschadet einen sportlichen Sommer genießen.

Sport im Freien macht gute Laune

Beim Sport im Freien pumpt der Körper ordentlich Sauerstoff. Dabei kommt der Kreislauf in Schwung, die Muskulatur wird gestärkt und wir fühlen uns rundherum gut. Dabei werden Glückshormone, so genannte Endorphine, ausschüttet. Zudem wird durch die UV-Strahlung das „Sonnen-Vitamin“ D in unserem Körper produziert.

Der richtige Sonnenschutz

Sonne ist herrlich, doch zu viel Sonne führt nicht nur zu einem Sonnenbrand, sondern schadet der Haut auch langfristig und kann im schlimmsten Fall Hautkrebs auslösen. Ganz besonders vorsichtig sollten Sportler am und im Wasser sein, denn die Reflexion auf der Wasseroberfläche verstärkt die Intensität der Sonne zusätzlich.

Tragen Sie beim Sport in der Sonne am besten dichtgewebte Sportkleidung, die Ihre Haut vor zu intensiver Sonneneinstrahlung schützt. Unbedeckte Körperstellen sollten ausreichend mit wasserfester Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor eingecremt werden, um die Eigenschutzzeit der Haut zu verlängern. Dabei das Nachcremen nicht vergessen! Auch Kopfbedeckung und Sonnenbrille dürfen bei sportlichen Aktivitäten in der Sonne nicht fehlen.

Kreislaufprobleme, Hitzschlag und Sonnenstich vermeiden

Exzessives Training bei starker Hitze und Sonneneinstrahlung kann schnell zu Kreislaufproblemen führen. Schwindelgefühle, Hitzschlag oder Sonnenstich können die Folge sein. Deshalb empfiehlt es sich, das Training an heißen Tagen möglichst in die kühleren frühen Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Eine Kopfbedeckung und ausreichend Flüssigkeit sind weitere wichtige Maßnahmen, um Kreislauf- und Hitzeschäden zu verhindern.

Hören Sie auf Ihren Körper. Wer Anzeichen von Überanstrengung bemerkt, sollte sich unbedingt eine Pause an einem schattigen Plätzchen gönnen. Trainieren Sie an sehr heißen und schwülen Tagen lieber nicht alleine, damit im Zweifelsfall jemand zur Stelle ist und helfen kann. Sollte es wirklich zum Kreislaufversagen kommen, die betroffene Person in den Schatten legen und einen Notarzt rufen.

Flüssigkeitsverluste: Trinken, trinken, trinken!

Als Faustregel gilt, dass der Körper beim Sport rund 1 l Flüssigkeit pro Stunde verliert. Wer länger als eine Stunde trainiert, sollte etwas zu trinken dabei haben und alle 20 Minuten circa 200 ml Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei kürzeren Trainingseinheiten reicht es aus, den Flüssigkeitsverlust nach dem Sport auszugleichen. Generell gilt, dass man bereits trinken sollte, wenn noch gar kein Durstgefühl zu spüren ist. Am besten trinken Sie schon vor dem Sport ein großes Glas, um die Flüssigkeitsspeicher zu füllen. Ideale Durstlöscher sind Wasser oder Saftschorlen. Die Getränke sollten ausreichend Mineralstoffe und auch Natrium enthalten, um die Flüssigkeitsverluste schnell auszugleichen und die ausgeschwitzten Mineralstoffe zu ersetzen. Leicht gekühlte Getränke sind dabei bekömmlicher als eiskalte.

Hohe Ozonwerte reizen die Atemwege

Personen mit Atembeschwerden, Herz-Kreislauferkrankungen oder Asthmatiker sollten bei hohen Ozonwerten vorsichtig sein. Gerade beim Sport im Freien gelangt mit der intensiveren Atmung mehr Ozon in die Lunge. Das kann bei ozonempfindlichen Personen Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Husten, Atemnot und Asthmaanfälle auslösen. Wer hier empfindlich reagiert, sollte an Tagen mit hohen Ozonwerten auf sportliche Aktivitäten im Freien besser verzichten. Die höchste Ozonbelastung besteht in den Nachmittagsstunden und vor allem am Stadtrand, daher sind der Vormittag und der späte Abend am besten für Bewegung geeignet.

Abkühlung nicht übertreiben

Wer das Training erfolgreich hinter sich gebracht hat, kann die Abkühlung meist nicht abwarten. Lassen Sie Ihrem Körper jedoch Zeit: Springen Sie auf keinen Fall direkt nach dem Sport ins eiskalte Schwimmbecken oder unter die eiskalte Dusche, schlimmstenfalls kann das zu Herz-Rhythmus-Störungen führen. Warten Sie lieber eine Viertelstunde ab, ruhen Sie sich etwas aus und trinken etwas. Erst dann geht´s ab in die Dusche – und zwar bei einer angenehmen Wassertemperatur.