Massagen zum Lockern und Entspannen

Wenn die Schultern sich unangenehm hart anfühlen, der Rücken schmerzt und der Kopf dröhnt, können Massagen oft Wunder wirken. Aber auch ohne konkrete Beschwerden tun Massagen einfach gut. Das wunderbare Streichen, Kneten und Klopfen der Haut und der darunter liegenden Schichten entspannt Körper und Seele.

Arten und Formen von Massagen

Bei Massagen werden die Haut sowie die darunterliegende Muskulatur und das Bindegewebe mechanisch gedehnt, gezogen und gedrückt. Im Detail unterscheiden sich verschiedene Massageformen durch ihre speziellen Griff- und Dehntechniken, durch die Anwendung von Zusätzen wie Öl oder heiße Steine, aber auch durch die dahinter stehende Philosophie. Hier ein Überblick über einige beliebte Massageformen.

Wie Massagen wirken

Durch eine Massage wird die bearbeitete Stelle besser durchblutet und der Zellstoffwechsel angeregt. Die Muskulatur wird gedehnt, gelockert und entspannt. Im Bindegewebe lassen sich Verklebungen beispielsweise bei Narben lösen. So können auch Wunden besser heilen. Durch Blockaden und Verkrampfungen verursachte Schmerzen gehen zurück. Nicht zuletzt führt die körperliche Entspannung auch zum Relaxen der Seele. Dies drückt sich unter anderem durch niedrigeren Blutdruck und Puls aus. Stresshormone werden abgebaut und die angenehme Berührung setzt Glückshormone frei.

Ayurveda-Massage

Ayurveda wird in Indien als traditionelle ganzheitliche Heilmethode praktiziert, zu der neben der Massage auch Heilpflanzen, Ernährungsempfehlungen und Yoga gehören. Die Abhyanga genannte Ayurveda-Massage erfolgt mit angewärmtem Pflanzenöl, das häufig mit Extrakten von Heilkräutern versetzt ist. Das duftende, warme Öl pflegt die Haut und entspannt Körper und Seele. Ein besonderes Highlight ist der Stirnölguss, bei dem warmes Öl auf die Stirn des Patienten fließt und herabrinnt, was angenehm beruhigend wirkt.

Klassische Massage (Schwedische Massage)

Diese ursprünglich aus Schweden stammende Massagetechnik hat sich insbesondere in der westlichen Welt durchgesetzt und gilt hier als klassische Massageform. Masseure und Physiotherapeuten arbeiten hauptsächlichen mit den fünf klassischen Grundtechniken: Streichen, Kneten, Reiben, Klopfen und Erschütterungen. Die klassische Massage kann vom Arzt verschrieben werden. Sie dient vor allem dazu, Verspannungen und Verhärtungen zu lösen und dadurch verursachte Schmerzen zu lindern. 

Hot-Stone-Massage

Für diese Massage werden Steine, meistens aus schwarzem Basalt, im Wasserbad aufgeheizt. Die Patienten legen sich teilweise auf die erwärmten Steine und bekommen warme Steine auf den Körper gelegt. Zusätzlich kann mit den warmen Steinen über die Haut gestrichen oder auf bestimmte Stellen geklopft werden. Durch die Wärme und das Gewicht der Steine entspannen sich die Muskeln. Mit Streichen oder Klopfen lassen sich zudem gezielte Reize setzen. 

Thai-Massage

In Thailand gehört die traditionelle Thai-Massage zum Alltag und wird sowohl für das allgemeine Wohlbefinden sowie zur Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden praktiziert. Die Thai-Massage arbeitet vor allem mit Akupressur, Dehnungen und Streckungen und fördert insbesondere die Beweglichkeit. Die Masseure arbeiten hier nicht nur mit den Händen, sondern setzen ihren ganzen Körper und teilweise ihr komplettes Gewicht ein, indem sie beispielsweise barfuß auf dem Rücken des Patienten laufen. In Deutschland werden jedoch eher gemäßigte Varianten der Thai-Massage durchgeführt.

Reflexzonen-Massage

Die Reflexzonen-Massage geht davon aus, dass bestimmte Bereiche der Haut mit bestimmten Organen oder Muskeln verbunden sind. Behandelt wird hier also nicht das Organ oder der Muskel selbst, sondern die zugehörige Stelle an den Händen, am Kopf oder an den Fußsohlen. Durch Massage der entsprechenden Punkte sollen gezielt die dazugehörigen Organe oder Muskeln stimuliert werden

Vorsicht, in diesen Fällen sollten Sie keine Massagen anwenden

Wer unter Blutgerinnseln in den Venen (Thrombosen) oder anderen Gefäßerkrankungen leidet, sollte auf Massagen verzichten. Auch bei Hautkrankheiten oder größeren Wunden sollte in den betroffenen Bereichen keine Massage durchgeführt werden. Bei fiebrigen Infekten und akuten Entzündungen verschiebt man die Massage besser bis der Infekt bzw. die Entzündung abgeklungen ist.