Cool: Eiscreme einfach selber machen

Eis ist beliebt bei Groß und Klein, im Sommer, aber auch im Winter. Doch was tun, wenn die Eisdiele zu weit weg und der Gefrierschrank leer ist? Wenn man bestimmte Zutaten nicht verträgt oder einfach mal Lust hat auf eine eigene Eiskreation? Ganz einfach: Eis selber machen. Das geht leichter als gedacht. Passende Zutaten hat man meistens im Haus. Wir verraten, wie Sie daraus im Handumdrehen ein leckeres Eis zaubern.

Das brauchen Sie, um Eis herzustellen

Eigentlich braucht man nicht viel, um Eis selber zu machen. Als Geschmacksträger dienen zum Beispiel Früchte, Schokolade, Nüsse oder Gewürze. Für cremige Eissorten werden Milchprodukte wie Milch, Sahne, Joghurt oder Ähnliches sowie eventuell Eier benötigt. Zucker, Süßstoff oder Honig sorgen für zusätzliche Süße. Eine Eismaschine erleichtert die Arbeit, denn sie übernimmt das ständige Rühren. Die meisten Maschinen gefrieren die Eismasse direkt während des Rührens. Es geht aber auch problemlos ohne Eismaschine. Unverzichtbar ist allerdings ein Gefriergerät, das mindestens -18 °C erreicht. Wichtig sind natürlich auch gut schließende Behälter, in denen das Eis eingefroren werden kann.

Schleckeis ganz einfach: Wassereis und Joghurteis

Die simpelste Methode, um zu einem leckeren Eis am Stiel zu kommen, ist folgende: Stechen Sie einfach einen Holz- oder Plastikstiel durch den geschlossenen Deckel eines kleinen Joghurts und stellen Sie den Becher in den Gefrierschrank. Nach etwa fünf Stunden dürfte das Eis gefroren sein. Dann den Deckel abziehen, den Joghurtbecher entfernen und losschlecken.

Ebenso leicht geht die Zubereitung von Wassereis. Nehmen Sie Ihren Lieblingssaft und füllen ihn in eine kleine Eisform oder in einen schmalen, kleinen Plastikbecher und stellen diese in den Gefrierschrank. Den Stiel am besten erst später reinstecken, wenn das Eis schon etwas gefroren ist. Es dauert etwa einen Tag, bis Wassereis ganz durchgefroren ist.

Herrlich cremig: Milch- und Sahneeis

Für Milcheis können praktisch alle Varianten von Milchprodukten eingesetzt werden. Von kalorienarmer Dickmilch oder Joghurt über Vollmilch bis zu Sahne. Wer Milchzucker nicht verträgt, nimmt einfach laktosefreie Milchprodukte. Auch Ersatzprodukte wie Soja- oder Reismilch können verwendet werden. Besonders cremig wird es, wenn Sie auch noch Eier zugeben. Überraschen Sie Ihre Liebsten zum Beispiel mal mit einem leckeren selbstgemachten Schokoeis:

Schokoladeneis

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 ml Vollmilch
  • 125 ml Sahne
  • 2 Eigelb
  • 1 Vanilleschote
  • 90 g extrafeiner Zucker
  • 50 g Kakaopulver
  • 150 g dunkle Schokolade (mind. 70 % Kakaoanteil), fein gehackt

Zubereitung:

Milch, Sahne, die ausgeschabten Vanillesamen und die leere Schote unter gelegentlichem Rühren leicht erhitzen, ohne die Mischung jedoch zu kochen. Die Vanilleschote aus der Milch nehmen. Die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel rühren, bis die Masse leicht luftig ist. Die Milch von der Flamme nehmen und das Kakaopulver und die Schokolade einrühren bis sie vollständig geschmolzen ist. Langsam die Schokolademilch in die Eimischung geben, dabei ständig rühren, damit die Eier nicht stocken. Die Mischung in den Topf zurückgeben und bei schwacher Hitze solange rühren, bis die Creme auf der Rückseite eines Holzlöffels einen leichten Film bildet (nicht kochen!). Die Mischung zurück in die Schüssel geben und unter gelegentlichem rühren abkühlen lassen. Abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Nun die Mischung in ein verschlossenes Plastikgefäß geben und etwa 50 Minuten lang im Tiefkühler lassen. Die Masse aus dem Tiefkühler nehmen und mit einem elektrischen Rührgerät rühren, um evtl. Eiskristalle zu entfernen. Zurück in den Tiefkühler stellen. Mischung während der nächsten 2-3 Stunden alle 30 Minuten rühren bzw. nochmals aufschlagen. Die Eismasse schließlich solange im Tiefkühler lassen, bis sie gefroren ist.

Für fruchtiges Milcheis werden die Früchte (z.B. 150 g Beeren) zunächst in Stücke geschnitten und eingefroren. Dann kommen die gefrorenen Früchte mit dem gewünschten Milchprodukt (z.B. 125 ml Vollmilch) in einen Mixer. Je nach Bedarf gibt man Ei und Zucker wie oben beschrieben hinzu. Für Nusseis zunächst die Nüsse grob hacken, dann mit etwas Sahne im Mixer zu einem feinen Brei pürieren. Dann ebenfalls wie oben beschrieben mit Ei und Zucker vermengen und cremig schlagen.

Die sorgfältig durchgemixte Eismasse anschließend in der Eismaschine oder im Gefriergerät einfrieren. Erwärmte Zutaten sollten jedoch vorher abkühlen. Wer keine Eismaschine hat, sollte das Eis während des Gefrierens mindestens einmal durchrühren, am besten sogar alle Viertel- bis halbe Stunde. Je häufiger Sie rühren, desto cremiger wird das Eis.

Bei Eis ist Hygiene besonders wichtig

Wenn Sie Eis selbst herstellen, achten Sie besonders auf Sauberkeit und Hygiene. Vor allem Milchprodukte, aber auch Ei und pürierte Früchte sind ein guter Nährboden für Bakterien. Durch das Pürieren und Rühren wird die Oberfläche vergrößert, so dass Bakterien noch leichter eindringen können. Deshalb sollten auch die Zutaten stets frisch und einwandfrei sein. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann die Zutaten kurz aufkochen (Vorsicht bei mageren Milchprodukten, die ausflocken oder bei anderen hitzeempfindlichen Zutaten). Dann hält sich das Eis im Gefrierschrank etwa zwei Wochen. Ansonsten sollte selbstgemachtes Eis möglichst schnell geschleckt werden. Im Gefrierschrank liegen Bakterien quasi auf Eis und vermehren sich nicht mehr. Abgetötet werden sie dort jedoch nicht. Sobald das Eis taut, vermehren sich die Bakterien wieder. Aus diesem Grund sollte einmal aufgetautes Eis nicht wieder eingefroren werden.

Tipps und Tricks zur Eis-Herstellung

  • Verwenden Sie immer frische und einwandfreie Zutaten.
  • Achten Sie bei der Herstellung von Eis sorgfältig auf Sauberkeit und Hygiene.
  • Verwenden Sie am besten Puderzucker, aufgelösten Zucker, flüssigen Honig, Flüssigsüßstoff oder andere flüssige Süßungsmittel. Sie vermischen sich besser mit den anderen Zutaten.
  • Die Zugabe von Gelatine hält Sorbets länger stabil.
  • Eis aus frischen Zutaten sollte möglichst bald gegessen werden. Wurden abgekochte Zutaten verwendet, kann das selbst gemachte Eis etwa zwei Wochen im Gefrierschrank aufbewahrt werden.
  • Die Eismasse sollten nicht zu warm in das Gefriergerät oder die Eismaschine gegeben werden.
  • Achten Sie darauf, dass die Temperatur in Eismaschine oder Gefriergerät unter -18 °C liegt.
  • Je häufiger Sie die gefrierende Masse durchrühren, desto cremiger wird das Eis.
  • Aufgetautes Eis nicht wieder einfrieren