Weihnachtliche Gewürze

Wenn der typisch würzige Duft in der Luft liegt, wissen wir, dass Weihnachten näher rückt. Die unnachahmliche Mischung aus Zimt und Nelken, Vanille, Anis und Kardamom riecht so gemütlich-weihnachtlich und exotisch zugleich. Die meisten weihnachtlichen Gewürze sind tatsächlich kostbare Exoten aus fernen Ländern.

Mehr als nur Geschmacksträger

Gewürze sind Teile von Pflanzen, die wegen ihrer natürlichen Geschmacks- und Aromastoffe zum Würzen eingesetzt werden. Einzeln oder in Kombination bereichern sie unser Essen um eine unendliche Vielfalt geschmacklicher Nuancen. Traditionell wurden Gewürze auch als Konservierungsstoffe und als Grundlage für Arzneimittel verwendet. Für die vermeintlich gesundheitsfördernden Wirkungen wären jedoch Mengen nötig, die weit über jene zum Würzen hinausgehen. Die Freude am Essen erhöhen sie auf jeden Fall!

Zimt

Zimt gilt wohl als das weihnachtlichste aller Gewürze. Zimtstangen bestehen aus der getrockneten Innenrinde des Zimtbaumes. Dieser stammt ursprünglich aus Sri Lanka (ehemals Ceylon), wird heute aber auch in vielen Ländern Asiens sowie in Madagaskar und Südamerika angebaut. Man unterscheidet zwischen Ceylon-Zimt (auch „echter“ Zimt oder Kaneel genannt) und Kassia-Zimt. Kassia-Zimt enthält mehr von dem natürlichen Aromastoff Cumarin. Cumarin kann in größeren Mengen Leberschäden verursachen. Es empfiehlt sich daher, bei Zimtstangen den feinblättrigen Ceylon-Zimt (Kaneel) zu bevorzugen. Auch sollte Zimt bei empfindlichen Menschen und Kindern nur in kleinen Mengen verwendet werden. Zimt wird gemahlen als Pulver verwendet oder als ganze Zimtstange mitgekocht. Mit seiner süßen und aromatischen Würze verfeinert er vor allem Backwaren und Süßspeisen.

Gewürznelken

Gewürznelken verbreiten nicht nur beim Würzen sondern auch als Dekoration Weihnachtsstimmung. Mit den Nelkenknospen werden traditionell Muster in frische Orangen gesteckt, so dass sich ein wunderbarer Duft ausbreitet. Die Gewürznelkenbäume stammen aus Indonesien, wo auch heute noch viele Gewürznelken herkommen. Gewürznelken enthalten reichlich ätherische Öle und riechen intensiv-würzig. Sie werden sowohl für die Weihnachtsbäckerei und den Glühwein als auch für herzhafte Gerichte wie Wild, Rotkohl und Eintöpfe eingesetzt.

Anis

Anis kommt in ganzen Samen oder gemahlen in den Handel. Die Anispflanze wächst in Europa vor allem im Mittelmeerraum. Ihre weißen Dolden bilden Früchte, deren helle Samen süßlich-herb schmecken. Anis wird von jeher für Brot- und Backwaren nicht nur in der Weihnachtszeit verwendet. Auch Süßspeisen und Liköre erhalten durch Anis einen feinwürzigen und frischen Geschmack.

Der dekorative Sternanis eignet sich prima zum Schmücken. Er schmeckt zwar ähnlich wie Anis, stammt jedoch von einem in Asien heimischen Baum. Sie verleihen vor allem Glühwein und Punsch eine aromatische Note, werden aber auch für Weihnachtsgebäck verwendet.

Vanille

Die echte Vanille gehört auch heute noch zu den teuren Gewürzen. Vanilleschoten sind die Früchte einer in Mittelamerika beheimateten Orchideenart. Sie werden unreif geerntet und fermentiert. Dabei entwickeln sie ihre dunkle Farbe und das zarte Aroma. Verwendet wird das Mark der Vanilleschote, welches Vanillin als wichtigsten Aromastoff enthält. Er schmeckt mild und süßlich. Mit Vanille werden vor allem Süßspeisen und Gebäck verfeinert.

Kardamom

Kardamom ist neben Safran und Vanille eines der teuersten Gewürze. Es gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Fruchtkapseln mit den Kardamomsamen werden unreif geerntet und getrocknet. Manchmal werden die Kapseln mit vermahlen, was jedoch die Würzkraft schwächt. Kardamom duftet intensiv aromatisch und schmeckt feurig-würzig. In Lebkuchen und Glühwein darf Kardamom nicht fehlen, aber auch in der Weihnachtsbäckerei sowie in herzhaften Gerichten und Currys ist der Scharfmacher häufig anzutreffen.

Gewürze richtig lagern

  • Lagern Sie Gewürze stets trocken, kühl und dunkel in verschlossenen Beuteln oder Gefäßen.
  • Ganze Gewürze sind länger haltbar als gemahlene.
  • Geöffnete Packungen sollten möglichst innerhalb eines halben Jahres verbraucht werden.