Gerade im Herbst und vor allem zu Halloween sehr beliebt – die Rede ist von Kürbissen! Auch wenn sie meist wie Gemüse zubereitet werden, sind sie botanisch gesehen Beeren, sogenannte Panzerbeeren. Damit wäre der Kürbis die größte Beere der Welt!

Die Familie der Kürbisse lässt sich insgesamt in fünf Gruppen unterteilen, von denen drei für den Verzehr relevant sind:

Winterkürbisse Sommerkürbisse
1. Speise- oder Riesenkürbisse3. Gartenkürbisse
2. Moschuskürbisse

Speise- oder Riesenkürbisse sind die größten aller Kürbisse. Sie lieben nährstoffreichen Boden und wachsen auch in kühleren Gebieten. Die Schale ist hart und kann sowohl glatt als auch warzig oder gerippt sein. Wegen seiner Größe und des mild schmeckenden Fruchtfleisches wird er besonders gerne für Suppen, Aufläufe und als Kürbisgemüse verwendet.
Auch der beliebte Hokkaidokürbis gehört zu dieser Gruppe. Er ist jedoch ein kleinerer Vertreter und dadurch haushaltstauglicher als die meisten anderen Speise- bzw. Riesenkürbisse. Mit ihrem kräftig-süßlichen Geschmack zählen Hokkaidos zu den besonders aromatischen Sorten. Praktisch ist auch, dass ihre Schale im Gegensatz zu den meisten anderen Winterkürbissen so dünn ist, dass man sie problemlos mitessen kann.

Moschuskürbisse bevorzugen es eher warm, gedeiht jedoch auch in unseren Breitengraden. Das Fruchtfleisch ist eher fest und hat eine leicht nussige Note. Zu der Familie der Moschuskürbisse zählen zum Beispiel der Muskatkürbis und der Butternusskürbiss. Seinen Namen verdankt er dem buttrig-weichen Fruchtfleisch, das sowohl gekocht als auch roh ein Genuss ist. Durch seine birnenähnliche Form lässt er sich besonders gut gefüllt servieren.

Zu den Gartenkürbissen zählen die Sommerkürbisse. Diese werden meist jung und unreif geerntet. Die Schale ist häufig weich und kann meist mitgegessen werden. Zu dieser Familie gehören Rondini, Patissons, Squashs oder Spaghettikürbisse.

Übrigens, wussten Sie, dass auch die Zucchini zu den Gartenkürbissen zählt? Diese sind eigentlich Sommerkürbisse. Da Zucchini heute aber ganzjährig in Gewächshäusern angebaut werden, sind sie praktisch das ganze Jahr im Handel erhältlich.

Was beim Kauf beachten?
Beim Kauf sollten Sie zunächst darauf achten, dass der Kürbis für den gewünschten Zweck, also zum Verzehr oder als Zierkürbis, angeboten wird. Zierkürbisse eignen sich als Deko, sollten aber nicht verzehrt werden, da sie oft noch Bitterstoffe enthalten, die zum einen ungenießbar sind und zum anderen zu Magen-Darm-Problemen führen können. Wollen Sie den Kürbis als Lebensmittel verarbeiten, achten Sie darauf, dass dieser als Speisekürbis angeboten wird.
Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass der Kürbis keine Schäden (z.B. Schnitzer, Dellen etc.) aufweist. Dies ist vor allem dann relevant, wenn sie den Kürbis auch noch etwas einlagern möchten. Auch sollten sie prüfen, ob der Kürbis schon reif ist, wenn sie ihn gleich zubereiten wollen.

Machen Sie den Klopftest! Reife Kürbisse sollten sich leicht hohl anhören. Auch der Stiel verrät Ihnen – sogar noch zuverlässiger – ob der Kürbis reif ist: ist dieser verholzt und unbiegsam, ist der Kürbis reif.

Lagerung
Kürbisse sind - je nach Sorte - monatelang haltbar, wenn sie richtig gelagert werden. Entscheidend ist aber auch, ob der Kürbis bereits reif oder noch unreif ist, wenn er geerntet wurde. Wenn der Kürbis noch nicht reif ist, muss er zunächst aushärten, das heißt "kontrolliert ausreifen". Dafür sollte der Kürbis an einem warmen, luftigen und trockenen Ort platziert werden. Sind sie vollständig ausgereift, müssen sie umgelagert werden, an einen kühlen, aber luftigen und trockenen Ort. Der Kürbis ist reif, wenn die Schale hart ist und sich nicht mit einem Fingernagel bei leichtem Druck beschädigen lässt und der Stiehl verholzt ist. Angeschnittene Stücke sind allerdings nur noch wenige Tage haltbar und sollten gut verpackt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Das Fruchtfleisch lässt sich auch problemlos portionsweise einfrieren.

Na, haben wir Ihnen Appetit gemacht? Probieren Sie doch mal unser leckeres Kürbiscurry aus Martinique

Übrigens sind auch die Kürbiskerne essbar und lassen sich zu einem hervorragenden Snack weiterverarbeiten! Dafür müssen die Kerne allerdings getrocknet werden. Um sie zu trocknen, die Kerne zunächst säubern und vom Fruchtfleisch entfernen und anschließend im Backofen für 20 Minuten bei ca. 180° trocknen. Zwischendurch die Kerne wenden.