Halloween feiern: Tipps und Hintergründe

Flackernde Kürbislaternen grinsen schief an den Hauseingängen. Als Hexe, Vampir oder Monster verkleidete Kinder klingeln an den Türen und rufen „Süßes oder Saures“. Immer mehr Menschen feiern am 31. Oktober Halloween mit gespenstischen Verkleidungen und ausgehöhlten Kürbisfratzen. In Deutschland hat sich das Halloweenfest zwar erst in den letzten 20 Jahren etabliert, doch bei den katholischen Iren ist es bereits eine über 2.000 Jahre alte Tradition. Was es mit Halloween auf sich hat, wo der Name herkommt und wozu die Kürbisgesichter dienten, erfahren Sie hier.

Geschichte: Woher kommt Halloween?

Ursprünglich kam Halloween aus dem katholischen Irland. Die Kelten, die früher England und Irland bewohnten, teilten das Jahr traditionell in zwei Hälften – den Sommer und den Winter. Am 31. Oktober ging der Sommer zu Ende und die kalte Jahreszeit begann. Dieser Tag wurde mit einem großen Fest gefeiert. Die Menschen bedankten sich damit für die Ernte der warmen Jahreszeit und gedachten zudem der Seelen der Verstorbenen. Sie glaubten, dass sich die Lebenden und Toten zu dieser Zeit besonders nahe standen und die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkehrten. Um sich vor bösen Geistern zu schützen, verkleidete man sich mit erschreckenden Masken und Kostümen. Zusätzlich stellte man ausgehöhlte, beleuchtete Kürbisse mit eingeritzten Fratzen vor die Türen. Diese dienten als Hauswächter und als Schutz vor bösen Geistern.

Verbreitung und Namensgebung von Halloween

Als viele Iren im 19. Jahrhundert auswanderten, wurde der Brauch von den Britischen Inseln in die Vereinigten Staaten getragen. Nach und nach entwickelte sich Halloween auch zum Volksfest in den USA und Kanada. In den 1990er Jahren schwappte der Brauch zu uns nach Europa und hat sich auch in Deutschland über die Jahre etabliert. Das Wort "Halloween" leitet sich übrigens von "All Hallows Eve" ab. Dieser englische Ausdruck bedeutet übersetzt „Vorabend der Allerheiligen“. Über die Jahre entstand aus „All Hallows Eve“ die Abkürzung „Halloween“.

Halloween-Bräuche: Süßes oder Saures

Während das Halloweenfest früher dazu diente, für die Ernte zu danken und der Toten zu gedenken, stehen heute Spaß und Kommerz im Vordergrund. Der Verkauf von gruseligen Kostümen und Süßigkeiten boomt zu dieser Zeit. Dennoch sind viele Bräuche von früher erhalten geblieben. So werden am 31. Oktober ausgehöhlte und beleuchtete Kürbisse mit ausgeschnittenen Fratzen vor die Tür gestellt. Kinder verkleiden sich als Vampire, Hexen oder andere Gruselgestalten und ziehen so umher. Mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ (Englisch: Trick or Treat) klingeln sie in ihrer Nachbarschaft und fordern die Bewohner auf, ihnen Süßigkeiten zu schenken. Sonst gibt es Saures, meist in Form eines kleinen Streiches. Auch viele Erwachsene erfreuen sich zunehmend an Halloween und feiern Halloween-Partys.

Größtes Halloween-Festival auf Burg Frankenstein

Eines der größten Halloweenfeste in Deutschland ist das Festival auf Burg Frankenstein in Darmstadt. Unzählige Laienschauspieler treiben als Hexen, Vampire und Zombies ihr Unwesen auf der Burg. Vielfältige Bühnenprogramme unterhalten die zahlreichen Besucher. Das Halloween-Festival findet jedes Jahr an den Wochenenden zwischen Ende Oktober und Anfang November statt. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Tipps für die eigene Halloweenparty

Planen Sie selbst eine Halloweenparty? Dann sollten nicht nur die Kostüme sondern auch die Dekoration und das Essen schaurig-schön zu Halloween passen. Zur Deko gehören selbstverständlich ausgehöhlte Kürbisfratzen und die typischen Halloweenfarben Orange und Schwarz. Dunkeln Sie die Fenster ab und sorgen dafür, dass kein direktes Licht in den Raum fällt. Richtig gespenstisch wird’s mit künstlichen Spinnweben, Plastik-Spinnen und Deko-Fledermäusen, dazu vielleicht ein paar Totenköpfe oder ein Skelett. Auch das Essen bietet eine gute Möglichkeit, Stimmung zu erzeugen. Von Lakritzwürmern in Wackelpudding über gruselige Augenbowle bis hin zu Spinnen-Muffins finden sich im Internet zahlreiche Rezepte für Halloween.

Probieren Sie zum Beispiel mal unseren leckeren „Sargkuchen“. Der ist auf jeder Halloween-Party der Hit.

So schnitzen Sie Ihren Halloween-Kürbis!

Halloweenkürbisse sind stets orange und können unterschiedlich groß sein. Am besten eignen sich die Speise- oder Riesenkürbisse, beispielsweise der Early Harvest, der 6-8 kg schwer wird. Die Kürbisse sollten zum Schnitzen möglichst groß, reif und vor allem trocken sein, damit sie schön lange halten. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass der Kürbis keine Risse oder Druckstellen aufweist. Zunächst entfernt man mit einem großen Messer den Deckel. Anschließend den Kürbis mit einem starken Löffel aushöhlen und dabei ca. 2-3 Zentimeter Rand rundherum stehen lassen. Mit einem Filzstift lässt sich gut das Gruselgesicht vorzeichnen. Dieses wird dann mit einem scharfen Messer ausgeschnitten. So schimmert durch Mund, Augen und Nase das Kerzenlicht und bringt die Fratze zum Leuchten.