Frozen Yogurt – Gesunde Eisalternative oder Kalorienbombe?

Frozen Yogurt oder kurz „FroYo“, also gefrorener Joghurt – das hört sich gesund und nach wenigen Kalorien an. So soll Eis schlecken zum figurfreundlichen Vergnügen werden. Und zum Augenschmaus mit einer Vielfalt an farbenfrohen Toppings. Doch hält es tatsächlich, was es verspricht und worauf sollte man beim Genuss von Frozen Yogurt achten? Das verraten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Leichter Eis-Trend aus den USA

Unter dem Namen Frogurt kam bereits in den 1970er Jahren erfrischendes Joghurt-Eis in Neuengland im Nordosten der USA auf den Markt. Doch zunächst konnten die an besonders sahnige Ice-Cream gewöhnten Amerikaner dem säuerlichen, wenig gezuckerten Eis nicht so viel abgewinnen. Nach einem kurzen Hoch in den 80ern fristete das Produkt ein Nischendasein. Zu Beginn des neuen Jahrtausends entdeckten Koreaner die erfrischende Eisspezialität. Shops in bunten Bonbonfarben und eine Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten machten das Produkt erst richtig hip. Koreanisch-stämmige Amerikaner begeisterten mit Ketten von Frozen-Yogurt-Shops Asien und die USA. Erst 2010 kam der Trend auch nach Deutschland und in den großen Städten eröffneten erste Frozen-Yogurt-Shops. Inzwischen haben auch große Eis-Hersteller den Trend entdeckt und bieten fertiges Frozen-Yogurt-Eis aus der Tiefkühltruhe an.

Was genau ist Frozen Yogurt?

Das weiche, zu einem dicken Kringel aufgetürmte Frozen-Yogurt-Eis erinnert zunächst an gewöhnliches Softeis. Doch als Grundzutat wird hier Joghurt mit viel Luft zu einer fluffigen Eismasse aufgeschlagen und in den Becher oder die Waffel gespritzt. Bei der industriellen Herstellung kommt jedoch oft Magermilchpulver mit Verdickungsmitteln zum Einsatz. Joghurt verleiht dem Frozen Yogurt seinen typischen erfrischenden, leicht säuerlichen Geschmack. Für die süße Note kommt mehr oder weniger Zucker hinzu. Für Farbe und Geschmack sorgen entweder frische Früchte oder Farb- und Aromastoffe. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was wirklich drin ist.

Die Toppings machen‘s

Zum Frozen Yogurt gehört unbedingt eine riesige Palette bunter Toppings. Die Auswahl reicht von den altbekannten Streuseln über Marshmallows, Keksstücken und Gummibärchen bis zu Nüssen, Kokosraspeln und frischen Früchten. Selbst Käsecracker oder Balsamicosoße sind teilweise im Angebot. In Frozen-Yogurt-Shops kann man die Toppings nach Lust und Laune frei zusammenstellen.

Wie viele Kalorien hat Frozen Yogurt?

Im Gegensatz zu Sahne-Eis enthält Frozen Yogurt tatsächlich meistens weniger Kalorien. Ein fettarmes Fruchteis oder Sorbet ist dagegen oft kalorienärmer als so manches Joghurt-Eis. Der Fettgehalt von Frozen Yogurt unterscheidet sich allerdings je nach Hersteller. Wer gerne kalorienarm schlecken möchte, sollte deshalb einen Blick auf den Kaloriengehalt werfen. Auch bei den Toppings variiert der Kaloriengehalt stark. Wird das relativ leichte Eis mit Nüssen und Keksstücken überhäuft, schaufelt man oft mehr als die eingesparten Kalorien wieder drauf. Die leichteste und gesündeste Wahl sind ein paar frische Früchte.

Fazit: Bunter Spaß mit Augenmaß

Frozen Yogurts bieten köstlich-erfrischendes Eisvergnügen, das durch die tolle Auswahl an Sorten und die Toppings in bunten Farben einfach Spaß macht. Wer genau hinschaut, was im Joghurt-Eis steckt und zu leichten Toppings greift, kann sogar ein paar Kalorien gegenüber herkömmlichem Sahneeis sparen. Doch letztlich bleibt Frozen Yogurt eine Süßigkeit, die man sehr wohl mit Freude, aber doch in Maßen genießen sollte.

Übrigens:

Frozen Yogurt lässt sich auch ganz leicht selber machen - auch ohne Eismaschine. Dazu ganz einfach 500g Naturjoghurt oder griechischen Joghurt mit 70g Puderzucker und ½ TL Vanilleextrakt mit dem Schneebesen oder einem Mixer cremig rühren und ins Gefrierfach geben. Nun alle 20 Minuten durchrühren, bis der Frozen Yogurt durchgefroren ist und eine cremige Konsistenz hat. Jetzt kann der FroYo nach Belieben mit frischen Früchten oder anderen tollen Toppings dekoriert werden – fertig!