So schützen Sie Ihr Baby vor Allergien

Mit den ersten Sonnenstrahlen sind auch sie wieder unterwegs: Pollen, der Allergieauslöser Nr.1. Gerade selbst von Heuschnupfen gepeinigte Eltern fragen sich jetzt, was sie tun können, um wenigstens ihrem Kind lästige Allergien zu ersparen. "Meine Familie" gibt Tipps, wie Sie Babys Immunsystem stärken, damit allergische Reaktionen keine Chance haben.

Oft vererben sich Allergien von Generation zu Generation: Kinder, deren beide Eltern Allergiker sind, haben ein Risiko von 50 bis 80 Prozent, selbst eine Allergie zu entwickeln. Ist nur ein Elternteil betroffen, beträgt die Wahrscheinlichkeit 20 bis 40 Prozent, dass auch das Kind allergisch reagiert.

Die gute Nachricht für Eltern: Ob eine Allergie ausbricht, hängt auch davon ab, wie oft das Kind mit dem entsprechenden Stoff in Berührung kommt. Und: Auch Umweltbelastungen und Chemikalien tragen zur Entwicklung von Unverträglichkeiten bei. Sie können also Ihren Teil dazu leisten, Ihrem Schatz ein allergiefreies Leben zu ermöglichen!

Was Sie gegen Allergien tun können

  • Experten sind sich einig: Stillen in den ersten vier Lebensmonaten reduziert das Allergierisiko. Können oder möchten Sie nicht stillen, eignet sich hypoallergene Anfangsmilch. Während der ersten vier Monate keine Kuh- oder Sojamilch zufüttern!
  • Ernähren Sie sich selbst während der Stillzeit ausgewogen und nährstoffreich. Sie müssen nicht auf möglicherweise allergieauslösende Lebensmittel verzichten.
  • Geben Sie Ihrem Baby nach dem Abstillen Zeit, sich an verschiedene Nahrungsmittel zu gewöhnen. Beginnen Sie am besten mit Möhren, Kürbis, Kartoffeln oder Pastinaken. Der bewusste Verzicht auf allergieauslösende Stoffe während der Beikost reduziert das Allergierisiko nicht! Geben Sie Ihrem Wonneproppen also ruhig etwas Weizen, Fisch oder Kuhmilch. So gewöhnt sich Babys Immunsystem an die fremden Stoffe.
  • Stärken Sie das Immunsystem Ihres Kleinen durch möglichst viele Kontakte zu anderen Kindern. Gehen Sie häufig an die frische Luft und vermeiden Sie übertriebene Hygiene oder gar den Einsatz von Desinfektionsmitteln. Kinder, die in einer keimfreien Umgebung aufwachsen, haben ein vielfach erhöhtes Allergierisiko!
  • Lassen Sie Ihr Baby nach den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts impfen – Experten zufolge können Impfungen das Allergierisiko senken.

Haustierallergie

Wenn Sie selbst an einer Tierallergie leiden, ist es für Ihr Baby das Beste, wenn es zunächst noch nicht mit Haustieren in Berührung kommt. Haustierallergiker reagieren übrigens nicht auf Tierhaare, wie häufig geglaubt, sondern auf verschiedene Körper-Absonderungen von Tieren. Beispiele sind Speichel, Schweiß, Talg oder Urin. Die darin enthaltenen Eiweißmoleküle sind es, die bei empfindlichen Menschen Beschwerden verursachen. Allerdings haften sie an den Haaren der Tiere und verbreiten sich so mit ihnen über die Luft. Gelangen sie dann in die Augen oder die Atemwege von Allergikern, kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Niesen, juckenden und tränenden Augen, Atemnot und Ausschlag.

Sollten Sie ein Haustier besitzen, beobachten Sie, ob Ihr Kind im Beisein des Tieres allergische Reaktionen zeigt. Sollte dies der Fall sein, hat der Arzt bei Kindern ab 5 Jahren die Möglichkeit, eine Hyposensibilisierung durchzuführen. Dabei wird der Körper durchgehend kleinsten Mengen des allergieauslösenden Stoffes ausgesetzt. So gewöhnt sich der kindliche Organismus langsam an das Allergen.