Zubereitung

Zubereitung

Frage von Linda R.

Ich wollte wissen, welche Zubereitungsverfahren für Gemüse besonders nährstoffschonend sind.

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Viele Nährstoffe reagieren empfindlich bei Hitze und langen Kochzeiten. Ein Großteil der wasserlöslichen Nährstoffe geht auch in die Garflüssigkeit über. Besonders nährstoffschonend sind deshalb das Dünsten, sowie das Garen im Wok oder in der Mikrowelle. Bei jeder Garmethode empfiehlt es sich, auf möglichst kurze Kochzeiten zu achten und Lebensmittel nicht zu übergaren. Wer die in das Kochwasser übergegangenen Nährstoffe „retten“ möchte, sollte den Kochsud als schmackhafte Basis für Suppen oder Saucen verwenden.

 

Bei der Empfindlichkeit gibt es Unterschiede zwischen den Nährstoffen. Einige Vitamine, wie beispielsweise die B-Vitamine, Folsäure, Vitamin K und C reagieren empfindlich auf Hitze. Die Vitamine A, D und E sind hingegen relativ unempfindlich. Das Garen hat jedoch auch sein Gutes, denn Eiweiß und Kohlenhydrate können dadurch besser vom Körper verwertet werden. Auch einige sekundäre Pflanzenstoffe wie Lycopin aus Tomaten oder Carotin aus Möhren sind in erhitzter Form für den Körper besser verfügbar.

Frage von Lieselotte F.

Ich würde gerne wissen, wie man schwarzen Tee am besten zubereitet.

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Teeblätter oder Aufgussbeutel werden mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend lässt man sie 2 – 5 Minuten ziehen, je nach gewünschter Stärke des Tees. Zieht der Tee nur kurz, ca. 2 – 3 Minuten, wirkt er anregend, da der überwiegende Anteil des Koffeins in den Aufguss übergeht. Zieht der Tee länger, etwa 4 – 5 Minuten, werden vermehrt Gerbstoffe gelöst, die das Koffein binden. Dadurch lässt die anregende Wirkung mit der Ziehzeit nach, der Tee schmeckt zunehmend kräftiger und etwas bitter. Wichtig für den Geschmack des Tees ist auch frisches, nicht zu hartes Wasser. Bei sehr kalkhaltigem Wasser kann also ein Wasserfilter hilfreich sein.

Frage von Frau R.

Ich habe noch gekochte Kartoffeln über, wie lange kann ich die im Kühlschrank aufbewahren?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Im Kühlschrank können gekochte Kartoffeln mit Schale 3 – 4 Tage aufbewahrt werden. Eine längere Aufbewahrung ist aufgrund des beginnenden Verderbs, sowie Geschmacks- und Vitaminverlusten nicht zu empfehlen. Bei der weiteren Verarbeitung sollten Sie darauf achten, dass Sie die Kartoffeln gut durcherhitzt werden. Sie können aus den Kartoffeln zum Beispiel gut Bratkartoffeln oder Kartoffelgratin machen.

Frage von Herr Karl P.

„Ist es besser wenn Speisen in der Mikrowelle mit möglichst hoher Wattzahl kurz zu erhitzt werden oder bei geringer Leistung und dafür Länger?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Um Lebensmittel möglichst gleichmäßig zu erhitzen, ist es vorteilhafter, sie längere Zeit mit etwas geringerer Wattzahl zu erhitzen. Bei hohen Wattzahlen kann es passieren, dass einige Bereiche des Lebensmittels stärker erhitzt werden, während andere relativ kalt bleiben. Zum Ausgleich von (geringen) Temperatur-Unterschieden hilft es auch, die Speise umzurühren oder einen Moment stehen zu lassen.

Empfindliche Lebensmittel können bei hohen Wattzahlen platzen oder an einigen Stellen verbrennen. Saucen, dicke Suppen oder Eintöpfe neigen dazu, zu spritzen (Siedeverzug). Bei solchen Lebensmitteln sollten eher geringere Wattzahlen gewählt werden.

Zum Auftauen sind Mikrowellen mit einer speziellen Auftaustufe ausgestattet, deren Leistung zwischen 180 und 240 Watt liegt. Diese Leistung sollten Sie zum Auftauen nicht überschreiten, da das Lebensmittel sonst schon angegart wird.

Frage von Frau Heidi M.

„Warum steht auf der Verpackung von real,- Quality Götterspeise der Hinweis „nicht kochen lassen"?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Der Hinweis „nicht kochen lassen“ wurde auf der Verpackung der real,- Quality Götterspeise angebracht, da in dem Produkt Gelatine enthalten ist. Gelatine ist hitzeempfindlich. Bei Temperaturen oberhalb von 80°C verliert sie ihr Geliervermögen. Also nie zu heiß erhitzen, sonst wird die Götterspeise nicht fest.

Frage von Sven L.

„Wie öffnet man am besten eine Kokosnuss?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Kokosnüsse sind ein leckerer, erfrischender Snack zwischendurch. Um die leicht süßliche Flüssigkeit aus dem Inneren herausgießen zu können, einfach mit einem Korkenzieher zwei Löcher in die dunklen Flecken der Kokosnuss bohren und das Kokoswasser in ein Glas gießen.

Anschließend die Kokosnuss in die Hand nehmen und leicht mit einem Hammer mehrfach auf die Mitte der Nuss schlagen. Dabei die Nuss in der Hand drehen, bis sich die Schale öffnet. Das Kokosfleisch kann gut mit einem Messer von der Schale gekratzt und direkt verzehrt werden. Wer lieber eine cremige Kokosmilch haben möchte, kann das Kokosfleisch raspeln und zusammen mit dem Fruchtwasser pürieren.

Frage von Herr L. Welms

„Muss man bei gerösteten und gesalzenen Kürbiskernen vor dem Verzehr die Schale entfernen?"

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Kürbiskerne mit Schale müssen vor dem Verzehr immer geschält werden. Zum Öffnen kann man die Kerne mit den Fingerspitzen halten und vom spitzen Ende her mit den Schneidezähnen vorsichtig aufknacken. Mit der Zunge lässt sich dann der Kern herauslösen. Oder aber man entfernt mit einem spitzen Messer den Rand der Kerne und hebt anschließend die Mittelstücke ab. Wem das zu aufwendig ist, der kann auf schalenlos gewachsene Kürbiskerne zurückgreifen – eine gute Alternative insbesondere wenn man größere Mengen benötigt.

Frage von Frank T.

„Ist an der alten Kühlschrankweisheit etwas dran, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf?"

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Spinat enthält von Natur aus vergleichsweise viel Nitrat. Über diesen Nährstoff wird die Pflanze während des Wachstums mit ausreichend Stickstoff versorgt. Das Nitrat kann allerdings während der Lagerung von Mirkoorganismen in Nitrit umgewandelt werden. Nitrit kann jedoch die Sauerstoffversorgung von Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigen. Deshalb sollten Säuglinge keinen Spinat verzehren und Kleinkinder aufgewärmten Spinat vermeiden.

Erwachsene können Spinat auch in aufgewärmter Form verzehren, da bei gesunden Erwachsenen Nitrit den Sauerstofftransport im Blut nicht beeinträchtigt. Achten Sie darauf, nitratreiches Gemüse wie Spinat nach dem Garen nicht warm zu halten. Kühlen Sie die Reste schnell ab und lagern Sie sie abgedeckt im Kühlschrank.

Frage von Anna Sch.

„Warum wird Milch bitter, wenn man Kiwis dazu gibt?"

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Wer frische Kiwis in Milch und Milchprodukten wie Quark oder Joghurt servieren möchte, stellt oft fest, dass diese bitter und dickflüssig werden. Verantwortlich für die Reaktion ist das in den Kiwis enthaltene Enzym Actinidin. Es spaltet bestimmte Proteine (Caseine) in kleinere Untereinheiten, so genannte Peptide und Aminosäuren. Diese Spaltprodukte sind für den bitteren Geschmack verantwortlich.

Wer nicht auf frische Kiwis in Quark und Joghurt verzichten möchte, greift am Besten zu den etwas süßeren, gelbfleischigen Kiwifrüchten, die unter dem Namen "Kiwi Gold" bekannt sind. Sie enthalten nur geringe Mengen des Enzyms und verursachen somit keinen bitteren Geschmack in Milchprodukten.

Frage von Frau H.

„Ich möchte gerne wissen, welche Fette zum Backen und Braten geeignet sind?"

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Nicht jedes Öl eignet sich für die Zubereitung beim Backen und Braten. Entscheidend ist hier das Fettsäuremuster. Ein hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren macht ein Öl hitzestabil. Sind hingegen viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten, so sollte man das Öl nicht hoch erhitzen. Es kommt so schnell zur Rauchbildung, da es zur Oxidation der mehrfach ungesättigten Fettsäuren kommt. Zudem eignen sich raffinierte Öle am besten, da diese unter Hitze gewonnen werden und so unempfindlicher als kaltgepresste Öle sind. Zum Braten und Backen eignen sich Rapsöl, Sonnenblumenöl und Erdnussöl.

Frage von Peter H.

„Gehört eigentlich Öl ins Nudel-Kochwasser oder nicht?“

 

Ihre real,- Expertin Sarah Wingensiefen

Zugegeben, klebrige Nudeln sind weder einfach zu essen noch optisch ein Genuss. Dennoch sollte man vom Öl im Garwasser absehen. Denn es verhindert nicht unbedingt, dass Spaghetti & Co. aneinanderkleben. Vor allem aber können sich durch die Zugabe von Öl anschließend Soße und Nudeln nicht mehr optimal verbinden. Und das wäre schade. Auch von der – meist deutschen – Sitte, die gegarten Nudeln kalt abzubrausen, sollte man Abstand nehmen: Sie verhindert ebenfalls nicht, dass Nudeln zusammenkleben. Dabei wird nur die Stärke abgewaschen, diese ist jedoch so etwas wie die „Seele” der Pasta.

Was also tun, damit die Nudeln geschmeidig bleiben? Ganz einfach: Ein großer Topf mit reichlich Wasser und regelmäßiges Umrühren sind beim Garen das A und O. Als Faustregel gilt: ein Liter Wasser mit zehn Gramm Salz für 100 Gramm Nudeln. Dafür braucht man zwar einen großen Topf, wird aber mit geschmeidiger Pasta belohnt. Optimal wird der Genuss, wenn man die beliebten Teigwaren direkt nach dem Abtropfen mit der Soße vermischt und dann sogleich serviert. So macht man’s übrigens auch in Italien.