Ernährung und Warenkunde

Ernährung und Warenkunde

Frage von Lisa M.

Ich möchte wissen, auf welche Produkte Diabetiker in Zukunft zurückgreifen sollten, da Diätprodukte bald nicht mehr verkauft werden dürfen

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Bis Ende 2012 werden Diabetiker-Lebensmittel nach und nach aus dem Sortiment ver-schwinden. Mit gutem Grund, denn neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass Diabetiker-Produkte keine Vorteile für Betroffene haben, sondern sogar eher nachteilig wirken. Spezielle Diät-Produkte mit dem Hinweis „zur besonderen Ernährung im Rahmen von Diabetes mellitus“ wurden ursprünglich von der Lebensmittelindustrie entwickelt, um Diabetikern zu helfen, ihre Blutzuckerwerte besser unter Kontrolle zu halten. In den Diät-Schokoladen, Diät-Konfitüren und Diät-Keksen wurde überwiegend Fruktose statt Saccharo-se (Haushaltszucker) als Süßungsmittel eingesetzt. Fruktose wird im Darm langsamer abge-baut als Glucose und erhöht den Blutzuckerspiegel dadurch nur geringfügig.

Studien haben jedoch gezeigt, dass sich Lebensmittel mit einem hohen Fruktoseanteil un-günstig auf den Fettstoffwechsel auswirken. Darüber hinaus wird das Fett bei fruktosebetonter Kost in hohem Maße in der Leber eingelagert, was im schlimmsten Fall zu einer Fettleber bzw. einer Insulinresistenz führt.

Nach aktuellem Stand der Wissenschaft benötigen Personen mit Diabetes mellitus keine speziellen diätetischen Lebensmittel, für sie gelten die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für die Allgemeinbevölkerung. Prinzipiell können sich Diabetiker also an den allgemeinen Empfehlungen einer gesunden, vollwertigen Ernährung orientieren. Auch Zucker und gezu-ckerte Lebensmittel sind nicht tabu, sie dürfen bis zu 10 % der am Tag aufgenommenen Ka-lorien liefern. Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der richtigen Ernährung bei Diabetes haben, wenden Sie sich am besten an eine Ernährungsberatungsfachkraft, die auf Diabetes spezialisiert ist.

Frage von Herr S.

Ich möchte gerne wissen, ob Zahnpflegekaugummis auch bei häufigem Verzehr gesundheitlich unbedenklich sind

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Zahnpflegekaugummis sind zuckerfrei. Das heißt, dass statt Zucker Zuckeralkohole wie Sor-bit, Maltit oder Isomalt und Süßstoffe wie Saccharin, Aspartam oder Acesulfam eingesetzt werden. Diese Stoffe haben den Vorteil, dass sie nicht zu aggressiven Säuren verstoffwechselt werden, die Karies verursachen.

Allerdings können Zuckeralkohole bei übermäßigem Verzehr Bauchschmerzen und Durchfall auslösen. Diese Beschwerden treten in der Regel ab einer Menge von 20 g auf. Deshalb befindet sich auf Lebensmitteln, die zu mehr als 10 % aus einem Zuckeralkohol bestehen ein entsprechender Hinweis auf der Verpackung. Um 20 g Zuckeraustauschstoffe aufzunehmen, müssten Sie ca. 16 Kaugummis verzehren. Gegen einen Verzehr von 3 oder 4 Zahnpflege-kaugummis nach dem Essen spricht also nichts.

Frage von Frau S.

Ich möchte gerne wissen, aus welchen Lebensmitteln der Körper am besten Eisen aufnehmen kann

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Eisenreiche Lebensmittel sind Fleisch, Eier, grünes Blattgemüse (z. B. Spinat, Feldsalat, Kohlgemü-se), Hülsenfrüchte (z. B. Erbsen, Bohnen, Linsen), Vollkorngetreideprodukte (z. B. Vollkornbrot, Hirse, Haferflocken), Nüsse (z. B. Mandeln, Haselnüsse), Samen (z. B. Sesam) und Trockenfrüchte (z. B. getrocknete Pflaumen und Aprikosen). Eisen aus tierischen Lebensmitteln wird vom Körper generell besser verwertet als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmit-teln können Sie jedoch verbessern, indem Sie zu den Mahlzeiten ein Glas Orangensaft trinken oder Vitamin C-reiches Gemüse (z. B. Paprika) essen. Auf Kaffee und Tee während der Mahlzeiten sollten Sie verzichten, denn dadurch wird die Eisenaufnahme gehemmt.

Frage von Herr S.

Ich wollte wissen, warum das „Eiweiß-Abendbrot“ für Personen geeignet sein soll, die abnehmen wollen

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Das sogenannte Eiweiß-Abendbrot hat einen höheren Eiweißanteil als herkömmliche Brote, da ein Teil des Weizen- bzw. Roggenmehls durch Sojaschrot, Leinsaat, Kleie und andere eiweißreiche Zutaten ersetzt wird. Die Zusammensetzung des Brotes (der niedrigere Koh-lenhydrat- bzw. hohe Eiweißanteil) hat den Vorteil, dass nach dem Verzehr des Brotes der Insulinspiegel nur geringfügig ansteigt. Insulin fördert die Fetteinlagerung im Körper und hemmt gleichzeitig den Fettabbau. Daher empfiehlt es sich, im Rahmen einer Gewichtsre-duktion den Insulinspiegel möglichst niedrig zu halten. Nur bei dem Verzehr kohlenhydratrei-cher Lebensmittel gelangt Insulin in den Blutkreislauf; daher kann es beim Abnehmen helfen, wenn nur wenige Kohlenhydrate verzehrt werden. Darüber hinaus hat eiweißhaltiges Essen einen sehr hohen Sättigungseffekt. Ob Diäten erfolgreicher verlaufen, wenn abends weniger Kohlenhydrate verzehrt werden, ist derzeit noch nicht wissenschaftlich belegt. Es gibt jedoch viele Menschen, die damit gute Erfahrungen gemacht haben.

Frage von Herr Werner P.

Ich wollte wissen, ob es aus gesundheitlicher Sicht sinnvoll ist, statt Zucker Süßstoff zu verwenden

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Süßstoffe fallen in die Kategorie der Lebensmittelzusatzstoffe, die einen sehr aufwendigen Zulas-sungsprozess durchlaufen, bevor sie in Lebensmitteln verarbeitet werden dürfen. Bei der Zulassung wird geprüft, welches die sichere Verzehrmenge des potenziellen Zusatzstoffes ist. Das ist die Men-ge, die ein Leben lang regelmäßig ohne Risiko für die Gesundheit verzehrt werden kann.

Unabhängig davon stellt sich jedoch die Frage, ob es ratsam ist, ganz auf Zucker zu verzichten und nur noch Süßstoffe zum Süßen zu verwenden. Durch den Einsatz von Süßstoff nehmen Sie zwar weniger Kalorien zu sich, allerdings gibt es keine Studien, die belegen, dass Süßstoffe langfristig bei einer Gewichtsabnahme helfen. Es wird vielmehr vermutet, dass zuckerarme Lebensmittel nicht so gut sättigen wie die energiereichen Varianten, da sie weniger Kalorien liefern. Möglicherweise spielt in diesem Zusammenhang auch die Psyche eine Rolle: In dem Wissen, dass ein Teil der Kalorien einge-spart wird, wird insgesamt mehr gegessen, sodass keine wirkliche Gewichtsabnahme erreicht wird.

Grundsätzlich sollte so wenig wie möglich gesüßt werden, unabhängig davon, ob Zucker oder Süß-stoff eingesetzt wird. Das Geschmacksempfinden für „süß" ist reine Gewohnheitssache. Daher kann man die Süßschwelle auch schrittweise reduzieren.

Frage von Henry L.

Ich wollte wissen, warum Omega-3-Fettsäuren so wichtig für den Körper sind

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Omega-3-Fettsäuren sind äußerst gesund. Sie fördern die Durchblutung, haben einen positi-ven Effekt auf die Blutfette und den Blutdruck, beschleunigen die Heilung bei Entzündungen und haben zudem einen positiven Einfluss auf trockene Haut und auch Hautekzeme.

Die besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren sind Fische wie Lachs, Hering, Thunfisch oder Makrele.

Leinsamen, Raps- und Walnussöl enthalten Alpha-Linolensäure, die der Körper zu Omega-3-Fettsäuren umwandelt; allerdings nur etwa zu zwei Prozent der zugeführten Menge des Öls.

Frage von Peter W.

Wo sollte man Zwiebeln in der Küche am besten lagern?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Zwiebeln beginnen bei Licht und Feuchtigkeit zu keimen; daher sollte man sie möglichst trocken und dunkel lagern. Die ideale Temperatur liegt bei 6-10°C. Der Kühlschrank ist als Lagerort ungeeignet; den Zwiebeln ist es dort zu feucht.

Frage von Peter W.

Ich esse sehr gerne Milchprodukte und würde gerne wissen, ob es Nachteile hat, wenn man zu viel davon verzehrt.

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Milchprodukte sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, da sie wichtige Lieferanten für Eiweiß und Calcium sind. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, täglich 2-3 Portionen Milch und Milchprodukte zu verzehren. Dies können zum Beispiel 1 Becher Joghurt (150 g), 1 Scheibe Käse (30 g) und ein Glas Milch (250 ml) sein.

Daneben werden für die Eiweißversorgung wöchentlich 3 Portionen (à 200 g) Fleisch, 2 Portionen (à 150-200 g) Fisch, 2 Eier und 1 bis 3 Portionen Hülsenfrüchte empfohlen. Wenn Sie weniger Fleisch, Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte essen, können Sie diese durch Milchprodukte ersetzen. Als Faustformel gilt, dass Sie das Eiweiß aus einer Portion Fleisch, Fisch oder Eier durch 300-400 g Quark bzw. 700-800 g Milch, Joghurt, Kefir oder Dickmilch ersetzen können.

Da die Abbauprodukte von Eiweiß über die Nieren ausgeschieden werden müssen, können insbesondere Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion Probleme durch zu viel Eiweiß bekommen. Außerdem sollten Fans von Milchprodukten bedenken, dass vor allem die Rahm- und Vollfett-Sorten auf dem Kalorienkonto zu Buche schlagen. Grundsätzlich sollte die Ernährung natürlich vielseitig und ausgewogen sein und neben den Milchprodukten auch Obst, Gemüse, Getreideprodukte und andere Lebensmittelgruppen einbeziehen.

Frage von Rita S.

Ich habe gelesen, dass bestimmte Lebensmittel wie Wurst und Käse relativ viel Salz enthalten. Ich würde gerne wissen, wie viel Kochsalz man pro Tag maximal zu sich nehmen darf?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Kochsalzzufuhr von maximal 5-6 g pro Tag für gesunde Erwachsene. Wer jedoch aufgrund von Bluthochdruck oder anderen Erkrankungen seine Kochsalzzufuhr reduzieren sollte, für den sind im Rahmen einer natriumarmen Diät maximal 1200 mg Natrium erlaubt, das entspricht etwa 3 g Kochsalz. Bei einer streng natriumarmen Diät dürfen sogar nur höchstens 450 mg Natrium verzehrt werden, was etwa einer Menge von 1 g Kochsalz pro Tag entspricht.

Um die tägliche Salzzufuhr zu reduzieren, ist es ratsam, möglichst viele unverarbeitete Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu verzehren. Lebensmittel mit einem durchschnittlich höheren Kochsalzgehalt wie Wurst, Käse und Fertiggerichte sollten von Menschen, die empfindlich auf Salz reagieren eher vermieden werden. Auf vielen Produkten ist inzwischen der Natrium- bzw. Kochsalzgehalt angegeben.

Frage von Sabine T.

Kann ich eine Gemüsekonserve die seit 4 Wochen abgelaufen ist noch verzehren?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Generell sollten Lebensmittel möglichst vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) verzehrt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt ist sichergestellt, dass das Produkt bei sachgerechter Lagerung seine spezifischen Eigenschaften, wie Geschmack, Geruch, Konsistenz und Farbe behält. Dies heißt jedoch nicht, dass ein Lebensmittel nach Ablauf des MHD nicht mehr verzehrt werden kann; vielmehr kann es auch nach Ablauf des MHD noch einwandfrei sein.
Konserven werden bei der Herstellung auf über 120 °C erhitzt, um alle krankmachenden Bakterien abzutöten. Daher ist es bei Konserven meist unproblematisch, abgelaufene Ware zu verzehren. Dennoch sollten Sie das Lebensmittel immer sorgfältig begutachten. Wenn es gut riecht, normal aussieht und schmeckt, können Sie es essen. Sollte Ihnen jedoch das Aussehen merkwürdig vorkommen oder sollte das Lebensmittel unangenehm riechen oder schmecken, dann entsorgen sie es. Aufgeblähte Dosen oder Dosen mit starken Knicken sollten auf jeden Fall weggeworfen werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn empfindliche Personen wie Kinder, Kranke oder ältere Menschen, deren Immunsystem nicht so stabil ist, mitessen.

Frage von Thomas D.

Sollte man Olivenöl im Kühlschrank lagern?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Olivenöl sollte nicht unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden, da es bei niedrigen Temperaturen ausflockt. Aus gesundheitlicher Sicht ist dies unproblematisch. Bei Zimmertemperatur gehen die Ausflockungen auch wieder zurück, das Öl nimmt dadurch keinen Schaden. Optimal für Olivenöl ist allerdings die Lagerung in einer kühlen Speisekammer oder im Keller bei rund 12-16 °C. Wenn Sie keine Speisekammer haben, können Sie das Öl einfach in der Küche aufbewahren, jedoch nicht unbedingt direkt neben dem Herd. Wählen Sie einen möglichst kühlen und dunklen Platz. Eine angebrochene Flasche Olivenöl sollte innerhalb von rund 8-10 Wochen verbraucht werden.

Frage von Theresa L.

Sind bestimmte Apfelsorten gesünder als andere?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Aufgrund der komplexen Zusammensetzung von Äpfeln lässt sich nicht generell sagen, welche Sorte am gesündesten ist. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich zwar hinsichtlich ihres Vitamin- und Mineralstoffgehaltes, doch auch der Standort des Apfelbaumes, Klima und Wetter sowie Reife und Lagerung haben großen Einfluss auf die Nährstoffzusammensetzung eines einzelnen Apfels.


Entscheidender als die Apfelsorte ist die Tatsache, dass Sie täglich Obst verzehren, da Obst in unserer Ernährung eine wichtige Rolle als Vitamin- und Mineralstofflieferant spielt. Pro Tag sollten mindestens eine, besser aber zwei Portionen Obst auf dem Speiseplan stehen. Wählen Sie die Sorte, die Sie am liebsten mögen, davon werden Sie automatisch mehr verzehren, als von einer, die Ihnen nicht so gut schmeckt. Da sich die meisten Vitamine und sekundären Pflanzeninhaltsstoffe direkt unter der Schale befinden, sollten Sie die Früchte möglichst mit Schale verzehren.

Frage von Werner P.

Ich wollte wissen, wie Apfelessig hergestellt wird

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Um Apfelessig herzustellen, wird Apfelsaft durch alkoholische Gärung zu Apfelwein vergoren. Dieser Apfelwein wird dann mit Essigsäurebakterien versetzt und nochmals vergoren. Bei der Essigsäuregärung wandeln die Bakterien Alkohol in Essigsäure um und es entsteht Apfelessig. Je nachdem, ob es sich um klaren oder trüben Apfelessig handelt, wird der Essig anschließend filtriert oder direkt abgefüllt.

Frage von Herr Selters

Ich wollte wissen, ob beim Anbau von Bio-Kartoffeln Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Verwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ist bei Bio-Produkten gesetzlich verboten. Alle Bio-Produkte müssen den Kriterien der EU-Öko-Verordnung entsprechen. Dort ist genau definiert, wie landwirtschaftliche Erzeugnisse und Lebensmittel, die als Bio-Produkte gekennzeichnet sind, hergestellt werden müssen. Die ökologische Produktion muss u.a. nach folgenden Kriterien erfolgen:
•    Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel
•    Verzicht auf leicht lösliche mineralische Dünger
•    keine gentechnisch veränderten Organismen
•    keine Bestrahlung der Lebensmittel
•    abwechslungsreiche Fruchtfolgen

Frage von Cornelia S.

Ich esse sehr gerne Walnüsse und wollte wissen, ob es eine Verzehrsempfehlung pro Tag für Walnüsse gibt.

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Walnüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die positiv auf unsere Blutfettwerte wirken und damit Herz und Gefäße schützen. Daher gelten sie als gesunder Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Allerdings sind Walnüsse mit 663 kcal pro 100 g auch richtige Kalorienbomben. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag empfohlen. Dabei dürfen 25 g Nüsse als eine „5-am-Tag“-Portion angerechnet werden.

Frage von Eila P.

Ich wollte bunt gefärbte Eier zu Ostern kaufen, wollte wissen ob die Farben gesundheitsschädlich sind?

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Für die Färbung der Eier dürfen ausschließlich in der EU zugelassene Lebensmittelfarbstoffe verwendet werden. Auch wenn mal durch feine Risse in der Schale das Eiweiß leicht gefärbt ist, können die Eier ohne Bedenken verzehrt werden. Die Farben sind nicht gesundheitsschädlich.
Bevor ein Farbstoff als Lebensmittelfarbstoff eingesetzt werden darf, durchläuft er ein aufwendiges Zulassungsverfahren. Internationale Expertengremien prüfen, ob der Farbstoff die Gesundheit gefährden kann. Nur wenn sie feststellen, dass keine Gefahren für die Gesundheit bestehen, wird er als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Frage von Anna R.

„In manchen Rezepten werden „Sultaninen“ und in einigen „Rosinen“ angegeben. Worin besteht der Unterschied zwischen Rosinen und Sultaninen?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Rosine ist der Überbegriff für alle Arten von getrockneten Weinbeeren. Die Bezeichnung geht auf das französische Wort „roisin“ zurück. Getrocknete Weinbeeren können in zwei Unterkategorien eingeteilt werden: die „Sultaninen“ und die „Korinthen“.

Korinthen
verdanken ihren Namen der griechischen Stadt Korinth. Es handelt sich um die getrockneten Beeren von dunklen Weintrauben der Rebsorte Korinthiaki aus Griechenland. Korinthen sind dunkelblau bis schwarz und wesentlich kleiner als Sultaninen.

Sultaninen werden überwiegend aus der kernlosen Sultana-Traube hergestellt. Sie sind größer und haben eine dünnere Schale. Die goldgelben bis bräunlichen Sultaninen schmecken besonders süß und aromatisch. Sie werden häufig auch als Rosinen bezeichnet.

Frage von Liese P-

„Brokkoli wirklich roh essen?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Brokkoli enthält die Vitamine C und K sowie Folsäure, mit der viele Menschen unzureichend versorgt sind. Hinzu kommen verschiedene Mineralstoffe, Spurenelemente und gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe. Roh soll er besonders gesund sein, da das im Brokkoli enthaltene Senföl laut Studien Prostatakrebs vorbeugen kann. Das Senföl wird jedoch durch ein Enzym freigesetzt, das beim Kochen inaktiviert wird.

Giftige Inhaltsstoffe wie in rohen Bohnen oder Kartoffeln enthält Brokkoli nicht. Deshalb kann er auch ohne Bedenken roh verzehrt werden. Allerdings ist er nicht so leicht verdaulich und kann Blähungen verursachen. Deshalb sollten man zunächst nur kleine Mengen rohen Brokkoli probieren. Wer rohen Brokkoli nicht so gut verträgt, kann ihn kurz dämpfen oder mit wenig Wasser dünsten, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen. Besonders gut schmecken die zarten Röschen zusammen mit etwas Kräuter-Dip oder klein geschnitten bzw. geraspelt mit einem Dressing als Salat.

Frage von Frau Petersen

„Woran liegt es, dass Tiefkühlerbsen eine sehr viel intensiv grünere Farbe haben als Erbsen aus der Konserve?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Grüntöne von Erbsen können sich erheblich unterscheiden: Konservenerbsen sind eher braungrün, Tiefkühlerbsen leuchten sehr intensiv-grün. Die grüne Farbe erhält das Gemüse durch den grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll. Ein bestimmtes Enzym, das ebenfalls in den Erbsen enthalten ist, baut jedoch Chlorophyll ab, wodurch die Farbe der Ebsen sich von leuchtend grün bis zu bräunlich grün verändert. Dies ist bei Erbsenkonserven der Fall. Bei Tiefkühlerbsen wird das grüne Gemüse dagegen für wenige Minuten blanchiert, um das Enzym zu inaktivieren. Das anschließende Eisbad stoppt den begonnenen Garvorgang und verhindert den weiteren Chlorophyllabbau durch Hitze. So bleibt die satt-grüne Farbe der frischen Erbsen auch im gefrorenen Zustand erhalten.

Frage von Caroline F.

„Kann man Rum-Aroma bedenkenlos in Gebäck und Kuchen für Kinder verwenden?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Das Rum-Aroma enthält lediglich ein Aroma, welches nach Rum schmeckt. Als Lösungsmittel dient pflanzliches Öl. Alkohol ist nicht enthalten. Dementsprechend kann das Rum-Aroma bedenkenlos auch in Backwaren und Kuchen für Kinder verwendet werden.

Frage von Ina L.

„Woher kommt die Bezeichnung „Russisch Brot“?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Über den Ursprung der Bezeichnung „Russisch Brot“ gibt es verschiedene Theorien. Wahrscheinlich ist der Begriff „Russisch Brot“ im Laufe der Zeit aus dem Begriff „rösches Brot“ entstanden. Dabei bedeutet „rösch“ knusprig oder scharf gebacken. Mit „Brot“ ist in diesem Zusammenhang nicht Brot in unserem heutigen Sinn gemeint, sondern ein überlieferter sprachlicher Ausdruck aus dem 17. Jahrhundert. Damals bezeichnete man mit Zucker hergestellte Backwaren häufig als „Brod“.

Frage von Elena I.

„Was ist „Topinambur“ für eine Knolle und wofür kann man sie verwenden?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Was ist „Topinambur“ für eine Knolle und wofür kann man sie verwenden?

Topinambur kommt aus Nordamerika und wird auch Indianerknolle genannt. Sie verbreitete sich in ganz Europa und blieb bis zur Einführung der Kartoffel ein gängiges Grundnahrungsmittel. Mit ihrer Form erinnert die Knolle etwas an Ingwer. Sie hat eine glatte oder stark verknorpelte Schale und ein gelblich-weißes, saftiges Fruchtfleisch. Roh schmeckt Topinambur eher erdig und etwas fade, gekocht hat er einen angenehm süßlichen, artischockenähnlichen bis nussartigen Geschmack.

 

In Haushaltsfolie eingeschlagen ist Topinambur lange haltbar, sollte jedoch nicht bei Temperaturen unter 5 °C gelagert werden. Für die Zubereitung wird die Knolle gut gereinigt, abgebürstet und je nach Verwendung zerkleinert, beispielsweise für Rohkostsalate geraspelt. Vorzüglich schmeckt Topinambur auch gekocht. Dabei kann man die Schale mitessen. In der Küche kann Topinambur ähnlich wie Kartoffeln eingesetzt werden.

Frage von Herr Weber

„Ist der Kleber, mit denen die Aufkleber auf den Äpfeln befestigt sind, unbedenklich?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Der Klebstoff an den Obstaufklebern unterliegt der Verordnung über Materialien und Gegenstände, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Er ist lebensmittelecht und absolut unbedenklich. Denn Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen generell so beschaffen sein, dass von ihnen keine Stoffe auf die Lebensmittel übergehen. Lässt sich ein Stoffübergang jedoch nicht gänzlich vermeiden, dann dürfen nur so geringe Mengen auf das Lebensmittel gelangen, dass sie die menschliche Gesundheit nicht gefährden. Zudem dürfen sie den Geschmack und die Zusammensetzung des Lebensmittels nicht beeinträchtigen.

Frage von Rita M.

„Warum wird der Fettgehalt von Käse manchmal als ‚Fett. i. Tr‘ angegeben und manchmal als absoluter Fettgehalt?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die traditionelle Angabe Fett in der Trockenmasse (Fett i. Tr.) stammt noch aus der Nachkriegszeit. Damals war Milchfett ein knappes Gut, und viele Käsehersteller versuchten, aus wenig Fett möglichst viel Käse herzustellen. Dazu erhöhten sie den Wassergehalt des Käses. Per Gesetz wurde deshalb die Angabe des Fettgehaltes in Bezug auf die Trockenmasse vorgeschrieben, da diese unabhängig vom Wassergehalt ist. Dies ist bis heute erhalten geblieben.

Die Angabe des absoluten Fettgehalts ist erst in den letzten Jahren modern geworden. Denn viele Menschen achten heute darauf, nicht zu fett zu essen. Gerade bei fettreduziertem Käse wird gerne der absolute Wert angegeben, da dieser immer niedriger liegt, als der Fettgehalt in der Trockenmasse. Der absolute Fettgehalt gibt an, wie viel Fett tatsächlich in 100 g Käse steckt.

Um den Fettgehalt verschiedener Käsesorten zu vergleichen, kann man den Fettgehalt i. Tr. in den absoluten Fettgehalt umrechnen. Hier finden Sie die einige Formeln, mit denen sich der tatsächliche Fettgehalt errechnen lässt:

  • Frischkäse: Fett i.Tr. - Angabe mit 0,3 multiplizieren
  • Weichkäse: Fett i.Tr. - Angabe mit 0,5 multiplizieren
  • Schnittkäse: Fett i.Tr. - Angabe mit 0,6 multiplizieren
  • Hartkäse: Fett i.Tr. - Angabe mit 0,7 multiplizieren

Frage von Sina R.

„Enthalten Trockenfrüchte genauso viele Nährstoffe wie frisches Obst?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Trockenfrüchte enthalten im Vergleich zu frischem Obst weniger Wasser. Durch die Trock-nung gehen einige hitze- und wasserlösliche Vitamine verloren, die Verluste sind jedoch ins-gesamt gering. Aufgrund der starken Konzentration durch den Wasserentzug, weist Tro-ckenobst sogar einen höheren Nährstoffgehalt auf. Beispielsweise enthalten 100 g Trocken-pflaumen dreimal so viel Vitamin B2 wie frische Pflaumen. Allerdings ist bei Trockenobst auch der Energiegehalt sehr viel höher. Während 100 g frische Pflaumen rund 48 kcal haben, liefern getrocknete Pflaumen mit 222 kcal mehr als viermal so viel Energie.

Frage von Herr Flosene

„Worin besetht eigentlich der Unterschied zwischen den Weizenmehlen Type 405 und 1050?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Im Handel findet man verschiedene Mehlsorten mit unterschiedlichen Typenbezeichnungen. Die Typenbezeichnung gibt den Ausmahlungsgrad an. Je mehr Teile des ganzen Korns verwendet werden, desto höher ist die Typenzahl. Umso mehr  Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe sind in dem Mehl enthalten.
Ermittelt wird die Zahl über den „Aschegehalt“. Beim vollständigen Verbrennen des Mehls bleiben nur die Mineralstoffe übrig. Ein helles Weizenmehl der Type 405 enthält etwa 400 mg Mineralstoffe, ein Weizen-Vollkornmehl der Type 1600 dagegen
etwa 1,6 g.
Für Kuchen und Gebäck wird meist Weizenmehl der Type 405 verwendet, das sehr fein vermahlen ist. Es enthält vor allem Stärke und Gluten (Klebereiweiß) und hat dadurch sehr gute Backeigenschaften.

Weizenmehl der Type 1050 enthält 0,9 bis 1,2 g Mineralstoffe in der Trockenmasse. Es ist reicher an verdauungsfördernden Ballaststoffen, sowie wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Grundsätzlich können aus dem Mehl der Type 1050 alle Arten von Teigen hergestellt werden. Es hat einen etwas intensiveren Geschmack als weißes Mehl und eine etwas dunklere Farbe.

Frage von Susanne D.

„Ich habe schon oft den Begriff Nährstoffdichte gelesen. Was bedeutet das?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Nährstoffdichte sagt aus, wie viele Nährstoffe ein Lebensmittel liefert, bezogen auf seinen Kaloriengehalt. Sie gibt also an, wie konzentriert die Nährstoffe vorliegen. Je mehr Nährstoffe bei möglichst wenig Kalorien, desto besser. Damit zeigt die Nährstoffdichte, wie wertvoll ein Lebensmittel für die Versorgung mit Nährstoffen ist.
Lebensmittel mit einer geringen Nährstoffdichte sind beispielsweise Eis, Schokolade oder Kuchen. Hier spricht man auch von so genannten „leeren Kalorien“. Solche Lebensmittel enthalten wenig wertvolle Nährstoffe im Verhältnis zur aufgenommenen Energiemenge.
Eine hohe Nährstoffdichte besitzen beispielsweise Obst und Gemüse. Sie liefern viele wertvolle Nährstoffe, haben aber gleichzeitig nur wenige Kalorien. Für eine ausgewogene und gesunde Ernährung sollten Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte bevorzugt werden.
Errechnet wird die Nährstoffdichte, indem der Gehalt eines Nährstoffes ins Verhältnis zum Energiegehalt gesetzt wird: Nährstoffdichte = Nährstoffgehalt / Energiegehalt

Frage von Anneliese L.

„Gibt es einen Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Umgangssprachlich wird in Deutschland der Begriff „Marmelade“ für fast alle Fruchtaufstri-che verwendet. Nach dem früheren Lebensmittelrecht bestand der Unterschied zwischen Marmelade und Konfitüre darin, dass in der Konfitüre noch Fruchtstücke erkennbar sein mussten. Dies hat sich jedoch mit Inkrafttreten der Konfitürenverordnung von 1982 geändert. Der Anteil an Fruchtstücken ist mittlerweile kein Unterscheidungskriterium mehr. Als Marmelade werden jetzt nur noch Fruchtaufstriche aus Zitrusfrüchten bezeichnet. Durch diese Ab-grenzung sollen Verwechslungen im englischsprachigen Raum vermieden werden. Dort wird der Begriff „marmelade“ traditionell für die britische Bitterorangenmarmelade verwendet. Jetzt ist der Begriff europaweit nur noch Aufstrichen aus Zitrusfrüchten vorbehalten. Frucht-aufstriche aus anderen Früchten heißen dagegen offiziell Konfitüren.

Frage von Ina R.

„Ich habe Eier gekauft und in jedem Ei Doppeldotter gefunden. Wie kommt das zustande?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Befinden sich in einem Ei zwei Eidotter, ist dies nicht bedenklich, sondern ein völlig natürliches Phänomen. Es sind einfach zwei Ei-Follikel des Huhns zum gleichen Zeitpunkt in die Gebärmutter gelangt. Dort wurden sie zusammen von einer Kalkschicht umschlossen. Somit entdecken wir beim Aufschlagen der Eier in der Pfanne plötzlich zwei Dotter – ein Doppelei. Dies passiert häufig bei jungen Hennen, die gerade mit dem Legen begonnen haben. Nach einer gewissen Zeit reguliert sich dies und es werden normale Eier gelegt.

Frage von Herr Salbach

„H-Milch verdirbt nach dem Öffnen genauso schnell wie Frischmilch, obwohl sie höher erhitzt wird. Warum ist dies so?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

H-Milch (ultrahocherhitzte Milch) ist ungeöffnet bei Raumtemperatur mehrere Monate haltbar. Denn die Ultrahocherhitzung auf 140-150 °C tötet nahezu alle Mikroorganismen in der Milch. Nach dem Öffnen kommt H-Milch jedoch durch die Luft wieder mit Mikroorganismen, die den Verderb verursachen, in Berührung. Deshalb ist H-Milch nach dem Öffnen ebenso empfindlich wie Frischmilch und muss wie Frischmilch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie sollte wie Frischmilch innerhalb von 1-3 Tagen verbraucht werden.

Frage von Frau Weidrich

„Was ist Limquats für eine Frucht?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Limquats sind eine Kreuzung aus Limetten und Kumquats. Sie gehören zu den Zitrusfrüchten und wachsen auf hohen, dornigen Sträuchern. Ziel der Kreuzung war es, die Kälteempfindlichkeit der Limetten zu vermindern. Zudem sind Limquats weniger sauer als Limetten. Bei den Limquats handelt es sich um 3 bis 5 cm große, eiförmige Früchte mit einer glatten, gelben bis grünlichen Schale. Sie werden wie Kumquats mit der Schale gegessen. Die Früchte schmecken saftig und zeichnen sich durch einen leicht säuerlichen, erfrischenden Geschmack aus. Man kann sie roh verzehren aber auch für Salate, Konfitüren oder Cocktails verwenden.

Frage von Eric v. St.

„Warum färbt sich das Eidotter bei sehr lange gekochten Eiern grün-bläulich?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Beim Kochen verändert sich die Struktur der Proteine (Eiweiße) im Ei. Dies zeigt sich zunächst daran, dass das Weiße im Ei fest wird. Doch auch das gelbe Eidotter enthält Proteine (Eiweiße), sogar mehr als das Weiße im Ei. Werden Eier zu lange gekocht, färbt sich das Dotter grün-bläulich. Ursache dafür sind schwefelhaltigen Aminosäuren, die kleineren Bausteine der Proteine (Eiweiße). Durch die lange Kochzeit entsteht aus diesen Aminosäuren Schwefelwasserstoff. Der reagiert mit dem im Ei enthaltenen Eisen zu Eisensulfid, was dem Eidotter die grün-bläuliche Färbung verleiht.

Frage von Herr R.

„Kann man in der Schwangerschaft Heringsfilets in Tomatensauce bedenkenlos verzehren?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Zum vorsorglichen Schutz der Gesundheit wird Schwangeren empfohlen, keinen rohen Fisch zu verzehren. Ebenso wie andere rohe Lebensmittel kann nicht erhitzter Fisch möglicherweise Krankheitserreger wie Listerien, Toxoplasmose oder Botulismus übertragen – ein zu großes Gesundheitsrisiko für Mutter und Kind. Andererseits liefert Fisch wichtige Nährstoffe wie hochwertiges Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren. Insofern sollten auch Schwangere die Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) berücksichtigen und ein bis zwei mal pro Woche Fisch essen.

Hierzu sollte der Fisch jedoch sorgfältig ausgewählt werden und hygienisch einwandfrei sein. Für Schwangere eignet sich am besten gut durcherhitzter Fisch. Hierzu zählen neben ausreichend gekochten Fischmahlzeiten auch Fischdauerkonserven wie Hering in Tomatensauce oder Makrele in Öl.

Frage von Laura F.

„Wie sollte man Öle am Besten lagern?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Die Lagerung eines Öls wirkt sich maßgeblich auf die Qualität aus. Unter Einfluss von Licht kommt es zur oxidativen Zersetzung des Öls, wobei vor allem das lichtempfindliche Vitamin E abgebaut wird. Deshalb sollten Öle generell kühl und dunkel gelagert werden. Am besten eignet sich eine dunkle Speisekammer mit einer Temperatur zwischen 12-16 °C. Öle in original verschlossenen Flaschen halten sich bei richtiger Lagerung 6 bis 12 Monate. Geöffnete Flaschen sollten innerhalb von 8 bis 10 Wochen verbraucht werden.

Frage von Emily P.

„Wie kann man am Besten erkennen, ob Eier noch frisch sind?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

um von außen zu erkennen, ob Eier noch frisch sind, gibt es ein altbewährtes Hilfsmittel: Das Eier einfach in eine mit Wasser gefüllte Schüssel legen. Bleibt es flach am Grund der Schüssel liegen, ist das Ei noch ganz frisch. Ist es bereits einige Tage alt, liegt es am Boden, nur die Spitze steht leicht nach oben. Steht es fast senkrecht, ist es etwa 2-3 Wochen alt und sollte schnell verbraucht werden. Schwimmt das Ei an der Oberfläche, ist es bereits zu alt und sollte nicht mehr verzehrt werden. Ursache für diese Veränderungen ist die Wasserverdunstung aus dem Inneren des Eies. Je länger ein Ei gelagert wird, desto mehr Wasser verdunstet und desto größer wird die Luftblase am Ende des Eies.

Auch die Lösbarkeit der Schale ist ein gutes Indiz für die Frische von Eiern. Bei ganz frischen Eiern lässt sich die Schale sehr schlecht entfernen, häufig nur unter Beschädigung des gekochten Eiweißes. Ist es etwa 4 Tage alt, kann man die Schale leicht abpellen.

Frage von Herr Rehbold

„Kann man Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch verzehren?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine von dem Hersteller empfohlene Aufbrauchfrist. Bis zu diesem Zeitpunkt garantiert der Hersteller, dass das Lebensmittel bei sachgerechter Lagerung seine spezifischen Eigenschaften beibehält, wie beispielsweise Geschmack, Geruch, Konsistenz, Farbe etc.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt jedoch nur für original verschlossene Verpackungen. Ist eine Verpackung bereits geöffnet worden, kann das Lebensmittel mit Sauerstoff, Feuchtigkeit oder Mikroorganismen in Berührung kommen und möglicherweise schon früher verderben.  

Andererseits sind ungeöffnete Lebensmittel häufig auch nach Ablauf des Mindesthaltbar-keitsdatums noch verzehrbar, denn das Datum gibt ja die Mindesthaltbarkeit an. Leicht ver-derbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch tragen dagegen ein Verbrauchsdatum. Ist ein Lebensmittel mit der Angabe „verbrauchen bis ...“ versehen, sollte es nach Ablauf dieses Datum nicht mehr verzehrt werden, da es zu einer gesundheitlichen Gefährdung kommen kann.

Frage von Frah Lahmeyer

„Ist Honig gesünder als Zucker?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Früher war Honig das einzige Süßungsmittel und galt lange Zeit als besonders kostbar. Heute ist Honig ein Süßungsmittel neben vielen anderen, das wegen seines vielfältigen Geschmacks gerne verwendet wird. Zudem ist Honig als Brotaufstrich beliebt.

Honig besteht zu 70 Prozent aus Invertzucker, einem Gemisch aus Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose). Hinzu kommen bis zu 20 Prozent Wasser. In 100 g Honig sind nur 0,2 g Mineralstoffe enthalten. Bei unerhitztem Honig kommen noch 0,3 g Enzyme und Spuren von Vitaminen wie die B-Vitamine Thiamin, Riboflavin, Niacin und Vitamin C hinzu.

Die enthaltenen Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen sind so gering, dass diese keinen wesentlichen Beitrag zur Deckung des Nährstoffbedarfs leisten. Zudem besitzt Honig mit 325 kcal/ 100 g auch einen hohen Energiegehalt. Im Hinblick auf die Kariesprophylaxe bietet Honig keine Vorteile gegenüber Zucker. Interessant sind möglicherweise Enzyme und Inhibine, die für gesundheitliche Wirkungen des Honigs verantwortlich gemacht werden. Dennoch ist und bleibt Honig ein süßer Genuss, der nur in kleinen Mengen gut tut.

Frage von Frank T.

„Ist an der alten Kühlschrankweisheit etwas dran, dass man Spinat nicht wieder aufwärmen darf?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Spinat enthält von Natur aus vergleichsweise viel Nitrat. Über diesen Nährstoff wird die Pflanze während des Wachstums mit ausreichend Stickstoff versorgt. Das Nitrat kann allerdings während der Lagerung von Mirkoorganismen in Nitrit umgewandelt werden. Nitrit kann jedoch die Sauerstoffversorgung von Säuglingen und Kleinkindern beeinträchtigen. Deshalb sollten Säuglinge keinen Spinat verzehren und Kleinkinder aufgewärmten Spinat vermeiden.

Erwachsene können Spinat auch in aufgewärmter Form verzehren, da bei gesunden Erwachsenen Nitrit den Sauerstofftransport im Blut nicht beeinträchtigt. Achten Sie darauf, nitratreiches Gemüse wie Spinat nach dem Garen nicht warm zu halten. Kühlen Sie die Reste schnell ab und lagern Sie sie abgedeckt im Kühlschrank.

Frage von Frau Kleinschmidt

„Bei Fleisch- und Wurstwaren, aber auch bei Käse und anderen Lebensmitteln findet man auf der Verpackung manchmal den Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“. Was bedeutet das?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Der Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ auf Verpackungen weißt darauf hin, dass in die Verpackung eine veränderte Gaszusammensetzung eingeleitet wurde, die gegenüber der normalen Luftatmosphäre abweicht. Diese Atmosphäre ist für den Menschen völlig unbedenklich. Als Schutzatmosphäre werden je nach Art des Lebensmittels Mischungen aus Kohlendioxid, Stickstoff oder Sauerstoff verwendet, um die Haltbarkeit der verpackten Produkte zu verlängern.

Solche Verpackungen werden oftmals für Lebensmittel verwendet, die nicht vakuumiert werden können. Ideal ist eine Schutzgasverpackung beispielsweise für Wurst in Scheiben, da die einzelnen Scheiben darin nicht verkleben, wie es bei einer Vakuumverpackung der Fall wäre. Das Schutzgas verlangsamt das Wachstum von Keimen und stützt zusätzlich die Verpackung. Dies gewährleistet eine hygienische  Verarbeitung und eine lange Haltbarkeit der Produkte.

Frage von Frau Baumann

„Ich habe kürzlich auf einem Honigglas folgenden Hinweis gelesen: „Honig ist ein Naturprodukt und nicht für die Ernährung von Säuglingen und Kindern unter 12 Monaten geeignet.“, warum kann Honig für kleine Kinder problematisch sein?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Dieser Hinweis wird auf Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung häufig auf Honiggläsern angebracht. Grund dafür ist, dass naturbelassene Lebensmittel wie Honig das Bakterium Clostridium botulinum enthalten können. Für Erwachsene mit ausgereiftem Darm ist dies in kleinen Mengen harmlos. Der Magen-Darmtrakt von Säuglingen und kleinen Kindern ist jedoch noch nicht vollständig entwickelt. So kann sich der Erreger im Darm vermehren. Das produzierte Botulinumgift löst bei Kindern unter einem Jahr eine schwere Krankheit aus, den so genannten Säuglingsbotulismus. Die Krankheit äußert sich in starker Verstopfung und Lähmungserscheinungen und kann zum Tod führen. Durch Erhitzen wird der Erreger abgetötet. Dies zerstört jedoch auch viele wertvolle Bestandteile des Honigs.

Frage von Susanne P.

„Können Sie mir sagen welche Früchte beim Lagern reifer werden und welche nicht?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Manche Obst- und Gemüsesorten reifen nach der Ernte weiter. Bei anderen wird der Reifungsprozess mit der Ernte beendet. Sie entwickeln auch bei längerer Lagerung nicht mehr ihre sortentypische Farbe und das reife Aroma.

Nachreifendes Obst und Gemüse:
Äpfel, Aprikosen, Avocados, Bananen, Birnen, Feigen, Guaven, Heidelbeeren, Honigmelonen, Kiwis, Mangos, Nektarinen, Pfirsiche, Papayas, Passionsfrüchte, Pflaumen, Tomaten, Wassermelonen

Nicht nachreifendes Obst und Gemüse:

Ananas, Auberginen, Brombeeren, Clementinen, Erdbeeren, Gemüsepaprika, Granatäpfel, Grapefruits, Gurken, Himbeeren, Kirschen, Limetten, Limonen, Litschis, Mandarinen, Orangen, Trauben, Zitronen

Auch Blattgemüse (Salat, Spinat etc.), Stängelgemüse (Porree, Staudensellerie etc.), Wurzelgemüse (Möhren, Radieschen etc.), alle Kohlsorten, Kürbisse und Zucchini reifen nicht nach.

Tipp: Manche Früchte scheiden das Reifungshormon Ethylen aus. Es hilft nachreifenden Obst- und Gemüsesorten beim Reifwerden. Zu den starken Ethylenausscheidern gehören insbesondere Äpfel aber auch Aprikosen, Birnen, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen. Haben Sie zum Beispiel nicht ganz reife Bananen oder Kiwis, lagern Sie diese am besten neben Äpfeln, Birnen oder anderen Ethylenausscheidern.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Obst- und Gemüsesorten und ihrer Lagerung

Frage von Herrn Schweickart

„Bei mir wurde vor kurzen Diabetes diagnostiziert, darf ich als Imker und Honigliebhaber nun noch Honig essen?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Früher war Honig für Diabetiker tabu. Heute dürfen auch Diabetiker Honig in kleinen Mengen essen. Honig besteht zu 80 Prozent aus Zuckerbausteinen. Im Gegensatz zu Haushaltszucker enthält Honig jedoch mehr Fructose (Fruchtzucker). Dieser ist für Diabetiker etwas günstiger, da er langsamer ins Blut übergeht. Bei Honigen, die lange flüssig bleiben, wie beispielsweise Akazienhonig ist der Fruchtzuckeranteil besonders hoch. Beim Genuss von Honig sollten Diabetiker Maß halten und die Blutzuckerwerte beobachten. Am besten sprechen Sie die erlaubte Menge an Honig mit einem Arzt oder Ernährungsberater ab.

Frage von Peter H.

„Ich habe schon häufiger den Begriff „Antioxidantien“ gelesen, was verbirgt sich dahinter und wie wirken diese?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Als Antioxidantien bezeichnet man Substanzen, die Oxidationen verhindern. Alltägliches Beispiel: Ein angeschnittener Apfel wird durch Luftzufuhr braun. Verhindern lässt sich diese Oxidation durch Zitronensaft. Als Antioxidans wirkt hier das Vitamin C im Saft.

Bei chemischen Reaktionen mit Sauerstoff (Oxidationen) entstehen häufig aggressive Sauerstoffverbindungen, so genannte Freie Radikale. Sie sind extrem reaktionsfreudig und können Zellen und Erbinformationen schädigen. Antioxidantien schützen unsere Körperzellen vor diesen Oxidationsprozessen und werden deshalb auch „Radikalfänger“ genannt.

Zu den wichtigsten Antioxidantien gehören die Vitamine A, C und E, Beta-Carotin sowie der Mineralstoff Selen. Gemeinsam bilden sie ein komplexes antioxidatives Schutzsystem. Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, mit Vollkorngetreide, pflanzlichen Ölen und Nüssen sowie Fleisch, Fisch und Eiern liefert reichlich Antioxidantien.

Frage von Herr Wolf

„Schon meine Oma hat immer gesagt, dass Hühnersuppe bei Erkältungen hilft, stimmt das wirklich?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Tatsächlich scheint Hühnersuppe bei Erkältungen zu helfen. Forscher der Universität Nebraska konnten nachweisen, dass Hühnersuppe auf Zellkulturen entzündungshemmend wirkt. Diese Wirkung fand sich sowohl bei frisch gekochter Suppe als auch bei Fertigprodukten. Man nimmt an, dass sowohl das Hühnerfleisch als auch das mitgekochte Gemüse für die Wirkung verantwortlich sind.

Zugleich liefert Hühnersuppe viel Flüssigkeit. Die ist wichtig, um Schleimhäute feucht zu halten und Erkältungsviren aus dem Körper zu schleusen. Erstaunlicherweise lässt Hühnersuppe die Schnupfensekrete besser abfließen als heißes Wasser. Dafür werden Aromastoffe aus der Suppe verantwortlich gemacht.

Zugleich erhöht der aufsteigende Dampf die Temperatur in der Nase, ähnlich wie beim Inhalieren. Dadurch können sich die Viren schlechter vermehren. Nicht zuletzt sorgt eine warme Suppe für ein behagliches Wohlgefühl, das die Gesundung zusätzlich fördert.

Frage von Lisa

„Eine Freundin hat mir empfohlen, zum Abnehmen nur Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index zu essen. Können Sie mir sagen was das bedeutet?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Der glykämische Index (GI) gibt an, wie sich der Verzehr eines kohlenhydratreichen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Ein hoher glykämischer Index steht für einen starken Anstieg des Blutzuckers nach der Mahlzeit. Ursprünglich wurde der glykämische Index für die Ernährung bei Diabetes entwickelt, da ein schneller Blutzucker-Anstieg Diabetikern Probleme bereitet. Inzwischen wird der Index jedoch auch bei verschiedenen Diäten verwendet.

Für die Anwendung in der täglichen Ernährung ist der glykämische Index allerdings nicht sehr gut geeignet. GI-Tabellen für Lebensmittel können höchstens grobe Anhaltswerte liefern. Wie stark der Blutzuckerspiegel tatsächlich ansteigt, hängt keineswegs nur vom einzelnen Lebensmittel ab. Entscheidend ist auch, wie das Lebensmittel verarbeitet und zubereitet wird und mit welchen anderen Lebensmitteln es verzehrt wird. Die Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel unterscheidet sich zudem von Person zu Person und ändert sich sogar bei derselben Person.

Glyx-Diäten gehen davon aus, dass Lebensmittel mit hohem glykämischen Index die Entstehung von Hunger verzögern und so beim Abnehmen helfen. Hier gibt es widersprüchliche Studien. Zu beachten ist jedoch, dass fettreiche Lebensmittel häufig einen hohen GI haben, jedoch sehr viele Kalorien liefern. Zudem sollte nicht auf gesunde Lebensmittel mit niedrigem GI, wie beispielsweise Getreide oder Kartoffeln verzichtet werden, da diese wichtige Vitamine liefern.

Frage von Frau Malian

„Besteht eigentlich ein Unterschied zwischen weißem und braunem Zucker, und ist brauner Zucker gesünder?“

 

Ihre real,- Expertin Anna Banach

Chemisch betrachtet besteht unser Haushaltszucker aus reiner Saccharose. Das ist ein Zweifachzucker, der sich aus Glucose und Fructose zusammensetzt. Ursprünglich wurde Zucker aus Zuckerrohr gewonnen. Heute stammt der in Europa hergestellte Zucker überwiegend aus der Zuckerrübe. Chemisch sind beide absolut gleichwertig.
Schneeweißer Zucker bildet die letzte Stufe der Raffinierung. Wird der zuckerhaltige Saft aus den Pflanzen gewonnen, enthält dieser zunächst noch diverse Begleitstoffe. Nach dem Eindicken entsteht zunächst brauner Zucker. Anteile von Melasse sorgen für die dunkle Farbe. Um schneeweißen Zucker zu erhalten, werden die Melassereste durch Raffinieren entfernt.
Die Melasse enthält aromatische Substanzen, Eiweiße, sowie Mineralstoffe und B-Vitamine. Der Anteil im braunen Zucker ist jedoch so gering, dass dies keine ernährungsphysiologische Bedeutung hat. Brauner Zucker wird wegen seines Aromas von manchen Konsumenten bevorzugt. Wer den reinen Geschmack von weißem Zucker lieber mag, kann ebenso gut diesen verwenden. In Maßen natürlich, denn sowohl brauner als auch weißer Zucker liefern zwar Energie, jedoch keine nennenswerten weiteren Nährstoffe.

Frage von Herrn Müller

„Kann ich die Schale von Bio- Zitronen mitverzehren?“

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Bio-Produkte zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus kontrolliert ökologischer Produktion stammen. Bei ihrer Herstellung wird auf den Einsatz von chemischen und synthetischen Pflanzenschutzmittel verzichtet. Es werden ausschließlich organische Düngungsmittel eingesetzt.  Bei Bio-Zitrusfrüchten ist die Behandlung mit Konservierungsstoffen wie auch mit künstlichen Wachsen nicht erlaubt. Ökologische Zitrusfrüchte dürfen höchstens mit natürlichen Wachsen behandelt werden. Dies muss jedoch auf dem Etikett gekennzeichnet werden. Aus diesen Gründen können Sie Bio Zitronen unbedenklich mit Schale verzehren oder zum Kochen und Backen verwenden.

Frage von Frau Fielde

„Vor allem auf Joghurtbechern liest man immer öfter die Bezeichnungen „probiotisch” und „prebiotisch”. Frau Fielde fragt, was das eigentlich bedeutet und worin der Unterschied besteht?”

 

Ihre real,- Expertin Sarah Wingensiefen

Die Bezeichnungen „probiotisch“ und „prebiotisch“ weisen auf gesundheitsfördernde Zusätze hin, welche die Darmflora verbessern. So sollen sie beispielsweise die Verdauung regulieren, das Immunsystem stärken oder das Allergierisiko senken.

Der Hinweis „probiotisch“ bedeutet, dass dem Lebensmittel spezielle Mikroorganismen zugesetzt wurden. In der Regel handelt es sich dabei um besonders widerstandsfähige Milchsäurebakterien, die lebend und aktiv in den Darm gelangen. Dort bringen sie die Darmflora in ein gesundes Gleichgewicht und verdrängen unerwünschte Bakterien. So verhindern, beziehungsweise verkürzen sie nachweislich Durchfallerkrankungen. Übrigens: Da Probiotika nur kurz im Körper verweilen, müssen sie täglich aufgenommen werden, um positiv auf die Darmflora zu wirken.

Ist ein Lebensmittel als „prebiotisch“ gekennzeichnet, sind darin Substanzen enthalten oder zugesetzt worden, die gleich doppelt wirken. Meist handelt es sich um eine bestimmte Gruppe von Ballaststoffen. Diese dienen einerseits den nützlichen probiotischen Bakterien als Nahrung und tragen dadurch zu ihrer Vermehrung bei. Zudem entstehen beim Abbau der Prebiotika Säuren und weitere Stoffe, die krank machende Bakterien in Schach halten.

Frage von Herrn Monter

„Als naturbelassenes Süßungsmittel ist Honig sehr beliebt. Herr Monter möchte wissen: Stimmt es, dass Honig gesünder ist als Zucker?”

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Chemisch gesehen besteht auch Honig zu 80 Prozent aus Zucker. Somit unterscheidet er sich nicht wesentlich von seinem weißen Kollegen. Der Kaloriengehalt des Honigs liegt mit 325 kcal etwas niedriger als Zucker mit 400 kcal.

Im Gegensatz zu Zucker enthält Honig etwas mehr Wasser, Eiweißstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Die Menge an Vitaminen und Mineralstoffen ist jedoch recht gering. In vernünftigen Mengen genossen, kann Honig nicht zur Vitaminversorgung beitragen. Interessanter sind die Eiweiße. Honig enthält verschiedene Enzyme, denen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird. Ihr Gehalt schwankt jedoch stark, je nachdem, wann und wo die Bienen den Nektar gesammelt haben. Vorsicht ist geboten beim Erhitzen von Honig, denn die Enzyme werden bei über 40 Grad Celsius zerstört.

Traditionell ist Honig als Hausmittel beliebt. So sollen Tee oder heiße Milch mit Honig bei Halsschmerzen und bei Schlafproblemen helfen. Gerne werden auch Haut, Haare oder spröde Lippen mit Honig gepflegt. Möglicherweise sind die Enzyme für manche Wirkungen verantwortlich.

Zahnfreundlicher ist Honig nicht, er begünstigt sogar eher als Zucker die Entstehung von Karies. Schließlich bleibt er aufgrund seiner klebrigen Konsistenz länger an und zwischen den Zähnen haften. Honig ist und bleibt ein Süßungsmittel, das in Maßen genossen werden sollte. Er bietet höchstens einen kleinen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen. Aber der vielfältige Geschmack ist allemal eine süße Sünde wert!

Frage von Frau Meier

„Bei mir wurde Diabetes Typ 2 festgestellt. Worauf muss ich nun beim Essen achten?"

 

Ihre real,- Expertin Sarah Wingensiefen

Liebe Frau Meier,
Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Bei Typ 2-Diabetes wird Insulin verzögert ausgeschüttet und ist nur eingeschränkt wirksam. Insulin ist für den Transport von Zuckerbausteinen aus dem Blut in das Gewebe zuständig. Fehlt es, steigt der Blutzuckerspiegel.
Die Neigung zu Diabetes ist erblich bedingt. Für die Entwicklung der Krankheit ist jedoch der Lebensstil entscheidend. Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen fettreiche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel.
Ziel jeder Diabetesbehandlung ist die weitgehende Normalisierung des gestörten Stoffwechsels, um die Entwicklung akuter und chronischer Komplikationen zu verhindern und eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen.
Hier finden Sie einige Empfehlungen für die Ernährung bei Diabetes:

  • Versuchen Sie ein normales Körpergewichtes (Body-Mass-Index BMI von 18,5-24,9 kg/m2) anzustreben oder zu erhalten
  • Begrenzen Sie die Zufuhr von Fett auf 30-35% der täglichen Energiezufuhr.
    Wünschenswert ist folgende Fettsäurezusammensetzung:
    -Gesättigte Fettsäuren: 7-10%
    -Einfach ungesättigte Fettsäuren: 10-20%
    -Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 7-10%
    Dies erreichen Sie am besten, indem Sie fettreiche Lebensmittel durch magere ersetzen und tierische Fette (Sahne, Butter, Wurst, Käse) gegen pflanzliche Fette (z.B. Raps- oder Olivenöl) austauschen. Verzichten Sie möglichst auf gehärtete Fette (trans-Fettsäurengehalt).
  • Die Cholesterinzufuhr sollte unter 300mg pro Tag liegen.
  • Kohlenhydrate sollten 45-60% der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Bevorzugen Sie dabei vor allem Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffgehalt und/oder einem niedrigen glykämischen Index.
  • Steigern Sie Ihre Ballaststoffzufuhr langsam auf mindestens 30 g pro Tag
  • Erstrebenswert ist es, 10-20% der Energiezufuhr in Form von Eiweiß aufzunehmen.
  • Alkoholischen Getränken sollten Sie möglichst nur in Verbindung mit Mahlzeiten aufnehmen (Gefahr der Unterzuckerung).

Frage von Marion M. 68 Jahre

„Wie kann ich mich in meinem Alter gesund ernähren und allgemein fit halten?"

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Liebe Frau K,
mit zunehmendem Alter ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und sich fit zu halten. So können Sie lange aktiv bleiben und altersbedingte Erkrankungen vermeiden oder zumindest hinauszögern.

Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel. Dadurch braucht der Körper weniger Energie. Gleichzeitig benötigt er jedoch viele Nährstoffe. Eine nährstoffreiche und kalorienarme Ernährung ist ideal. Essen Sie möglichst viel Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte sowie mageres Fleisch und Fisch. Im hohen Alter und bei bestimmten Krankheiten kann es erforderlich sein, auf bestimmte Nährstoffe besonders zu achten. Problematisch ist häufig die Versorgung mit Calcium und Vitamin D. Milchprodukte und fettreicher Seefisch sind gute Quellen für diese Nährstoffe.

Eine Ursache für das Altern ist die Zerstörung von Zellstrukturen durch so genannte freie Radikale. Sie entstehen durch normale Stoffwechselprozesse im Körper und werden durch Umweltgifte oder Rauchen zugeführt. Antioxidantien in der Nahrung schützen vor den aggressiven Freien Radikalen. Die bekanntesten Antioxidantien sind Beta-Carotin, Vitamin C und Vitamin E. Sie sind reichlich in frischem Gemüse und Obst enthalten.
Ein weiterer Baustein zur Gesundheit im Alter ist regelmäßige Bewegung. Sie stärkt die Muskeln und die Festigkeit der Knochen. Ideal sind Ausdauersportarten wie Walken, Schwimmen oder auch Golf spielen. Aber auch Alltagsbewegungen wie Treppen steigen, Hausputz oder Spaziergänge tragen zur allgemeinen Fitness bei.

Im Alter sind die Empfehlungen zur ausgewogenen Ernährung besonders wichtig:

  • Regelmäßig frisches Obst und Gemüse ("5 am Tag")
  • Ausreichend Ballaststoffe (z.B. durch Vollkornprodukte)
  • Verwendung von pflanzlichen Ölen mit einem guten Fettsäure-Verhältnis (z.B. Raps- oder Olivenöl)
  • Mäßiger Verzehr von Fleisch (ca. 3 mal pro Woche)
  • Mindestens einmal in der Woche Fisch essen
  • Auf eine ausreichende Bewegung (30 min täglich) achten!
  • Viel Flüssigkeit trinken, etwa 2 Liter pro Tag! (Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Tee)

Die oben genannte "5 am Tag" Regel mit Obst- und Gemüse ist z. B. leicht zu erreichen. Eine Portion entspricht etwa einer Hand voll. Dabei sollten am Tag zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse verzehrt werden. Ein Obst- oder Gemüsesaft aus 100% Frucht kann schon eine Portion ersetzen.

Detaillierte Informationen finden Sie im Beitrag „Gesund alt werden“.

Frage von Susanne S.

„Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt, täglich 30 Gramm Ballaststoffe aufzunehmen. Warum brauchen wir Ballaststoffe und wie schaffe ich es, genügend Ballaststoffe zu essen?“

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Liebe Frau S,

Ballaststoffe sind pflanzliche Fasern, die unser Verdauungssystem nicht abbauen kann. Sie haben dennoch viele positive Wirkungen für Verdauung und Gesundheit.

  • Ballaststoffe quellen im Magen-Darm-Trakt auf und machen satt, ohne Kalorien zu liefern.
    Durch die Dehnung der Darmwand regen Ballaststoffe die Verdauung an.
  • Ballaststoffe binden Giftstoffe im Darm und sorgen dafür, dass diese ausgeschieden werden.
  • Zudem binden lösliche Ballaststoffe Cholesterin und helfen damit, den Cholesterinspiegel zu senken.
  • Auch der Blutzuckerspiegel wird durch Ballaststoffe positiv beeinflusst, da Zuckerbausteine langsamer ins Blut übergehen.
  • Den Bakterien im Darm dienen Ballaststoffe als Nahrung. So sorgen sie dafür, dass sich nützliche Darmbakterien vermehren.
  • Weiterhin senken Ballaststoffen höchstwahrscheinlich das Krebsrisiko, insbesondere in Bezug auf Dickdarmkrebs.

Zu den Ballaststoffen gehört eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe: Zellulose, Pektin, Lignin, Agar-Agar sowie Pflanzengummis und Pflanzenschleime. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften. Ballaststoffe aus Vollgetreide sind in der Regel nicht wasserlöslich und werden von Bakterien kaum abgebaut. Sie sind für eine normale Darmtätigkeit unentbehrlich. In ausreichender Menge schützen sie vor Verstopfung, Hämorrhoiden und wahrscheinlich vor Darmkrebs. Ballaststoffe aus Gemüse, Obst und Kartoffeln hingegen sind überwiegend löslich und werden von Bakterien abgebaut. Sie beeinflussen den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel positiv und können ebenso vor Darmkrebs schützen.

So erreichen Sie die empfohlene Menge von 30 g Ballaststoffen pro Tag:

 

Lebensmittel

Ballaststoffe in g

3 Scheiben Vollkornbrot (150 g)

13,0

3 Kartoffeln (250 g)

6,0

1 Portion Blumenkohl (200 g)

6,0

1 große Karotte (100 g)

3,5

1 Portion Feldsalat (75 g)

1,4

1 Apfel (150 g)

3,0

1 Portion Beerenobst (150 g)

1,2

Ballaststoffaufnahme gesamt:

34,1

Vollkorngetreide, Gemüse und Obst sowie Hülsenfrüchte enthalten besonders viele Ballaststoffe. Mit Vollkornbrot und fünf Portionen Gemüse und Obst pro Tag ist die Empfehlung von 30 Gramm Ballaststoffen pro Tag gut zu erreichen. Wer bisher nur wenig Ballaststoffe verzehrt hat, sollte seine Ernährung langsam umstellen, um Blähungen zu vermeiden. Meistens werden Ballaststoffe aus gekochten Nahrungsmitteln besser vertragen als aus rohen.  Bei ballaststoffreicher Ernährung ist es wichtig, viel zu trinken. Denn Ballaststoffe binden Wasser und können ihre positive Wirkung nur mit ausreichend Flüssigkeit voll entfalten.

Frage von Herr Kern

„Immer häufiger hört und liest man von der Regel „5 am Tag“. Was hat es damit auf sich?“

 

Ihre real,- Expertin Sarah Wingensiefen

Hallo Herr Kern,
Mit „5 am Tag“ ist gemeint, dass man jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse essen sollte - am besten drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Eine Portion entspricht ungefähr einer Hand voll.
Wissenschaftliche Studien zeigen: Wer viel Obst und Gemüse isst, kann das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung 650 g Obst und Gemüse pro Tag. Diese Menge wird jedoch von den meisten Deutschen nicht erreicht. Deshalb gibt es die Kampagne „5 am Tag“.

So schaffen Sie „5 am Tag“:

  • Starten Sie den Tag mit einem Glas Saft (100% Frucht).
  • Schnippeln Sie frisches Obst in Ihr Müsli.
  • Nehmen Sie als Zwischenmahlzeit klein geschnittenes Obst oder Gemüse mit zur Arbeit.
  • Essen Sie mittags einen großen Salat oder wählen eine üppige Gemüsebeilage.
  • Wie wäre es am Nachmittag mit einem bunten Obstteller?
  • Reichen Sie zum Abendbrot aufgeschnittenes Gemüse oder einen kleinen Salat.
  • Knabbern Sie abends vor dem Fernseher mal Gemüsesticks mit einem leckeren Dipp.

Wenn Sie keine Zeit zum Schnippeln haben:
Tiefkühlgemüse macht weniger Arbeit und enthält auch viele wertvolle Vitamine.
Im Kühlregal gibt es fertige Salatmischungen. Sie sollten allerdings frisch verzehrt und nicht lange gelagert werden, da sich in geschnittenen Salaten Keime schnell vermehren.
Ein bis zwei Portionen am Tag können durch ein Glas Obst- oder Gemüsesaft ersetzt werden. Wichtig ist jedoch, dass es sich um reinen Saft handelt. Nur bei der Bezeichnung „Saft“ beträgt der Fruchtanteil 100%. Dagegen enthält Nektar neben dem Fruchtanteil noch Zucker und Wasser. Eine leckere Alternative zum Saft bieten auch die neuen trinkbaren Obstmahlzeiten aus dem Kühlregal, oft Smoothies genannt.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Website der Initiative „5 am Tag“ unter www.5amtag.de

Frage von Wilhelm M.

„Der Arzt hat bei einen zu hohen Cholesterinspiegel bei mir festgestellt. Nun möchte ich wissen, worauf ich zukünftig bei der Ernährung achten muss.“

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Hallo Herr M.,

Bei einem erhöhten Cholesterinspiegel sollten Sie auf eine vollwertige und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten achten.

Besonders wichtig ist die Menge und Zusammensetzung der Fette in Ihrer Nahrung. Generell sollten Sie fettreiche Speisen reduzieren. Dies gilt vor allem für tierische Fette wie fettes Fleisch, fette Wurst- und Käseprodukte, Sahne und Eier. Aber auch mit gesättigten pflanzlichen Fetten wie Kokos- oder Palmkernfett gilt es sparsam umzugehen.

Stattdessen verwenden Sie besser pflanzliche Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren. Besonders günstig auf die Blutfettwerte wirken beispielsweise Raps-, Soja- und Olivenöl sowie Walnussöl. Bei Milchprodukten wählen Sie lieber die fettarmen Varianten.

Lösliche Ballaststoffe, die in Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Hafer und Gerste reichlich enthalten sind, haben einen positiven Einfluss auf den Blutcholesterin-Spiegel.

Wenn Sie sich zudem mehr bewegen und etwas Sport treiben können Sie Ihre Cholesterin- und Blutfettwerte weiter verbessern.

Frage von Herrn K.

„Durch meine Arbeit im Schichtdienst und die wechselnden Dienstzeiten gerät mein Mahlzeiten-Rhythmus völlig durcheinander. Wie kann ich mich bei Schichtdienst gesund ernähren?“

 

Ihre real,- Expertin Klaudia Kekic

Lieber Herr K,

generell sollten Sie auch im Schichtdienst auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten. Dazu gehört:

  • Regelmäßig frisches Obst und Gemüse ("5 am Tag")
  • Ausreichend Ballaststoffe (z.B. durch Vollkornprodukte)
  • Verwendung von pflanzlichen Ölen mit einem guten Fettsäure-Verhältnis (z.B. Raps- oder Olivenöl)
  • Mäßiger Verzehr von Fleisch (ca. 3 mal pro Woche)
  • Öfter mal Fisch auf den Tisch

Schichtarbeitern wird empfohlen, in der Frühschicht zwei Mahlzeiten zu essen, davon eine als Zwischenmahlzeit am Vormittag und eine warme Hauptmahlzeit in der Mittagszeit.

Haben Sie Spätschicht, sollten Sie eine Zwischenmahlzeit am Nachmittag und ein kaltes Abendessen während der Arbeitszeit zu sich zu nehmen. 

In der Nachtschicht sollten die Mahlzeiten leicht bekömmlich sein. Günstig ist es, vor der Arbeit ein leichtes Abendessen zwischen 19 und 20 Uhr zu essen. Während der Nachtschicht gibt es eine warme Mahlzeit gegen Mitternacht und eine Zwischenmahlzeit zwei Stunden vor Arbeitsende.

Am Tag sollten die beiden Hauptmahlzeiten immer zur gleichen Zeit mittags und am frühen Abend zu sich genommen werden. Denn regelmäßiges Essen zu festen Zeiten am Tag und in der Nacht verhindert Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Probleme.

Hier noch einige allgemeine Tipps für Ihren Arbeitsalltag:

  • Als Hauptmahlzeit bieten sich mageres Fleisch und Fisch und Kartoffeln, Nudeln oder Reis mit Gemüse und Salat an.
  • Eiergerichte wie Omelett oder Rührei eignen sich aufgrund ihrer leichten Verdaulichkeit auch gut für die Nacht.
  • Milch und Milchprodukte, Obst, Kompott und leichte Salate sind ideale Zwischenmahlzeiten.
  • Früchte- und Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte oder Wasser mit einem niedrigen Natriumgehalt löschen den Durst.
  • Vor dem Schlafen besser keinen Kaffee und schwarzen Tee mehr trinken.
  • Das Einhalten fester Essenszeiten, Pausen und auch Schlafenszeiten (nach den verschiedenen Schichten) hilft, einen gleichmäßigen Rhythmus zu finden.
  • Gehen Sie nach dem Arbeiten nicht sofort ins Bett, sondern gönnen Sie sich noch etwas Ruhe zum Abschalten.

Weitere Informationen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat auf Ihrer Internetseite www.dge.de einen Bericht über die Ernährung bei Schichtarbeit veröffentlicht. www.dge.de/modules.php