Bis Ende 2012 werden Diabetiker-Lebensmittel nach und nach aus dem Sortiment ver-schwinden. Mit gutem Grund, denn neue wissenschaftliche Erkenntnisse haben gezeigt, dass Diabetiker-Produkte keine Vorteile für Betroffene haben, sondern sogar eher nachteilig wirken. Spezielle Diät-Produkte mit dem Hinweis „zur besonderen Ernährung im Rahmen von Diabetes mellitus“ wurden ursprünglich von der Lebensmittelindustrie entwickelt, um Diabetikern zu helfen, ihre Blutzuckerwerte besser unter Kontrolle zu halten. In den Diät-Schokoladen, Diät-Konfitüren und Diät-Keksen wurde überwiegend Fruktose statt Saccharo-se (Haushaltszucker) als Süßungsmittel eingesetzt. Fruktose wird im Darm langsamer abge-baut als Glucose und erhöht den Blutzuckerspiegel dadurch nur geringfügig.
Studien haben jedoch gezeigt, dass sich Lebensmittel mit einem hohen Fruktoseanteil un-günstig auf den Fettstoffwechsel auswirken. Darüber hinaus wird das Fett bei fruktosebetonter Kost in hohem Maße in der Leber eingelagert, was im schlimmsten Fall zu einer Fettleber bzw. einer Insulinresistenz führt.
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft benötigen Personen mit Diabetes mellitus keine speziellen diätetischen Lebensmittel, für sie gelten die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für die Allgemeinbevölkerung. Prinzipiell können sich Diabetiker also an den allgemeinen Empfehlungen einer gesunden, vollwertigen Ernährung orientieren. Auch Zucker und gezu-ckerte Lebensmittel sind nicht tabu, sie dürfen bis zu 10 % der am Tag aufgenommenen Ka-lorien liefern. Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Umsetzung der richtigen Ernährung bei Diabetes haben, wenden Sie sich am besten an eine Ernährungsberatungsfachkraft, die auf Diabetes spezialisiert ist.